Herren: Zweites Trophy-RemisDie Honamas kamen in London nach starker Schlussphase zu einem 4:4 gegen Belgien

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Herren: Zweites Trophy-Remis

Die Honamas kamen in London nach starker Schlussphase zu einem 4:4 gegen Belgien

Die deutschen Hockeyherren sind auch in der zweiten Partie der Champions Trophy am Samstag im Londoner Queen Elizabeth Olympic Park nicht über ein Unentschieden hinausgekommen. Beim 4:4 (2:2) gegen Belgien musste das Team von Valentin Altenburg im ersten Durchgang zweimal den Ausgleich hinnehmen. Im dritten Viertel gingen die Belgier nach einem Doppelschlag sogar in Führung, ehe die Deutschen im Schlussviertel wie zum Auftakt gegen Indien Comeback-Qualitäten bewiesen und sechs Minuten vor dem Ende ausglichen. In der Schlussphase war das deutsche Team sogar noch am Siegtreffer dran und muss nun in der dritten Partie gegen Australien unbedingt siegen, um noch Chancen auf das Spiel um Platz Eins zu haben.
Fotos: worldsportpics.com
„Das war natürlich schon ein anspruchsvolles Spiel, nicht nur durch den Gegner, sondern auch durch die sich immer wieder veränderten Wetterbedingungen“, stellte Bundestrainer Valentin Altenburg nach dem Schlusspfiff fest und ergänzte: „Daher war es schwer abzuschätzen, ob wir unseren Spielplan weiter fortsetzen konnten oder nicht. Diese Abwägung war auch für Spieler auf dem Platz schwer umzusetzen. Von daher war das im letzten Viertel auch eine ganz starke Leistung.“

Anders als zum Auftakt gestern gegen Indien ließen die Deutschen heute in der Anfangsphase den Gegner kommen. Nach drei Minuten brachte Timm Herzbruch die Kugel nach starker Vorarbeit über links erstmals in den belgischen Schusskreis. Über zwei Stationen landete der Ball bei Tobias Hauke, der sich nicht lange bitten ließ und die Kugel zur Führung in der rechten Ecke unterbrachte (3.). Das Tor brachte Deutschland nun mehr Sicherheit und die erste Strafecke: Tom Grambuschs Schlenzversuch wurde jedoch zur Langen Ecke abgelaufen, die ergebnislos blieb (8.).

Auf der anderen Seite brauchte Belgien über eine Viertelstunde, um seine erste Chance zu kreieren, Jérôme Truyens scheiterte aus spitzem Winkel aber an Nicolas Jacobi, der heute für Tobias Walter im deutschen Tor stand. Keine Minute später waren die Belgier erfolgreicher: Die deutsche Verteidigung konnte einen eher ungefährlichen Ball nicht richtig klären, Sébastien Dockier gab der Kugel aus kurzer Distanz den entscheidenden Touch zum Ausgleich (17.). Deutschlands Gegner kam nun besser in die Partie, Jacobi musste kurz darauf in höchster Not retten (23.).

Dann allerdings die zweite Strafecke für Deutschland: Diesmal kam Grambusch zum Schlenzer, Belgiens Goalie Vincent Vanasch konnte nur kurz klären, aus nächster Distanz hatte Marco Miltkau genug Zeit, um die Kugel im kurzen Winkel unterzubringen – 2:1 (24.). Vier Minuten vor der Pause war Jacobi dann noch einmal gegen Thomas Briels zur Stelle.

In der Zwischenzeit hatte es sich im Londoner Queen Elizabeth Olympic Park eingeregnet: Zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff stand das Wasser bereits auf Teilen des Platzes: Beide Mannschaften waren nun auf Ballsicherheit bedacht und versuchten den Gegner zu Fehlern zu zwingen. Tom Grambusch ging zwanzig Sekunden vor dem Halbzeitpfiff etwas ungeschickt in einen Zweikampf im eigenen Viertel, Belgiens erste – und insgesamt einzige – Strafecke war die folgenschwere, wenn auch harte Entscheidung.

