FINAL FOUR: DHC-Damen MeisterNathalie Kubalski „Wertvollste Spielerin der Endrunde“ / MHC läuft überraschendem Rückstand hinterher

Silber nach PenaltydramaEuropameisterschaft in Amsterdam Herren, Finale: Deutschland - Niederlande 3:6 n.Pen. (2:2, 1:0)

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FINAL FOUR, Finale Damen: Düsseldorfer HC schlägt MHC nach Penalty

Nathalie Kubalski „Wertvollste Spielerin der Endrunde“ / MHC läuft überraschendem Rückstand hinterher

09.05.2021 – Die Damen des Düsseldorfer HC sind erstmals in ihrer Vereinsgeschichte Deutscher Meister auf dem Feld geworden. In einem spannenden Finale des FINAL FOUR 2021 triumphierten die DHC-Damen gegen den Mannheimer HC nach Penaltyschießen mit 4:3. Etwas überraschend waren die Rheinländerinnen in Führung gegangen, erst in der Schlussphase konnte der MHC ausgleichen. Natalie Kubalski, Düsseldorfs Torfrau, rettete ihre Mannschaft mehrfach ins Penaltyschießen und wurde am Ende verdient zum „Most Valuable Player“ des FINAL FOUR gekürt. Im Penaltyschießen sicherten Lilly Stoffelsma, Tessa Schubert und Selin Oruz ihrem DHC den Titel, während beim Mannheimer HC nur Lucina van der Heyde und Martina Cavallero trafen.

 Nico Sussenburger, Trainer des neuen Deutschen Meisters Düsseldorfer HC, brauchte ein gutes Nervenkostüm: „Das waren jetzt zwei unfassbare enge Spiele, die beide im Penaltyschießen entschieden wurden. Nachdem wir in den vergangenen Jahren einiges liegengelassen haben, ist es unfassbar, was die Mädels hier geleistet haben. Nachdem kurz vor dem Final Four zwei Nationalspielerinnen weggebrochen sind, mit dieser Truppe so einen Fight abzuliefern und dann noch cool zu bleiben, ist mehr als aller Ehren wert. Dass wir jetzt die Ersten sein dürfen, die für unseren Verein mit dieser langen Tradition einen Feldtitel gewinnen, ist unabhängig von einer Saison, die 300 oder 600 Tage gedauert hat, einfach unfassbar.“
Nicklas Benecke, Coach der unterlegenen Mannheimer Damen: „Die Niederlage ist natürlich sehr bitter. Vor allem wenn man bedenkt, dass wir über 60 Minuten ein echt gutes Spiel gemacht haben und vielleicht schon da das Spiel hätten gewinnen müssen. Wir wussten, dass Düsseldorf sehr gut verteidigt und das haben sie ja auch auf die Platte gebracht. Es war klar, dass wir uns da die Zähne ausbeißen. Vielleicht hätten wir hier und da entscheidender sein müssen oder anders entscheiden sollen, aber das sind so Kleinigkeiten, die solche Spiele entscheiden. Im Halbfinale hatten wir im Penaltyschießen das Glück auf unserer Seite, nun das Pech, so ist das nun mal. Daher ist die Enttäuschung natürlich sehr groß, auch bei den Mädels. Das war eine sehr, sehr lange Saison, wir sind durch ganz viele Höhen und ganz viele Tiefen gegangen und letztendlich war das ein Team, das so in der Form nicht mehr zusammenspielen wird. Das ist natürlich ein nicht so schöner Abschluss, obwohl wir superstolz über das sein können, was wir erreicht haben.“
Nathalie Kubalski (DHC), wertvollste Spielerin (MVP) des FINAL FOUR 2021, gab sich trotz einer Weltklasse-Leistung bescheiden: „Ich bin nicht der Garant dafür, dass es diesmal mit dem Titel geklappt hat. Es ist meine Aufgabe, Bälle zu halten und dass das so gut funktioniert wie an diesem Wochenende, ist nicht selbstverständlich. Mit den ganzen Verletzungen war klar, dass wir über die Defensive kommen müssen und da gehört ein guter Torwart dazu und ich bin froh, dass ich diese Aufgabe für meine Mannschaft hier erfüllen konnte.“
Selin Oruz, Kapitänin des Düsseldorfer HC und Schützin des entscheidenden Penaltys: „Ich bin unfassbar stolz auf diese Mannschaft nach dem Riesen-Fight – dreckig, aber am Ende verdient. Als wir hierhergekommen sind, haben wir nicht unbedingt mit dem Titel gerechnet, aber umso stolzer bin ich auf das ganze Team. Wir waren sehr emotional, anders hätten wir auch nicht überlebt. Das war unser Spirit, das war unser Plan, unser einziges Steckenpferd, an dem wir uns hochgezogen haben.“

