DM: RW Köln steht im FinaleDie Rot-Weissen siegten nach wechselvollem Spiel am Ende 4:3 gegen den HTHC

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D&S Final Four: Titelverteidiger Köln wieder im Finale

Die Rot-Weissen siegten nach wechselvollem Spiel am Ende 4:3 gegen den HTHC

27.05.2017 - Titelverteidiger RW Köln hat das zweite Herren-Halbfinale der D&S Final Four in Mannheim knapp mit 4:3 (3:1) gewonnen. Dabei führte das Team von André Henning nach 18 Minuten bereits mit 3:0, doch der HTHC kämpfte sich zurück in die Partie und glich 20 Minuten vor Ende sogar zum 3:3 aus. In der Schlussphase bekam Köln wieder mehr Zugriff auf das Spiel, das lange auf Messers Schneide stand. Eine Eckenserie in der 66. Minute endete mit dem Treffer zum 4:3 für Köln, das nun am Sonntag um 14.00 Uhr im Finale auf den Mannheimer HC trifft.

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Highlight-Zusammenfassung DHB / YouTube Channel

HTHC-Trainer Christoph Bechmann: „Für mich ist nicht zu erklären, warum wir in den ersten 15 Minuten so schwach waren, dass Köln zu drei leichten Toren kommt. Da waren wir zu weit weg vom Mann und haben viele Stoppfehler produziert. In einem K.O.-Spiel musst du dagegenhalten, auch körperlich. Das haben wir nach der Pause gut gemacht. Das 2:3 durch Anton Pöhling war dann Gold wert. In der Phase waren wir besser als Köln und hatten nach dem 3:3 auch noch eine riesen Chance zur Führung durch George Farrant, Dann haben wir vor dem 3:4 wieder einen dummen Fehler gemacht, weshalb die Niederlage dann auch in Ordnung ist, weil wir einfach nicht über 70 Minuten unser Spiel auf den Platz gebracht haben.“
Kölns André Henning sagte: „Für uns ist so eine schnelle 3:0-Führung leider extrem kontraproduktiv, weil sich dann schnell in die Köpfe schleicht, dass man das auch mit einem Gang weniger gewinnen kann. Der HTHC ist dann hohes Risiko gegangen, hat gut Druck gemacht, und nachdem wir nach der Pause zwei, drei Großchancen auf das 4:1 ausgelassen haben, war da auch ein bisschen Genervtheit über unsere eigene Fahrlässigkeit. Da haben wir den Matchplan verlassen, viel allein gespielt und zu passiv verteidigt. Das 3:3 brauchten wir wohl, um uns selbst wieder reinzuarbeiten. Plötzlich wurde viel besser im Eins-gegen-Eins über den gesamten Platz agiert und wir haben uns die Dominanz zurückgeholt. Vielleicht war das genau richtig und gut für den Fokus morgen im Finale – auf jeden Fall besser, als wenn wir jetzt easy 4:1 gewonnen hätten.“

Bereits in der vierten Spielminute hatten die Kölner die erste große Chance auf dem Schläger - und zwar per Ecke. Die schoss Tom Grambusch zwar rein, es zählte aber nicht. Die Wiederholung nutzte dann Christopher Rühr und markierte mit seinem Schlenzer die frühe Führung. Kaum hatten sich die Hamburger von dem Schock erholt, erklangen schon wieder Karnevalslieder von der Tribüne: Mats Grambusch hatte den Ball von rechts auf Marco Miltkau gelegt - 2:0 hieß es nach gerade mal sieben gespielten Minuten. Die Herren des HTHC kamen nicht gut ins Spiel, die Kölner - lautstark angefeuert von den zahlreichen mitgereisten Fans - belagerten den Hamburger Kreis und machten ordentlich Druck, waren nur selten in der eigenen Hälfte zu finden.Nach knapp einer Viertelstunde kämpften sich die Hamburger zwar ab und zu in den gegnerischen Kreis vor, konnten aber keinen ordentlichen Torschuss verbuchen. Dafür schlugen die amtierenden Meister nur wenig später knallhart zurück: Eine schönte Einzelaktion von Christopher Zeller brachte den Kölnern zwar noch nicht den gewünschten Treffer, dafür machte Mats Grambusch nach einem Doppelpass mit Zeller die 3:0-Führung perfekt. Für die Hamburger war es ein wohl denkbar schlechter Start in diese wichtige Partie.In der 23. Spielminute hatten die HTHC-Herren dann ihre erste richtig große Chance: Nach einem Foulspiel entschied der Schiedsrichter auf kurze Ecke, Michael Körper trat - und Victor Aly hielt. Fünf Minuten später war es wieder der österreichische Nationalspieler, der sich, diesmal aus dem Spiel heraus, im Duell mit dem Kölner Keeper maß, aber erneut verlor. Das anschließende Gerangel direkt vorm Kölner Tor konnte die rot-weisse Defensive dann erfolgreich entschärfen.Kurz vor der Halbzeitpause bauten die Hamburger erneut auf das Potential einer kurzen Ecke. Und diesmal hatte Nicholas Spooner das Glück auf dem Schläger - und den Ball im Tor. Für den HTHC ein ganz wichtiger Treffer, um mit ein bisschen neu gewonnenem Selbstvertrauen und einem 3:1-Spielstand in die Pause zu gehen.

