Tobias Walter im Interview„Natürlich wollen wir die ersten Heimspiele positiv gestalten!“

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Tobias Walter im Interview

„Natürlich wollen wir die ersten Heimspiele positiv gestalten!“

17.04.2019 - Im folgenden Gespräch beschreibt der 29-jährige Nationalkeeper seine Erwartungen an die Heimspiele in der neuen FIH Pro League und was er sich in Zukunft mit den Honamas vorgenommen hat. Der gebürtige Frankenthaler verrät auch, warum er sich für einen Wechsel nach Belgien entschieden hat und erzählt von der Hockey-Euphorie, die der WM-Titel im Nachbarland ausgelöst hat.

Herr Walter, am 26. April ist es endlich soweit und die Honamas bestreiten ihr erstes FIH Pro-League-Spiel in Mönchengladbach. Freuen Sie sich, endlich auch in Deutschland spielen zu dürfen?
Tobias Walter: Auf jeden Fall. Nachdem wir gesehen haben, was in Holland möglich ist, was die Zuschauerzahl betrifft, hoffen wir natürlich auch vor solch einer Kulisse die Heimspiele bestreiten zu können.
 
Ausgerechnet der Erzrivale Niederlande ist der Auftaktgegner am Freitagabend. Am Sonntag geht es dann gegen Großbritannien. Was erwarten Sie von den beiden Spielen in Mönchengladbach?
Walter: Es erwartet uns hoffentlich ein volles Haus! Natürlich wollen wir die ersten Heimspiele positiv gestalten, uns als Team weiterentwickeln und natürlich die jungen Spieler optimal integrieren. Es wird interessant, denn kurz vor unserer Heimpremiere findet auch die EHL in Eindhoven statt, bei der einige von aus teilnehmen werden. Wie dann die Nominierung für die Spiele gegen die Niederlande und Großbritannien aussehen wird, bleibt noch spannend.
 
Haben Sie schon einmal ein Länderspiel im Mönchengladbacher SparkassenPark bestritten?
Walter: Leider nicht. Jedoch war ich damals bei der WM 2006 als Fan selbstverständlich vor Ort. Das war schon ziemlich beeindruckend. Hoffen wir mal, dass das Stadion zu unseren Spielen ähnlich gut besucht sein wird.
 
Wie wurde die FIH Pro League in Australien, Neuseeland und Argentinien, wo das deutsche Spiel leider witterungsbedingt nicht angepfiffen werden konnte, Ihrer Meinung nach aufgenommen?
Walter: In Australien und Neuseeland war schon eine gewisse Begeisterung für die Spiele wahrzunehmen. Beide Spiele waren sehr gut besucht und auch die Stimmung war gut. Es ist wirklich sehr schade, dass das Spiel in Argentinien nicht angepfiffen werden konnte, denn trotz der schlechten Wetterbedingungen haben sich viele Zuschauer tapfer auf den Rängen gehalten. Selbstverständlich will jeder so ein Spiel spielen, wenn man schon um die ganze Welt fliegt.
 
Wie bewerten Sie das neue Spielformat bislang?

Walter: Interessant. Wie gesagt, in Holland vor einem vollen Haus zu spielen und dort ein Auswärtsspiel zu gewinnen, ist schon ziemlich schön. Auch die Reise über Ozeanien nach Argentinien war nett, aber auch sehr lange, besonders nachdem wir vor Kurzem schon dreieinhalb Wochen in Indien unterwegs waren. Man ist schon etwas mehr Stress ausgesetzt als man das vielleicht denkt, wenn man berücksichtigt, durch wie viele Zeitzonen wir geflogen sind.
 
Die besten vier Mannschaften der FIH Pro League erreichen die Endrunde Ende Juni in Amsterdam und sind damit auch automatisch für die Olympia-Qualifikationsturniere im Herbst gesetzt. Wie wichtig ist Ihnen diese Top-Vier-Platzierung?
Walter: Natürlich gilt es für uns die bestmögliche Leistung und somit auch eine optimale Platzierung herauszuholen.
 
Sie spielen derweilen in der belgischen Liga beim KHC Dragons. Was unterscheidet Ihrer Meinung nach die belgische Liga von der 1. Bundesliga?
Walter: Meiner Meinung nach hält sich das Level beider Ligen ungefähr die Waage. Sicher gibt es hier und da ein paar kleine Unterschiede, aber im Großen und Ganzen nehmen sich die beiden nicht viel.
 
Warum haben Sie sich für ein Engagement in Belgien entschieden und wie lange möchten Sie dort spielen?

Walter: Nach sechs Jahren in Hamburg stand ein Angebot aus Belgien vor der Tür. Mich hat es gereizt, mal im Ausland zu spielen und einen Blick in eine andere europäische Topliga zu werfen. Diese Chance wollte ich gerne nutzen und habe mich dafür entschieden. Und ich muss sagen, ich fühle mich sehr wohl hier.
 
Ihre Teamkollegen Florent van Aubel und Felix Denayer sind im Dezember in Bhubaneswar Weltmeister geworden. Können Sie uns etwas von der Hockey-Euphorie erzählen, die dieser WM-Titel im Land ausgelöst hat?
Walter: Ich hatte das Glück vor der belgischen Mannschaft in Brüssel wieder anzukommen. Am Flughafen waren schon so ziemlich alle Werbeflächen durch Gratulationsbanner ausgetauscht worden. Den Empfang der Mannschaft habe ich im TV verfolgt und ich muss schon sagen, das war ziemlich beeindruckend. Durch den Gewinn der WM hat Hockey in Belgien das nächste Level erreicht, was Bekanntheit, Akzeptanz und Euphorie angeht. Ganz besonders die Euphorie, alle freuen sich hier schon auf die Austragung der EM diesen Sommer in Antwerpen.
 
Umso schwerer wiegt vermutlich noch die bittere 1:2-Niederlage im WM-Viertelfinale gegen Belgien. Welche Schlüsse ziehen Sie aus der WM in Bhubaneswar?

Walter: Es ist natürlich bitter bei einer WM im Viertelfinale auszuscheiden und die Enttäuschung im Team war auch dementsprechend groß. Wir konnten unsere Topleistung nicht abrufen und dann wird es eben sehr eng gegen einen guten Gegner, der eine durchweg gute WM spielt. Unser Blick geht natürlich nach vorne und nun haben wir ja schon direkt die Möglichkeit in der FIH Pro League den nächsten Entwicklungsschritt zu machen, damit wir für die kommenden Events gerüstet sind.
 
Bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro waren Sie als Ersatztorwart dabei, kamen aber nicht zum Einsatz.  Nach dem Karriereende von Nicolas Jacobi haben Sie bei der Hallen-WM in Berlin und der Feld-WM in Indien Ihre ersten großen internationalen Turniere als Stammkeeper bestritten. Welche Ziele haben Sie persönlich mit den Honamas?
Walter: Selbstverständlich möchte ich meinen Platz im Tor verteidigen und mich optimal weiterentwickeln. Das nächste Ziel ist eine erfolgreiche Teilnahme an der EM in Antwerpen, was ja für mich nun fast so etwas wie ein Heimspiel werden kann.  

Vielen Dank für das Gespräch!

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