Vereinsleben in der PandemieSerie über kreative, spannende Vereins-Initiativen im Lockdown / Folge vier: Rahlstedter HTC

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Vereinsleben in der Pandemie

Serie über kreative, spannende Vereins-Initiativen im Lockdown / Folge vier: Rahlstedter HTC

17.02.2021 - Während der mittlerweile ein Jahr andauernden Pandemie musste der aktive Hockeysport in verschiedenen Phasen ruhen oder konnte nur mit Einschränkungen ausgeübt werden. Für viele Vereine eine schwierige Situation, den Bedürfnissen ihrer Mitglieder gerecht zu werden, beziehungsweise überhaupt mit ihnen in Kontakt zu bleiben. Doch die Kreativität kannte und kennt in den Clubs keine Grenzen. Wir stellen in unserer Serie „Vereinsleben in der Pandemie“ einige Club-Projekte vor.

Folge 4: Rahlstedter HTC (Hamburg)

Als die Corona-Pandemie in Deutschland Anfang März gerade ihren Anfang nahm, reagierte der Rahlstedter HTC in Hamburg prompt: Von Anfang an hielt der Vorstand seine Mitglieder, darunter die 300 Hockey-Aktiven, up to date. Eine Sonderseite auf der RHTC-Website wurde ebenso zur Corona-Informationsquelle wie der regelmäßige Newsletter. „Uns war wichtig“, unterstreicht der RHTC-Vorsitzende Tobias Streckel, „dass alle im Club schnell wussten, was Sache ist.“

So informierte der Newsletter in der Anfangszeit fast täglich über das sich ständig ändernde RHTC-Clubleben in Corona-Zeiten und wurde so zum Beleg für den Ideenreichtum der Rahlstedter: Hockeydamen und -herren boten sich bald als Einkaufshilfen an, unter dem Motto „Wir sind der Club“ sollten Mitglieder Fotos und Videos einreichen, wie sie Homeoffice, Kinderbetreuung und Sport zu Hause meisterten und die Clubgastronomie stellte bald auf Außer-Haus-Angebote um.

Als Hamburg Anfang November den zweite Lockdown ausrief, fand sich der RHTC erneut schnell zurecht: Da die Hamburger Corona-Verordnung Individualsport für zwei bis vier Personen weiterhin erlaubte, wurde der eigene Kunstrasenplatz kurzerhand viertelweise an die Mitglieder vermietet und konnte so bis zur frostbedingten Sperrung Ende Januar zumindest teilweise genutzt werden. „Natürlich waren auch wir nicht untätig und konnten nun mehr digitale Angebote machen als noch im Frühjahr“, erinnert sich Tobias Streckel. Per Livestream leitet Fitnesstrainerin Alison Röpcke seitdem komplette „Fitness-Live-Sessions“. Vor Weihnachten präsentierten Trainer*innen und Spieler*innen der ersten Mannschaften einen digitalen Adventskalender mit Gewinnspiel. An Nikolaus stellten Vorstand und Leistungsspieler*innen allen Club-Kindern bis zum Alter von 12 Jahren RHTC-Nikoläuse vor die Tür – insgesamt 186 Stück. Nach Weihnachten realisierte der Club in Hamburgs Osten für seine Kinder und Jugendlichen ein digitales Fitnessangebot per Zoom in sechs Altersgruppen von 4 bis 16 Jahren.
Auch geballtes Hockeywissen kam für die Jüngsten in Rahlstedt nicht zu kurz: Im zwei RHTC-Hockeytalks standen Rio-Bronze-Gewinner Christopher Rühr und Hallen-Europameister Paul Dösch den Kleinen Rede und Antwort.

"Wir-Gefühl weiter stärken mit Challenges zwischen Hockey- und Tennis-Sparte"

Auf zwei RHTC-Projekte freut sich Tobias Streckel in den kommenden Wochen besonders: „Mit diesen wollen wir das Wir-Gefühl im RHTC weiter stärken!“ In einer gemeinsamen Challenge fordern sich Hockey und Tennis gegenseitig heraus. Zusammen mit zwei Tenniskollegen wollen die beiden Hockeytrainer Malte Buchholz und Malte Klaasen die Clubmitglieder sportlich unterhalten, zum Mitmachen anregen und so beide Abteilungen wieder enger zusammenbringen. Nicht ganz ernst soll daher die Challenge eine Antwort auf die Frage „Wer ist besser? Hockey oder Tennis?“ finden: Während die Hockeyteams sich an Tennisübungen versuchen, werden die Tennisspieler*innen den Hockeyschläger in die Hand nehmen müssen – um zu beweisen, wer ausdauernder, agiler oder gefühlvoller ist.
Am Wochenende nach Ostern findet der 1. Adlerlauf statt. „Die Startgelder dieses Spendenlaufs werden in die RHTC-Jugendkasse fließen“, so Tobias Streckel. „Damit wollen wir die Familien unterstützen, bei denen die Gefahr besteht, dass die Kinder aus finanziellen Gründen in dieser Pandemie mit Hockey oder Tennis aufhören müssten.“ (ao; Fotos: RHTC)

Zur ersten Folge: 1. Hanauer HTC
Zur zweiten Folge: HLC RW München
Zur dritten Folge: Düsseldorfer SC 1899

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