Doch die Kölner kamen torgefährlich in Halbzeit zwei zurück. Marco Miltkau hatte schon nach drei Minuten die Chance für den vierten Treffer auf dem Schläger, schoss aber alleinstehend vor dem Hamburger Schlussmann links am Tor vorbei. Auch die Kölner Ecke in der 41. Spielminute knallte nur an den Pfosten, es blieb zunächst beim Pausenstand.Nach einem Zusammenprall mit einem Kölner Gegenspieler und anschließendem Meckern bekam Tobias Hauke die Grüne Karte - und die Hamburger drehten in Unterzahl plötzlich auf. Über links knallte der Ball in den Kreis, Anton Pöhling schob ihn schon auf dem Boden liegend ins rechte Eck. Die Herren von Rot-Weiss forderten den Videobeweis, sie plädierten auf eine Körperberührung - doch der Videorichter entschied dagegen und der Treffer zählte. Noch 25 Minuten zu spielen - und die Hamburger kämpften sich nicht nur tortechnisch immer weiter ran. Die HTHC-Herren wurden mutiger, aggressiver und waren immer häufiger in der gegnerischen Hälfte präsent.Und dann war es plötzlich soweit: In Minute 51. wurde es vor dem Kölner Tor hektisch, in dem Gewusel behielt Jan-Philipp Heuler die Nerven - und einen harten Schlag. Die Nordlichter trafen zum 3:3-Ausgleich. Nach der anfänglich schwachen Phase war nun wieder alles offen. Beide Mannschaften zeigten dann ihren Siegeswillen: Schnelle Pässe, aggressive Zweikämpfe und zahlreiche Kreisszenen auf beiden Seiten markierten die nachfolgenden Minuten. Die aufgeladene Stimmung war quasi greifbar.Sieben Minuten vor Schluss machte sich Christopher Rühr im Sprint über die linke Seite Richtung Tor, wurde von Xaver Hasun kurz vor Abschluss gefoult - der Schiedsrichter entschied auf Ecke. Sollte das die Entscheidung sein? Tom Grambusch zog durch, doch es gab erneut eine Wiederholungsecke. Diese spielten die Kölner in einer Variante aus, aber nochmal gab es aufgrund eines fliegenden Schlägers Wiederholung. Und dann ließ sich Tom Grambusch nicht lange bitte: 4:3 stand es nach seinem harten Treffer, die Hamburger waren nach der spektakulären Aufholjagd wieder in Zugzwang.Doch wieder waren es die Rot-Weissen, die nach einer Kreisszene von Christopher Rühr zunächst eine Ecke zugesprochen bekamen. Der HTHC forderte den Videobeweis wegen Stockfouls - und der Schiedsrichter gab den Hamburgern Recht. Keine Ecke für Köln. Hamburg schien daraufhin ein Mannschaftstreffen vor Victor Alys Tor zu veranstalten, etwas Zählbares kam aber nicht mehr dabei heraus.Rot-Weiss Köln zog damit erneut ins Finale ein und erhält sich die Chance auf die Titelverteidigung.

Tore:
1:0 Christopher Rühr (5., KE)
2:0 Marco Miltkau (7.)
3:0 Mats Grambusch (18.)
3:1 Nicholas Spooner (32., KE)
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3:2 Anton Pöhling (45.)
3:3 Jan-Philipp Heuler (51.)
4:3 Tom Grambusch (66., KE)

Ecken:
RW Köln 6 (zwei Tore) / HTHC 2 (ein Tor)

Grüne Karte:
Tobias Hauke (45.), Timur Oruz (53.)

Schiedsrichter:
J. Berneth / C. Blasch

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