U21-WM: Im Shootout gescheitertDas DHB-Team verlor im Halbfinale gegen Belgien unglücklich mit 3:4 n.P. (0:0)

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U21-WM: Im Shootout gescheitert

Das DHB-Team verlor im Halbfinale gegen Belgien unglücklich mit 3:4 n.P. (0:0)

16.12.2016 - Die Deutschen Junioren haben den achten Finaleinzug bei der 11. U21-Weltmeisterschaft hauchdünn verpasst. Im Penaltyschießen verlor die Mannschaft von Valentin Altenburg ihr Halbfinale ganz knapp 3:4 gegen Belgien, nachdem es nach normaler Spielzeit 0:0 gestanden hatte. Nachdem die Belgier in der ersten Halbzeit bessere Chancen hatten, verpasste es das deutsche Team, in der dominanten zweiten Hälfte, die Entscheidung herbeizuführen. Nun geht es am Sonntag im Spiel um Platz drei um 11.15 Uhr deutscher Zeit gegen Australien, das sein Halbfinale gegen Indien ebenfalls im Penalyschießen verlor, um Bronze. (Fotos: worldsportpics.com)

Bundestrainer Valentin Altenburg: „Das sind immer die besonders bitteren Niederlagen, wenn es so umkämpft und knapp ist. Da haben winzige Kleinigkeiten den Ausschlag gegeben. Lennart Küppers hat uns in der Anfangsphase, in der wir Probleme hatten, im Spiel gehalten. Ich bin extrem stolz auf die Jungs, wie sie das Match dann immer mehr an sich gerissen haben, Chancen kreiert haben, und wir hätten das Match wohl auch in der zweiten Halbzeit für uns entscheiden können. So blöd das klingt, aber ich bin sehr zufrieden damit, wie jeder hier seinen Job erfüllt hat – auch Niklas Garst, der im Penaltyschießen jedes Duell eng gemacht hat. Das war ein Spiel auf Messers Schneide. Ich muss jetzt versuchen, die Jungs schnell wieder aufzubauen, denn so eine Niederlage tut schon sehr weh, damit wir im Spiel um Bronze noch einmal so einen großen Fight auf die Platte bringen.“
Kapitän Constantin Staib: "Das ist in erster Linie sehr bitter. Wir haben unglücklich verloren. Waren in der ersten Hälfte etwas hektisch und nervös. Haben dann aber aus der Halbzeitbesprechung ganz viel mitgenommen und die Belgier komplett dominiert. Aber wir haben eben das Tor nicht gemacht. Im Penaltyschießen ist das dann leider immer Glücksache. Nun ist der große Traum leider geplatzt, aber wir sollten uns ganz schnell wieder fokussieren auf die Bronzemedaille."