Und die „Roten Löwen“ zeigten trotz widriger Wetterbedingungen einfallsreich: Das weite Rausspiel brachte Florent van Aubel wieder in den Schusskreis, in einer unübersichtlichen Szene konnte Arthur van Doren den Ball zum erneuten Ausgleich für die Belgier über die Linie drücken (30.). Unter strömendem Regen führten die Deutschen den Anstoß dann schon nicht mehr richtig aus, beide Teams eilten fünf Sekunden vor dem Pausenpfiff in die trockenen Katakomben.

Der zweite Durchgang begann dann auch mit knapp 40 Minuten Verspätung, nachdem der Platz erst vom Großteil der Pfützen befreit werden konnte. Die verlängerte Pause schienen die Deutschen besser verkraftet zu haben. Das Altenburg-Team kam mehrfach gefährlich ins belgische Viertel, blieben im Schusskreis aber zu ideenlos. Ein Umstand, der kurz darauf bestraft werden sollte: Erst rettete Oskar Deecke noch vor dem eigenen Tor (38.), dann verpasste Jacobi aber einen Ball von rechts knapp, Alexandre de Paeuw rutschte mit der Rückhand in den Querball und brachte Belgien mit seinem Treffer erstmals in Führung (39.).

Deutschland hatte sich noch nicht einmal mit dem dritten Gegentreffer abgefunden, da fing Florent van Aubel einen Rückpass auf Grambusch ab, zog nach rechts in den Kreis, verlud Jacobi und vollendete mit der Rückhand unter dem herauseilenden Torwart (41.). In der Folge Deutschland nun noch verunsicherter, das Spiel zerfahrener: Bei der dritte Strafecke zeigten sich Deutschlands Spezialisten zu ideenlos (50.), doch Deutschland kam dadurch wieder besser in die Partie: Wenige Sekunden später ließ Miltkau Hoffnung aufkommen im deutschen Lager.

Nachdem Vanasch einen Schuss von Herzbruch wieder nur kurz klären konnte, verkürzte der frisch gekürte Deutsche Feldmeister auf 3:4 (51.). Dann sah Belgien Grün (Thomas Briels nach Stockfoul) und Oliver Korn konnte im Nachfassen den Ausgleich markieren (54.). Auch Belgiens Videobeweis ließ das Schiedsrichtergespann den deutschen Treffer nicht zurücknehmen. Zwar musste dann noch einmal Jacobi gegen Cédric Charlier klären (56.), Deutschland war aber nun dichter am fünften Treffer als die Belgier.

Diese mussten sich in der Schlussphase auch bei ihrem Torwart Vanasch bedanken, der gegen Miltkau und Herzbruch (56./57.) das 4:4-Unentschieden auch bis zur Schlussminute festhielt. Mit Blick auf das bevorstehende schwere Spiel gegen Australien identifizierte Altenburg eine entscheidende Baustelle: „Ich bin zufrieden mit unserem Offensivspiel: schnell, hart, präzise. Das sah sehr eingespielt aus. Drei und vier Gegentore auf diesem internationalen Niveau sind aber zu viel. Wir brauchen jetzt im Hinblick auf Australien eine starke Defensivleistung, noch habe ich den Eindruck, dass wir nicht genug verteidigen, da fehlt uns etwas. Diese Defense reicht noch nicht, um Spiele zu gewinnen.“

Tore:
1:0 Tobias Hauke (3.)
1:1 Sébastien Dockier (17.)
2:1 Marco Miltkau (24., KE)
2:2 Arthur van Doren (30., KE)
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2:3 Alexandre de Paeuw (39.)
2:4 Florent van Aubel (41.)
3:4 Marco Miltkau (51.)
4:4 Oliver Korn (54.)

Strafecken:
GER 3 (1 Tor) / BEL 1 (1 Tor)

Grüne Karten:
--- / Thomas Briels, BEL (54., Stockfoul)

Schiedsrichter:
David Tomlinson (NZL) / Raghu Prasad (IND)

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