1. BL: hockeyliga auf ZielgeradeLetzter Endrundenplatz bei Herren und erstes EHL-Ticket für Damen noch offen

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1. BL: Wespen- und TSVM-Damen im Fernduell um Klassenerhalt

Letzter Endrundenplatz bei Herren und erstes EHL-Ticket für Damen noch offen

09.05.2019 – Endspurt in der hockeyliga: Während viele Entscheidungen schon gefallen sind, sind drei Fragen noch offen. Die UHC-Damen brauchen noch einen Punkt, um als erstes deutsches Team Teilnehmer der EHL-Premiere 2020 zu werden. Im Tabellenkeller setzen die Zehlendorfer Wespen und der TSV Mannheim ihr Fernduell um den Ligaverbleib fort. Bei den Herren steht eine letzte Entscheidung im Kampf um den verbleibenden Final-Four-Platz an.

Soviel ist klar: Mülheims Herren fahren zum Europapokal und gemeinsam mit Rot-Weiss Köln und UHC Hamburg zur Deutschen Endrunde nach Krefeld. Düsseldorf und Blau-Weiss Berlin steigen aus der hockeyliga ab. Bei den Damen stand das Final-Four-Quartett schon sehr früh im Laufe der Saison fest und Bremens Damen treten als Aufsteiger gleich wieder die Reise in Liga zwei an.

Wer die Damen aus der Hansestadt dabei begleitet, entscheidet sich Sonntag: die Zehlendorfer Wespen oder der TSV Mannheim. Die besseren Karten hat dabei der Aufsteiger aus Berlin. Nach dem Punktgewinn beim Münchner SC haben die Wespen bequeme drei Zähler Vorsprung auf den TSV Mannheim, der mit zwölf Punkten auf dem Abstiegsplatz weilt. Dem Team von Trainer Carsten Vahle reicht also in der Partie gegen den Harvestehuder THC ein Punkt, die Stimmung in der Mannschaft ist daher sehr gut. „Wir glauben fest daran, dass wir die Klasse aus eigener Kraft halten können und werden“, ist sich Vahle sicher. „Prinzipiell haben wir mit dem HTHC einen Gegner, gegen den der eine Punkt machbar ist.“ Sollte es mit dem einen Zähler aber nicht klappen, wird es für die Berliner noch einmal eng, denn Mitkonkurrent TSV Mannheim tritt gegen den Mannheimer HC an.

Bekanntlich haben Lokalderbys ihre eigenen Gesetze und der TSV im Vergleich zu den Wespen dann das bessere Torverhältnis. TSV-Coach Carsten-Felix Müller weiß, dass trotzdem keine leichte Aufgabe auf seine Damen wartet: „Uns ist klar, dass es nicht mehr in unserer Hand liegt. Und uns ist auch klar, dass der MHC noch Erster werden kann.“ Vorentschieden will Müller das Spiel aber nicht wissen: „Mentalität kann Qualität gerne auch mal schlagen.“ Er weiß um Offensivstärke, Athletik und technische Fähigkeiten des Gegners und will daher in die Offensive gehen: „Wir müssen die Initiative ergreifen, sonst laufen wir nur hinterher und die Gegentreffer fallen zwangsläufig.“ Der Mannheimer HC (51 Punkte) muss das Lokalderby gegen den TSV gewinnen und gleichzeitig auf einen Ausrutscher des UHC Hamburg (54) hoffen, will er noch das begehrte erste EHL-Ticket des Liga-Spitzenreiter lösen.

Das haben, Stand jetzt, die Hamburgerinnen inne, die am Sonntag zum Berliner HC reisen – niemals eine leichte Aufgabe. Da es für die deutschen Teams aufgrund des kleineren Damen-Feldes nur zwei EHL-Startplätze gibt, spielen die Platzierungen in der Abschlusstabelle nur für die späteren DM-Halbfinalpaarungen eine Rolle. Das zweite EHL-Ticket wird im Finale der Deutschen Meisterschaft in Krefeld vergeben. Verliert der MHC gegen den TSV, könnten die Düsseldorfer Damen (49 Punkte) an den Kurpfälzerinnen vorbei auf Rang zwei ziehen. Dazu müsste im Topspiel beim Club an der Alster der Tabellennachbar (45 Zähler) geschlagen werden. Rot-Weiss Köln (29, bei Absteiger Bremer HC) und Uhlenhorst Mülheim (27, beim Münchner SC) liefern sich ein Fernduell um den (bedeutungslosen) fünften Rang hinter den Final-Four-Platzierungen.