Die Düsseldorferinnen standen an der Mittellinie und ließen dem Mannheimer HC so mehr Raum zur Entfaltung. Die Hausherrinnen konnten sich so zwar mehr Kreisszenen erarbeiten, diese aber zunächst nicht zwingend verarbeiten. Nach zwölf Minuten hatte Charlotte Gerstenhöfer die erste zwingende Chance der Partie, Nathalie Kubalski war aber zur Stelle. Dann kam endlich auch mal Düsseldorf in den Mannheimer Schusskreis, Lilly Stoffelsmas Schussversucht wurde aber abgepfiffen und es ging in die erste Viertelpause.

Die DHC-Damen kamen besser aus der Pause und konnten die erste Strafecke der Partie holen. In der Wiederholung war Emma Heßler erfolgreich und brachte die Düsseldorferinnen mit einem platzierten Schuss flach unten links – ein wenig aus dem Nichts – in Führung (18.). Mannheim war um eine direkte Antwort bemüht, die Bälle von Sonja Zimmermann und Lucina van der Heyde fanden aber lange keine Abnehmerinnen. Dann hatten Florencia Habif und Gerstenhöfer den Ausgleich auf dem Schläger, wieder war Düsseldorfs Torfrau Kubalski zur Stelle und dann kratzte Selin Oruz die Kugel von der Linie (25.). Sekunden vor dem Pausenpfiff brachte der Videobeweis den Mannheimerinnen deren erste Strafecke, aber die Stechervariante über Nadine Kanler scheiterte.

Der zweite Durchgang begann mit einem Powerplay der Mannheimer Damen, die den DHC zunächst im eigenen Viertel festschnürten. Ein schnell ausgeführter Freischlag brachte die zweite Ecke, bei der MHCs van der Heyde zwar zum Abschluss kam, Kubalski aber schnell reagierte und mit dem Schläger unten war (37.). Auch beim nächsten Eckenversuch, als Zimmermann es mit einem halbhohen Schlenzer versuchte, war die Düsseldorfer Torfrau mit den Schienen zur Stelle (39.).

Auch im Schlussviertel drängten die Quadratestädterinnen auf den Ausgleich, blieben aber immer wieder in der engstehenden Düsseldorfer Abwehr hängen. Doch der Mannheimer Treffer lag in der Luft: 6:34 Minuten vor Ende holte Stine Kurz die nächste Mannheimer Strafecke und nachdem sich die Düsseldorfer Eckenabwehr durch zweimaliges zu frühes Rauslaufen doppelt dezimierte, führte der Torschuss von Zimmermann auf dem Stecher von F. Habif zum längst verdienten Ausgleich. Und der DHC musste gleich den nächsten Rückschlag einstecken, als Kapitänin Oruz für Reklamieren Gelb sah und ihre Mannschaft fünf Minuten in Unterzahl brachte. Doch diese konnten die Mannheimerinnen nicht mehr nutzen. Stattdessen rief Düsseldorf acht Sekunden vor Ende im Mannheimer Schusskreis wegen absichtlichem Ins-Aus-Spielen die Videoschiedsrichterin an, die aber keine Entscheidung treffen konnte, sodass es auch im Damen-Finale ins Penaltyschießen gehen musste.

Tore:

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1:0    Emma Heßler (KE, 18.)
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1:1    Florencia Habif (KE, 54.)

Penaltyschießen:
–       Sonja Zimmermann scheitert zweimal an Natalie Kubalski.
2:1    Lilly Stoffelsma trägt den Ball fast ins Tor.
2:2    Lucina van der Heyde trifft.
3:2    Tessa Schubert verwandelt eiskalt.
–       Kubalski hält gegen Charlotte Gerstenhöfer.
–       Lisa Schneider gewinnt das Duell gegen Sara Strauß.
–       Clara Badia Bogner trifft nach außen gedrängt nur das Außennetz.
–       Lisa Nolte holt den Siebenmeter, Schneider hält gegen Luisa Steindor mit dem Schläger.
3:3    Martina Cavallero trifft.
4:3    Selin Oruz umkurvt Schneider und schiebt zum DM-Titel ein.

Strafecken:
DHC 2 (1 Tor) / MHC 4 (1 Tor)

Grüne Karte:
– / Lucina van der Heyde, MHC (56., unsportliches Verhalten)

Gelbe Karte:
Selin Oruz, DHC (54., ständiges Reklamieren) / –

Schiedsrichter*innen:
L. Fernkorn / F. Jung / L. Oßwald (Video)

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