Specialhockey aufgenommen!Großer Erfolg: Aufnahme als Demosportart bei den Special Olympics World Games 2023 in Berlin

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Feldhockey in Special-Olympics-Familie aufgenommen!

Großer Erfolg: Aufnahme als Demosportart bei den Special Olympics World Games 2023 in Berlin

03.12.2020 - Große Freude beim Deutschen Hockey-Bund und den internationalen Hockeyverbänden FIH und EHF über eine Nachricht von den Organisatoren der Special Olympics World Games 2023: Gemeinsam mit Rudern wurde Specialhockey - international Hockey ID (Intellectual Disability) – als Demonstrationssportart für das bedeutendste weltweite Sportereignis für Menschen mit geistiger Behinderung aufgenommen, das vom 17. bis 24. Juni 2023 in Berlin stattfinden wird. Die Bewerbung des DHB hat Special Olympics Deutschland und die Organisatoren überzeugt.

DHB-Präsidentin Carola Meyer: „Man kann sich gar nicht vorstellen, welche Freude die Nachricht bei uns allen ausgelöst hat, dass wir uns mit Specialhockey erfolgreich als Demonstrationssportart für die Special Olympics World Games 2023 in Berlin bewerben konnten. Es ist so ein wichtiger Schritt, mit Feldhockey in der Special-Olympics-Familie vertreten zu sein! Diese Bewerbung wurde durch viele Briefe verschiedener internationaler Verbände, der FIH und der EHF unterstützt, was sicherlich ein entscheidendes Kriterium für Hockey war, um sich mit der Bewerbung gegen starke Konkurrenz durchzusetzen. Ein so schöner Erfolg am Ende eines auch für unseren Sport nicht einfachen Jahres, den wir gemeinsam mit unseren Hockeyfreunden weltweit feiern dürfen! Unsere Glückwünsche gehen auch an den Deutschen Ruder-Verband, der diesen Schritt ebenso machen konnte“.

FIH-Präsident Dr. Narinder Dhruv Batra: „Die FIH legt großen Wert auf Inklusion, und die Nachricht, dass Hockey ID bei den Special Olympics World Games 2023 in Berlin eine Demonstrationssportart sein wird, zeigt die enormen Fortschritte, die in der internationalen Hockey-Gemeinschaft in diesem Bereich unseres Sports gemacht werden. Wir gratulieren Norman Hughes* und seinem Team zu der Arbeit, die sie in diesem Bereich geleistet haben. Und wir sind dem DHB und Special Olympics Germany unendlich dankbar, dass sie uns diese Möglichkeit geboten haben. Und wir müssen anerkennen, dass dies zwar gewaltige Leistungen sind, aber wir dürfen hier nicht stehen bleiben. Wir müssen jetzt mit der Unterstützung der kontinentalen und nationalen Verbände weiter vorwärts gehen, um sicherzustellen, dass der inklusive Charakter von Hockey ID den Hockey-Familien in allen Teilen der Welt zur Verfügung steht.“

EHF-Präsidentin Marijke Fleuren: „Dass es mich freut, dass Hockey ID die Chance erhält, als Demonstrationssportart an den Special Olympic World Games teilzunehmen, wäre eine Untertreibung. Ich bin begeistert und emotional gerührt, dass unsere Athletinnen und Athleten ihr Können auf einer solchen Plattform zeigen können. Sie haben es verdient, ebenso wie ihre Eltern und Fans, die sie auf ihrem Weg zur Teilnahme an unserem Sport zu 100 Prozent unterstützt haben. Von meiner Seite ein herzliches Dankeschön an Norman Hughes* und Natascha Bruers** für ihre unermüdliche Arbeit und ihren Enthusiasmus sowie an den DHB und Special Olympics Deutschland, die dies möglich gemacht haben".

Special Olympic World Games: 7.000 Athlet*innen aus 170 Nationen

Etwa 7.000 Athletinnen und Athleten aus über 170 Nationen werden in zweieinhalb Jahren in Berlin an den Special Olympics World Games teilnehmen. Dazu die beiden Demonstrationssportarten Specialhockey und Rudern.