Bei den Herren ist die Abstiegsfrage hingegen seit dem vorletzten Spieltag vollständig geklärt. Beide Absteiger verabschieden sich mit spannenden Derbys aus der Königsklasse: Blau-Weiss empfängt im Lokalderby den Berliner HC, der Düsseldorfer HC begrüßt im Rheinderby den Tabellenzweiten Rot-Weiss Köln. Die Domstädter haben ihre Platzierung genauso sicher, wie die Mülheimer „Uhlen“ (beim Crefelder HTC), die als Ligasieger ins Final Four gehen. Für den weiteren Verlauf unbedeutend ist das Lokalderby der Polo-Herren (6.) bei Alster (10.). Richtig spannend wird es aber in der Tabellenregion von Platz drei bis fünf – vor allem für den Harvestehuder THC (5., 36 Punkte) und den Mannheimer HC (4., 38). Der UHC Hamburg (3., 40) hat das Final-Four-Ticket mit dem 5:1-Sieg beim Hamburger Polo Club bereits gelöst und kann aus eigener Kraft Platz drei sichern. Dessen direkter Konkurrent HTHC muss sich in der Partie am Wesselblek ordentlich strecken und zudem auf einen Ausrutscher des Mannheimer HC gegen Nürnberg hoffen, um noch an das vierte und letzte Endrundenticket zu gelangen. „Schon vor dem vergangenen Wochenende war klar, dass wir gegen den UHC gewinnen müssen“, gibt HTHC-Trainer Christoph Bechmann die Marschrichtung vor. Die in der Gesamtrechnung unglückliche Sonntagsniederlage gegen den Tabellenzehnten Alster ist dabei verdaut und spielt in den Köpfen seiner Jungs keine Rolle mehr. „Das Spiel ist abgehakt, die Niederlage geht in Ordnung“, erklärt Bechmann und richtet den Blick auf Sonntag: „Das ist ein neues Spiel, ein neues Derby. Wir werden alles versuchen, um den UHC zu ärgern.“

Ob sich die HTHCer bei einem möglichen Sieg dann auch selber noch mehr freuen können, wird rund 500 Kilometer weiter südlich entschieden. Dort empfängt der Tabellenvierte MHC den Nürnberger HTC. Und Mannheims Coach Michael McCann freut sich auf das nächste Entscheidungsspiel: „Die Partie gegen Nürnberg ist wie ein Viertelfinale für uns. Wir haben diese Saison bei der EHL in Barcelona und Eindhoven bereits viele Knock-out-Spiele gehabt. Daher sind wir auf diesen Druck sehr gut vorbereitet.“ Auch wenn der MHC mit Verletzungen zu kämpfen hat, auf die Einsätze von Felix Schües, Jossip Anzeneder und Philipp Huber verzichten muss und auch hinter Danny Nguyen, Jan-Philipp Fischer und Lucas Vila Fragezeichen stehen, sieht McCann sein Team kaum geschwächt: „Wir haben in der EHL im Spiel um Platz drei gezeigt, wie stark wir in solchen Phasen als Team sind, wie breit wir aufgestellt sind.“

Neben dem Final-Four-Ticket ist für Mannheim, wenn bei eigenem Sieg der UHC gegen den HTHC patzt, auch noch Platz drei drin. Der kann schon Europa bedeuten: Wenn sich nämlich im ersten Halbfinale Ligasieger Mülheim gegen den Tabellenvierten durchsetzt, sind für die beiden Teilnehmer des zweiten Halbfinals bereits vor dessen Start die EHL-Fahrscheine Nummer zwei und drei reserviert.

Für genug Spannung ist also bei Damen (alle Spiele ab 11.30 Uhr) und Herren (Anpfiff aller Partien 14 Uhr) auch am letzten Spieltag diesen Sonntag gesorgt. (ao)

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