Hallen-EM: Halbfinale erreichtZweiter Vorrundensieg in Minsk mit 4:3 gegen die Ukraine / Gruppensieg in greifbarer Nähe

Hygienekonzept entwickeltDHB schickt Vereinen ein mit dem DOSB abgestimmtes Hygieneschutzkonzept für den Wettkampfbetrieb

StellenausschreibungDer Deutsche Hockey-Bund e.V. sucht zum 01.10.2020 einen Sportdirektor (m/w/d)

Mit Abstand bestes TrainingDie Serie ist zurück aus der Sommerpause / Start mit Claas Henkel als Interviewgast

····

Hallen-EM: Deutsche Damen vorzeitig im Halbfinale

Zweiter Vorrundensieg in Minsk mit 4:3 gegen die Ukraine / Gruppensieg in greifbarer Nähe

24.01.2020 - Die deutschen Damen haben im zweiten Gruppenspiel der hallenhockey-EM in Minsk ihren zweiten Sieg eingefahren. Die Ukraine, die wie die Deutschen ihr Auftaktspiel gewonnen hatte, wurden mit 4:3 (1:1) bezwungen. Dabei gaben die Deutschen eine 3:1-Führung zwischendurch aus der Hand, doch Hanna Valentin sorgte mit einem Eckentreffer kurz vor Ende doch noch für den Dreier. Damit sind die Deutschen vorzeitig für das Halbfinale am Samstagabend qualifiziert, brauchen gegen den Tabellenletzten Belgien morgen früh (8.15 Uhr deutscher Zeit) nur noch einen Punkt um Gruppensieger zu werden.

Bundestrainer Akim Bouchouchi: „Schön, dass wir das am Ende gewinnen konnten. Das ist auch der Hauptfaktor, dass wir im Spiel bleiben und uns durch den Ausgleich nicht so aus der Ruhe bringen lassen. Auch wichtig, dass am Ende mal eine Ecke gelingt. Damit haben wir hier leider unsere Probleme, sonst hätte man das auch schon früher entscheiden können. Das war ein guter Schritt, um sich mehr einzuspielen fürs Halbfinale. Erneut eine gute Torhüterleistung, die uns im zweiten Drittel auch im Spiel hält. Und eine starke Lea Stöckel, die mit Einzelleistungen uns hier weiterbringt, wenn wir die Gegner taktisch vielleicht noch nicht so gut ausspielen können.“

Das DHB-Team startete mit viel Tempo in seinen Aktionen, auch wenn ab und zu noch ein paar Ungenauigkeiten dabei waren. Dadurch waren es recht ausgeglichene Anfangsminuten, ohne wirkliche Torchance auf beiden Seiten. Ein Fehler in der Verteidigung der Osteuropäerinnen bescherte den Hallen-Danas die erste Ecke (9.), die aber verstoppt wurde. Dann musste Selina Müller bei einem Konter erstmals ernsthaft eingreifen und tat das glänzend.
Es gab zu Beginn des zweiten Viertels eine Grüne Karte gegen Lea Stöckel. Die Unterzahl wurde aber unbeschadet überstanden. Und Lea Stöckel, zurück von der Strafbank, zeigte dann, zu was sie fähig ist, als sie von der Mittellinie nach rechts zog, in den Kreis dribbelte und Keeperin Tetiana Stepachenko keine Chance ließ. Deutschland führte 1:0 (13.). Die Ukraine bekam im nächsten Angriff eine Ecke zugesprochen, die Yevhenyia Kernoz mit einem platzierten Schlenzer ins obere linke Eck zum 1:1 (15.) abschloss.

Nach gutem Rechtsangriff hatte Hanna Valentin die Chance zum 1:2, aber wurde geblockt. Kurz darauf war sie links am Pfosten frei, konnte aber den Ball nicht kontrollieren. Es fehlte ein wenig die entschlossene Körpersprache in dieser Phase. Selina Müller musste sich im ukrainischen Konter dann nochmal auszeichnen Sekunden vor dem Halbzeitpfiff.
Stöckel holte die zweite deutsche Ecke (22.), doch die Keeperin der Ukraine lief Valentins Schlenzer gut ab. Marisa Martin Pelegrina bereitete für Vivot perfekt vor, doch die scheiterte ebenfalls an der Torfrau. Dann die dritte Ecke für die Hallen-Danas (24.), aus der die vierte resultierte. Und da passte ein Nachschuss von Lea Stöckel etwas abgefälscht ins linke untere Eck zum 1:2 (25.).

Das DHB-Team jetzt klarer am Drücker, versuchte, die Führung auszubauen. Und das gelang, als erneut Stöckel rechts die Hundekurve lief und Hanna Valentin im Gewühl vor Tor am schnellsten reagierte und auf 3:1 (29.) erhöhte. Es gab dann eine Ecke wegen nicht eingehaltenen Abstands gegen Vivot, obwohl die im Kreis stand beim Ausführen des Freischlags. Die Ukraine nutzte diese, um auf 2:3 heranzukommen – Yana Vorushylo traf per Schlenzer (32.). Und dann ging es schnell – in einem Konter über rechts traf Oksana Ponomarenko flach zum 3:3 (33.).
Die Deutschen holten sich in der 35. Minute eine weitere Ecke, doch die Variante misslang komplett. In der 37. Minute die nächste Ecke, die die Keeperin gefährlich hoch nach vorn durch die deutsche Schützin hindurch, die sich bücken musste, um den Ball nicht abzubekommen, abwehrte. Kurioser Weise gab es keine Wiederholungsecke. Dafür holten die Deutschen sich 20 Sekunden später die nächste Ecke, und die klappte dann endlich als Ablage zu Hanna Valentin in die Mitte, die das 3:4 (37.) beisteuerte. Das hatte dann bis zum Schlusspfiff Bestand. (Fotos: www.worldsportpics.com)

Tore:
-
---
0:1    Lea Stöckel (13.)
1:1    Yevhenyia Kernoz (KE, 15.)
------
1:2    Lea Stöckel (KE, 25.)
1:3    Hanna Valentin (29.)
---
2:3    Yana Vorushylo (KE, 32.)
3:3    Oksana Ponomarenko (33.)
3:4    Hanna Valentin (KE, 37.)

Ecken:
UKR 3 (2 Tore) / GER 7 (2 Tore)

Schiedsrichterinnen:
Vilma Bagdanskiene (LTU) / Rachel Williams (ENG)

Hauptpartner

Premium-Partner

 

 

Pool-Partner