Thomas Gindra, Vizepräsident Sport bei Special Olympics, zur Entscheidung: „Alle Bewerbungen waren überzeugend, aber Feldhockey und Rudern hatten am Ende leicht die Nase vorn. Es sind etablierte Sportarten, die jede Menge Potenzial haben, um gemeinsam mit Special Olympics die inklusive Sportlandschaft in Deutschland voran zu bringen. Wir wollen mit Feldhockey und Rudern ein starkes Zeichen setzen, dass immer mehr Sportarten und Vereine sich der Bewegung von Special Olympics anschließen und so die Lebenssituation von Menschen mit geistiger Behinderung verbessern.“

„Seit der Vergabe der Special Olympics World Games 2023 nach Berlin war unser Ziel klar: Wir wollten auf jeden Fall in Berlin dabei sein! Dass wir nun als Demonstrationssportart offiziell Teil der SOWG sind, ist ein riesiger Schritt, besonders auch für die weltweite Entwicklung von Specialhockey in den Ländern und über die Fachverbände hinaus“, so Linda van Overmeire-Sandkaulen, die Beauftragte für Inklusion und Specialhockey beim DHB. „Für die Hockeyspielerinnen und -hockeyspieler werden die Spiele und die Begegnung mit Sportlerinnen aus aller Welt ein ganz besonderes Erlebnis sein! Ich freue mich bereits auf die strahlenden und emotionalen Gesichter. Aber auch auf die kommenden drei Jahre, in denen wir uns gemeinsam für die Weiterentwicklung von Special Hockey einsetzen können.“

Das sieht Maren Boyé, DHB-Direktorin für Sportentwicklung ähnlich: „Diese Zusage ist eine Belohnung für alle Engagierten in den Vereinen und Verbänden in diesem Bereich. Und sie gibt gleichzeitig auch allen Specialhockeyspieler*innen in Deutschland und der ganzen Welt eine wunderbare Zukunftsperspektive und die Möglichkeit, auf einer internationalen Bühne zu glänzen.  Wir sind zuversichtlich, dass die Teilnahme bei den Special Olympics World Games 2023 in Berlin viele weitere Nationen inspirieren und motivieren wird, Hockey ID zu entwickeln, beziehungsweise weiter nach vorn zu bringen. Wir sind bereits in engem Austausch mit den Verantwortlichen von Special Olympics Deutschland und deren lokalem Organisationskomitee für die Spiele, wie auch mit FIH und EHF und ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit hinsichtlich der Vorbereitungen auf Berlin 2023. Wir fiebern alle einem tollen Wettbewerb entgegen.“

Zwei stolze Botschafter des Sports

Der DHB entsendet seit 2014 Nationalteams zu Specialhockey-Turnieren in Europa, die oft auch parallel zu den EuroHockey Nations Championships der EHF ausgetragen werden – wie bei den letzten Europameisterschaften 2015 in London, 2017 in Amsterdam und 2019 in Antwerpen. Seit diesem Jahr hat Special Hockey mit Selin Oruz, der Bronzegewinnerin von Rio 2016, und Mahmut Gerdan, einem Aktiven des Specialhockey Team Germany aus Mönchengladbach, zwei Botschafter, die sich im Vorfeld der Bewerbung für die Aufnahme des Sports als Demonstrationswettbewerb in Berlin 2023 einsetzten.

„Ich bin eine sehr stolze Botschafterin des Specialhockey Teams Germany“, äußerte sich Selin Oruz, als sie die Nachricht von der erfolgreichen Bewerbung bekam. „Und ich wünsche unserem Team ganz viel Freude bei den Special Olympics World Games 2023 in Berlin!“

„Das ist eine Hammer-Nachricht!“, freute sich Mahmut Gerdan, der selbst schon als Aktiver an einer Europameisterschaft im Specialhockey teilnahm. „Es ist super, dass wir dabei sein dürfen in Berlin. Bis dahin werden wir kräftig trainieren, um noch besser zu werden. Vor eigenem Publikum in Deutschland ein solches Turnier zu spielen, ist etwas ganz Besonderes!“

*Norman Hughes ist der für Specialhockey (Hockey ID) beim Weltverband zuständige Projektleiter, der zusammen mit **Natascha Bruers, Sportdirektorin von Special Olympics Niederlande, seit 2015 die Aufnahme von Special Hockey in den Wettbewerbskalender der Special Olympics World Games begleitet.

Foto unten groß: Olympiasiegerin Natascha Keller freut sich mit den drei Berliner-Brandenburger Specialhockey-Aktiven, Jerry Kosseck, Marius Schwahn und Kevin Waskowsky

Foto rechts Mitte: Die beiden DHB-Botschafter für Specialhockey, Mahmut Gerdan und Selin Oruz.

Fotos: worldsportpics.com (3), SOD (1), DHA (1)

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