DANAS: Unbefriedigendes Remis22. Juni in Velbert: Deutschland – Kanada 1:1 (1:1)

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DANAS: Unbefriedigendes Remis

22. Juni in Velbert: Deutschland – Kanada 1:1 (1:1)

22.06.2018 - Im zweiten WM-Vorbereitungsspiel in Velbert hat das deutsche Damenteam gegen den Weltranglisten-Zwölften Kanada „nur“ 1:1-Unentschieden gespielt. Dabei vergaben die DANAS aber allein zwölf von dreizehn Strafecken. Kanada, für das es das erste Match in Velbert war, wirkte griffig und frisch, während man den Deutschen die Strapazen des Lehrgangs schon anmerkte. Nike Lorenz hatte die DHB-Auswahl in Führung gebracht, doch fast postwendend glich Kanada aus. Das dritte und letzte Spiel in Velbert findet nun am Sonntag um 14 Uhr wieder gegen Irland statt. Danach wird Reckinger seinen WM-Kader bekanntgeben.

Xavier Reckinger: „Kanada spielt immer sehr athletisch – das ist deren Stil, und damit hatten wir heute, mit dem harten Lehrgang in den Knochen, so unsere Probleme. Dadurch waren wir oft einen Bruchteil zu spät in unseren Aktionen, was über Erfolg oder Misserfolg zum Beispiel beim Torschuss entscheidet. Nun hatte ich heute auch viel Erfahrung nicht auf den Platz gebracht, sondern mit einer jungen Mannschaft gespielt und zudem einige Spielerinnen auf anderen Positionen eingesetzt, so dass die Verlinkung in den Ebenen nicht wie gewohnt da war. Aber auch das wird sich später auszahlen. Die Mädels haben versucht, auf dem Platz taktische Lösungen zu finden, aber dann noch nicht konsequent genug angewendet. Zurzeit kommen unsere Gegner nicht durch eigene Aktionen, sondern durch unsere Fehler zu Toren. Das werden wir bis zur WM stark minimieren, und dann wird es schwer, uns zu schlagen.“

Kanada trat zu Beginn sehr selbstbewusst auf und kam in 1. Minute schon zu einem Torschuss, den Julia Ciupka im deutschen Tor zur Langen Ecke klärte. Die Gäste pressten den deutschen Aufbau früh, was in der Anfangsphase zu ein paar Ballverlusten im Vorwärtsgang führte. Mit dem ersten Angriff hätte es 1:0 stehen müssen, weil ein Ball von Hanna Gablac durch die Schienen der Keeperin ins Tor trudelte. Die Schiedsrichterinnen standen aber zu ungünstig, um zu sehen, dass die Kugel erst hinter der Torlinie geklärt wurde (5.). Marie Mävers hatte die nächste Großchance, als sie einen Abpraller Richtung Tor brachte, aber die Kugel als Bogenlampe knapp links neben den Pfosten tropfte (8.).
Nach Konter gab es die erste Ecke für die Gäste, als Hanna Granitzki in der 11. Minute im eigenen Kreis den Ball verlor. Im Nachschuss war es gefährlich, weil eine Stürmerin frei vom Kreisrand schlagen durfte, doch sie traf den Fuß einer eigenen Mitspielerin. Doch die Gäste blieben dran, fingen erneut früh einen Ball ab, so dass Ciupka zwei Mal in Folge in höchster Not eingreifen musste. Die Deutschen in dieser Phase nicht griffig und konzentriert genug. Ciupka bekam viel mehr zu tun, als es nötig gewesen wäre.
In der 15. Minute gutes Solo von Teresa Martin Pelegrina, die die kanadische Keeperin prüfte und dann mit dem Rebound die erste Ecke holte, aus der die zweite resultierte. Notmans Schuss wurde pariert, doch mit dem Nachschuss gab es Ecke Nummer drei und dann – da die Zeit des ersten Viertels schon vorbei war – auch noch die vierte. Die Keeperin klärte auf Kosten der fünften Ecke in Folge. Doch auch die brachte nichts Zählbares.
Die erste gute Chance des zweiten Viertels hatte erneut Gablac, die beim Schuss aber noch bedrängt wurde und leicht verzog. Cecile Pieper holte im Anschluss die sechste deutsche Ecke (18.). Die Ablage auf Lena Micheel brachte aber keine Gefahr. Die DANAS versuchten sich nun festzusetzen, hatten aber noch zu oft leichte Fehler im Aufbau. Micheel und Mävers kreierten aber kurz darauf die bislang beste Chance, bei der die kanadische Keeperin Kaitlyn Williams mehrfach ihre ganze Klasse zeigen musste, um das 1:0 zu verhindern.
In der 22. Minute die siebte Ecke, die Nike Lorenz nun wuchtig links oben ins Eck schlenzte und damit für das überfällige 1:0 sorgte. Im Gegenzug gab es die zweite Ecke für Kanada. Und die wurde als Flachschlenzer aufs linke untere Eck gespielt, wo Rachel Donohoe den Ball noch unhaltbar für Ciupka abfälschte. In der Schlussphase des zweiten Viertels hatte Hanna Gablac noch eine Großchance, die sie aber nicht nutzen konnte.

Zu Beginn der zweiten Hälfte griff Kanada frech an, hatte auch zwei Chancen, ehe sich die Deutschen langsam die Kontrolle zurückholten. Alisa Vivot eroberte den Ball im kanadischen Kreis, setzte sich durch, aber verfehlte das Tor aus spitzem Winkel knapp links (35.). Kurz danach die achte deutsche Ecke, die die in die neunte und zehnte mündete. Doch daraus ergab sich nur eine Lange Ecke. Es dauerte bis zur 26. Minute ehe Martin Pelegrina die nächste Ecke erarbeitete. Den Flachschuss von Notman aufs untere linke Eck hielt Williams aber erneut gut. Schrecksekunde dann für Kanada, als die linke Verteidigerin im Kreis umknickte und sich das Knie verdrehte. Sie musste draußen behandelt werden.
Es ging also mit dem 1:1 auch ins letzte Viertel, wo erneut Kanada die ersten Akzente setzte. Dem deutschen Spiel fehlte in dieser Phase Struktur. Kanada kam daher immer wieder in Konterposition, so dass sich in der 49. Minute auch Debütantin Nathalie Kubalski, die die zweite Halbzeit das Tor hütete, erstmals auszeichnen musste. Auf der anderen Seite holte Granitzki die zwölfte Ecke (51.), die aber erneut von Williams zur Langen Ecke geklärt wurde. Zu oft fehlte dem deutschen Angriff die Genauigkeit im letzten oder schon vorletzten Pass, um die griffige Abwehr richtig auseinander zu reißen.
In der Schlussphase pressten die DANAS den Gegner nochmal stark, um noch zum Siegtreffer zu kommen. Nach Foul an Vivot gab es die 13. Ecke fürs DHB-Team, die verstoppt und von Nike Lorenz im Nachschuss links neben das Tor gesetzt wurde. Im Konter hatte Kanada sogar noch die Großchance aufs Führungstor, doch die Kugel lief knapp links am Tor vorbei. Kurz darauf musste Lorenz sogar für Kubalski auf der Linie klären. Es blieb letztlich beim 1:1.

Tore:
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1:0       Nike Lorenz (KE, 22.)
1:1       Rachel Donohoe (23.)
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Ecken:
GER 13 (1 Tor) / CAN 2 (kein Tor)

Schiedsrichter:
Laurine Delforge (BEL) / Alison Keogh (IRL)

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