Beide Teams legten sofort ein hohes Spieltempo an den Tag. Belgien schon früh mit starkem Pressing auf den deutschen Aufbau, der auch Erfolg hatte und zu Fehlern in der Annahme und Weiterleitung führte, die die Belgier aber noch nicht gewinnbringend nutzen konnten. Das DHB-Team sichtlich bemüht, Struktur ins Spiel zu bringen, hatte seine erste gefährliche Szene in der 6. Minute, als Julius Meyer frei rechts im Kreis an den Ball kam, aber am letzten Verteidiger hängen blieb. Auf der anderen Seite erste gute Tat, von Lennart Küppers, der vor dem zum Stecher bereiten Stürmer klärte (8.).
Alles in allem ein Match absolut auf Augenhöhe zwischen zwei Teams, die beide verdient in diesem Halbfinale standen. Es ging hin und her. Herzbruch wurde auf dem Weg zum Kreis gefoult, dann musste Küppers wieder ran und gut mitspielen, um Gefahr einzudämmen. Erste Ecke dann für Deutschland, als der belgische Keeper bei hohem Ball auf Boeckel keinen Abstand hielt. Doch Windfeders flacher Schlenzer wurde gehalten. Das DHB-Team nun aber mit Vorteilen. Es setzte sich am belgischen Kreis fest. Allein das Zählbare fehlte noch.
Boeckel vergab in der 16. Minute eine Überzahlsituation im Kreis der Belgier durch einen ungenauen Pass. Hinten stand die Abwehr um Lukas Windfeder aber bislang sehr sicher. Der Abwehrchef selbst verursachte mit einem Ballverlust die erste Großchance durch Verheyen, dessen Rückhandschuss Küppers jedoch stark parierte (18.). Als Küppers in höchster Not einen weiteren Schuss von Verheyen hielt, verhakte sich die Kugel im Füßling, es gab erste Ecke für Belgien. Kinas Schlenzer ging aber links neben das Tor (21.).
Das DHB-Team in dieser Phase nicht mehr so dominant. Belgien hatte besser Aktionen und holte sich in der 24. Minute die zweite Ecke. Die wurde verstoppt und Julius Meyer hatte nach gutem Konter von rechts eine Rückhand-Schusschance, doch der Ball ging überhastet abgeschlossen deutlich links am Gehäuse vorbei. Auf beiden Seiten nun wieder viele leichte Fehler, die das Spiel unberechenbar machten und ein Hin und Her fabrizierten. Das DHB-Team schaffte in dieser Phase nicht genug Ruhe in die eigenen Angriffe zu bringen, verlor dadurch immer schnell den Ballbesitz.
Hinten passte die Defensive aber nun wieder besser auf, so wie Bosserhoff in der 30. Minute, der einen Pass stark abfing und klärte. Erst in der Schlussphase aber wieder gute eigene Aktionen des DHB-Teams durch Boeckel und Werner, die sich aber beide am Kreis festrannten. In der 34. Minute krachte eine Flanke von Philip Schmid ans Torbrett, aber Thies Ole Prinz hatte die gute Stecherchance minimal verpasst. So blieb es beim aus deutscher Sicht vielleicht etwas glücklichen 0:0 zur Pause, denn Belgien hatte mehr klare Torchancen.
Belgien presste auch nach der Pause wieder stark aus einer hohen Mittelfelddeckung. Nach einem guten Schlenzer konnten Meyer und Staib den Ball in aussichtreicher Position nicht kontrollieren. Da war mehr drin. Ein ganz starkes Solo von Herzbruch über die rechte Grundlinie hätte dann fast die Führung gebracht, aber Loic van Doren im belgischen Tor ahnte, dass der Mülheimer ihn tunneln wollte und bekam auf der Linie noch die Schienen zusammen (39.). Starke Soli von Herzbruch und Prinz erzeugten Gefahr, aber ohne Abschluss im Kreis (41.).
Im Konter holte sich Belgien die dritte Ecke, weil ein Kick von Küppers als gefährlich gewertet wurde. Doch die wurde ganz stark abgelaufen. Im Gegenzug eine Riesenchance für Jan Schiffer, der einschussbereit am langen Pfosten Pech hatte, das die Flanke noch leicht abgefälscht wurde, so dass sein Schieber knapp am Tor vorbeiging (46.). Das DHB-Team nun wieder mit besserer Phase, holte sich die Bälle früh ab und kreierte selbst gute Chancen. Belgien nun lange nicht mehr gefährlich, tat sich schwer. Eine Riesenchance dann wieder in der 55. Minute, als Werner frei aufs Tor zulief, aber van Doren seinen Pass auf den langen Pfosten mit einem Weltklasse-Reflex abfing.
Eine gute belgische Chance wurde dann abgepfiffen – sehr zum Ärger der Belgier. Als Herzbruch auf dem Weg in den Kreis erneut umgerannt wurde, sah Meuremans Grün. Die Überzahl nutzte das DHB-Team sofort zur zweiten Ecke. Und da zeigte van Doren erneut eine Riesenparade gegen einen flachen Schlenzer von Herzbruch, den er gerade noch um den Pfosten drehte (58.). Belgien überstand die Unterzahl also unbeschadet. Herzbruch nun immer stärker, war von den Belgiern kaum noch zu bremsen. Die Deutschen spielten fast Powerplay in Gleichzahl. Es gab die nächste Ecke in der 62. Minute.
Doch erneut blieb van Doren Sieger gegen Herzbruch. Pech, als ein erneutes Solo von Herzbruch mit dem Rückpass an Staibs Fuß landete, der einschussbereit war (63.). Doch Deutschland nun klar überlegen. Schiffers starker No-Look-Stecher wurde vom überragenden belgischen Keeper mit der Schlägerspitze aus dem Tor geholt (65.). Verheyen ließ sich dann zu einer unfairen Aktion gegen Schmid hinreißen, als er so tat, als ob dieser im einen Kopfstoß gegeben habe. Beide mussten mit Grün auf die Bank. Es blieb letztlich beim 0:0. War es in der ersten Hälfte schmeichelhaft fürs deutsche Team, so war es nun sehr glücklich für die Belgier. Das Penaltyschießen musste also entscheiden.

Penaltyfolge:
Philip Schmid verfehlte das Tor ganz knapp links.
Nicolas Poncelet behielt die Nerven und machte das 1:0 mit der Rückhand.
Johannes Große machte aus spitzem Winkel das 1:1.
Arthur de Sloover gelang nach einer Drehung das 2:1 für Belgien.
Thies Prinz behielt die Nerven und lupfte über van Doren zum 2:2.
Victor Wegnez scheiterte an Niklas Garst, den Altenburg für die Penaltys ins Tor wechselte.
Constantin Staib behielt die Nerven und erzielte das 2:3.
Henri Raes traf mit der Rückhand flach zum 3:3.
Timm Herzbruch scheiterte zwei Mal an van Doren.
Robbert Rubens ließ sich diese Chance nicht nehmen und machten den knappen Sieg perfekt.

Tore im Spiel:
keine

Ecken:
BEL 3 (kein Tor) / GER 3 (kein Tor)

Schiedsrichter:
Dan Barstow (END) / Davd Sweetman (SCO)

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