Hockey-Deutschland begeistern!Interview mit Reinhard Becker, dem Vorstandsvorsitzenden des Mannheimer HC

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"Ein Hockeyfest, das Deutschland begeistert!"

Interview mit Reinhard Becker, dem Vorstandsvorsitzenden des Mannheimer HC

23.05.2017 - In vier Tagen beginnen auf der Anlage des Mannheimer HC die D&S Final Four um die deutschen Meistertitel der Damen und Herren 2017. Ausrichter MHC hat – aufbauend auf den Erfahrungen der letztjährigen DM-Endrunde – an einigen Stellschrauben noch einmal gedreht, so dass, zum Beispiel mit der erstmaligen Nutzung des Videobeweises und dem Livespiel am Samstag bei Sport1, die Final Four noch professioneller und innovativer präsentiert werden als bei der ohnehin schon sehr erfolgreichen Auflage 2016. Der MHC-Vorstandsvorsitzende Reinhard Becker erzählt im Interview über seine Erwartungen, Hoffnungen und Einschätzungen.

Herr Becker, beide MHC-Teams haben sich für die Endrunde am Neckarplatt qualifiziert – das sind doch optimale Voraussetzungen für eine große Hockeyparty beim MHC, oder?
Reinhard Becker: „Das stimmt. Natürlich hatten wir gehofft, dass es klappen könnte. Aber dass sich nun beide Teams vorzeitig qualifizieren konnten ist auch ein Zeichen für die hervorragende Arbeit der Trainerteams und unseres Sportdirektors Peter Lemmen. Sowohl die Damen- als auch die Herrenmannschaft arbeiten seit einem Jahr auf dieses Event hin und wir sind sehr glücklich, nun eine perfekte Ausgangssituation für unseren Club an diesem Wochenende zu haben – eben um ein großes Hockeyfest in Mannheim zu feiern.“

Bereits zum zweiten Mal in Folge richtet der MHC die Endrunde um die Deutschen Feldmeisterschaften aus. Beschweren sich Ihre Mitglieder nicht über den immensen Aufwand, den eine solche Endrunde mit sich bringt?
Reinhard Becker: „Ganz im Gegenteil. Alle Mitglieder freuen sich auf das Final Four, welches ja wahrscheinlich das letzte in dieser Form sein wird. Wir haben ein sehr großes Team an erfahrenen Mitgliedern, die schon seit knapp zehn Jahren diverse Events im MHC organisieren. Der Aufwand ist groß, das stimmt. Aber, wenn ich am Wochenende über die Anlage laufe und die vielen zufriedenen und glücklichen Gesichter sehe, dann weiß ich, es war richtig, das Final Four nochmals nach Mannheim zu holen.

Die finanzielle Vorleistung seitens des MHC dürfte ja auch erheblich sein – wie bewerten Sie das Engagement Ihrer Partner und Sponsoren? Erfährt die Endrunde den Stellenwert, den Sie sich von Ihren Partnern erhofft hatten?
Reinhard Becker: „Der Stellenwert der Endrunde bei unseren Partnern und Sponsoren ist sehr hoch. Wir konnten mit der Endrunde im Vorjahr einen Standard setzen, der auch unsere Sponsoren beeindruckt hat und wir können uns dank der Partner glücklich schätzen, erneut mit einer schwarzen Null zu planen – was durchaus realistisch erscheint, beileibe aber keine Selbstverständlichkeit ist. Natürlich ist insbesondere der Aufwand bei der TV-Produktion nicht zu unterschätzen - doch nur so war es uns möglich, für unsere Sponsoren einen erheblichen Mehrwert zu schaffen. Wir mussten also investieren, um im Endeffekt zu profitieren.“

Im vergangenen Jahr gab es Lob von allen Seiten – gibt es überhaupt noch Steigerungspotenzial im organisatorischen Bereich?
Reinhard Becker: „Vielen Dank für diese Einschätzung. Dieses Lob möchte ich vor allem erst einmal an den gesamten Club weitergeben. Denn rund 100 Ehrenamtliche haben an diesem Event mitgewirkt und wir sind alle sehr stolz, dass die Endrunde im letzten Jahr so positiv angekommen ist. Wir versuchen in diesem Jahr neue Wege in der Präsentation der Sponsoren am Spielfeldrand zu gehen: Erstmals wird es bei einer Deutschen Endrunde LED-Banden am Spielfeldrand geben. Wir möchten den Partnern, die diese DM finanziell unterstützen und ermöglichen, eine optimale Präsentationsfläche bieten. Dazu kommt das Pilotprojekt Videobeweis. Wir haben durch die umfassende TV-Produktion nun die Möglichkeit, das Spiel noch ein bisschen fairer und für den Zuschauer interessanter zu machen. Ich hoffe, die Spieler gewöhnen sich schnell an diese neue, tolle Möglichkeit.“

Wie bewerten Sie die Live-Übertragung des Halbfinals zwischen dem Mannheimer HC und Uhlenhorst Mülheim auf Sport1?
Reinhard Becker: „Ich denke, das ist ein riesen Schritt für das nationale Club-Hockey. Endlich ist wieder ein Spiel live im deutschen Free-TV. Ich möchte hier insbesondere auf die gute Zusammenarbeit unserer Geschäftsstelle mit der Event-Abteilung des DHB um Jan Fischer hinweisen, die diesen Deal mit viel Beharrlichkeit und Verhandlungsgeschick möglich gemacht haben. Ich freue mich auf ein hoffentlich spannendes Spiel mit dem besseren Ende für den MHC. (lacht).“

Bei der Hallenendrunde im Februar gab es bekanntlich viele Diskussionen im Halbfinale beim Penalty-Shootout. Hoffen Sie, ein ähnliches Vorkommnis mit dem erstmals möglichen Videobeweis bei der Endrunde zu verhindern?
Reinhard Becker: „Wie schon gesagt – ich hoffe, dass wir mit dem Videobeweis zu einer noch faireren und spannenderen Endrunde beitragen können. Es wird interessant sein, in die Gesichter der Zuschauer auf der Anlage zu schauen, wenn eine Szene über den Videoschiedsrichter auf der Videowand im Stadion aufgelöst wird. Der Videobeweis ist auf jeden Fall ein Gewinn für das Spiel – das hat sich international gezeigt – und sollte auch in Deutschland weiterverfolgt werden.“

Wenn Sie am Montagmorgen die Zeitung aufschlagen: Welche Überschrift wollen Sie bezüglich der Endrunde beim MHC lesen?
Reinhard Becker: „Mannheim hat ein Hockeyfest gefeiert, das Deutschland begeistert hat.“

Alle Informationen zur Endrunde:

www.hockeyfinalfour.de

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