Masters: DHB-Team SiegerDie deutschen Hockey-Herren haben die ERGO Masters in Düsseldorf und damit die olympische Generalprobe gewonnen.

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Masters: DHB-Team Sieger

Die deutschen Hockey-Herren haben die ERGO Masters in Düsseldorf und damit die olympische Generalprobe gewonnen.

Die deutschen Hockey-Herren haben die ERGO Masters 2016 in Düsseldorf und damit die olympische Generalprobe gewonnen. Im letzten Spiel des Turniers gelang ein 3:2 (3:0) gegen die Erzrivalen aus den Niederlanden. Das deutsche Team führte in einer bärenstarken Anfangsphase schnell mit 3:0, doch die Niederlande kamen mit einem Doppelschlag zurück, sodass es im Schlussviertel eine ebenso dramatische wie emotionale Partie wurde, aus der die DHB-Mannen am Ende verdient als Sieger hervorgingen. DHB-Kapitän Moritz Fürste wurde im Rahmen der Siegerehrung zum besten Spieler des Turniers gekürt. Teamkollege Nicolas Jacobi zum bester Torhüter. In der Individualwertung der besten Nachwuchsspieler gewann der Belgier Arthur van Doren.

„Es gab in letzter Zeit ein paar Spiele, in denen wir schnell deutlich geführt haben. Und auch hier haben wir die Konsequenz, das Ergebnis entscheidend weiter auszubauen, zu spät gebracht. Holland hat zweifellos mehr Qualität, als sie in der ersten zwei Vierteln gezeigt haben. Und man kann auch nicht erwarten, dass es nach einem so schnellen 3:0 gegen den vermeintlich besten Keeper der Welt dann einfach so weitergeht. Aber man darf es dann auch nicht so aus der Hand geben. Letztlich bin ich mit der Gesamtentwicklung aber sehr zufrieden. Wir haben jetzt lange nicht mehr verloren, und wenn wir unsere Leistung bringen, dann sind wir eine Mannschaft, die schwer zu schlagen ist. Das kann uns Auftrieb geben in Phasen, in denen es mal nicht so läuft, dass wir wissen, wozu wir in der Lage sind. Die Mannschaft hat jetzt zwei Wochen Pause, praktisch Schlägerverbot. Und in Rio vor Ort holen wir uns mit drei Trainingsspielen den Touch wieder.“

Das deutsche Team legte einen furiosen Start hin. Mit aggressivem Pressing überfiel man den Gegner, kam schnell zu den ersten Chancen und auch zum ersten Treffer. Linus Butt bekam in der 3. Minute den Ball auf der rechten Seite, drang dort in den Kreis ein und traf aus spitzem Winkel. Deutschland hielt den Druck enorm hoch, ließ das Oranje-Team überhaupt nicht zur Entfaltung kommen. Nach einem Schrubber von Tobias Hauke in den Kreis stand Timur Oruz am rechten Torpfosten richtig und markierte per Stecher das 2:0 (6.). Und wiederum drei Minuten später stand es dann auch schon 3:0. Florian Fuchs nahm den Ball, dribbelte von links nach rechts durch den Kreis und schloss mit der Vorhand flach in die lange Ecke ab (9.). Die Niederlande sahen sich vor ernsthafte Probleme gestellt, bekamen keinen Zugriff auf das Spiel. Der Europameister kam im ersten Viertel nicht einmal wirklich gefährlich vor das deutsche Tor. Die Defensive um Kapitän Moritz Fürste und Martin Häner agierte ungemein aufmerksam, leitete schnell Gegenangriffe ein. So suchte Christopher Rühr zum Beispiel den durchgestartete Florian Fuchs, aber Oranje-Keeper Jaap Stockmann klärte den etwas zu lang geratenen Ball am Kreisrand in Golfer-Manier (14.).

Nach der ersten Viertelpause wurde es auf dem Platz etwas ausgeglichener, doch das deutsche Team hatte das Geschehen weiter gut im Griff und kam immer wieder gefährlich vor das niederländische Tor. Nur nachlegen konnten die DHB-Herren in dieser Phase nicht. In der 26. Minute gab es die erste Strafecke für Holland – und damit auch die erste ernstzunehmende Torchance. Spezialist Mink van der Weerden trat an, verzog allerdings knapp links.

Die Partie verflachte in den Minuten nach der Halbzeitpause etwas, aber das deutsche Team knüpfte nahtlos an die Leistung vor der Pause an, stand defensiv weiter sicher und spielte kontrolliert nach vorn. Die Niederländer bekamen nach wie vor kaum Zugriff auf das Spiel, konnten ihr Offensivspiel nicht aufziehen. In der 42. Minute gab es für ein Foulspiel eine Gelbe Karte für Oliver Korn und eine Strafecke. Wieder schoss van der Weerden, diesmal jedoch parierte Keeper Nicolas Jacobi stark. Kurz vor der letzten Viertelpause schlug Holland praktisch aus dem Nichts zum ersten Mal zu. Mink van der Weerden fasste sich ein Herz und zog aus zehn Metern einfach mal mit der Vorhand ab und traf (43.). Und aus ähnlicher Situation – mittig vom Kreisrand – legte Billy Bakker mit einem trockenen Vorhandschuss zum 2:3 nach (45.). Das Spiel war plötzlich wieder völlig offen.

Die Niederländer begannen das Schlussviertel mit einer Druckphase, drängten auf den Ausgleich. Erneut prüfte Billy Bakker Nico Jacobi, doch der deutsche Keeper bestand (50.). Nach einem heftigen Foulspiel an Christopher Rühr gab es eine Zehn-Minuten-Zeitstrafe gegen Glenn Schuurman sowie die erste und einzige Strafecke für Deutschland. Moritz Fürste setzte zum Flachschlenzer an, zielte aber knapp links vorbei (51.). Deutschland spielte den Rest des Spiels in Überzahl, es entwickelte sich allerdings ein offener Schlagabtausch, der mitunter etwas emotional war und einen Konter nach dem anderen hervorbrachte. In der 54. Minute bekam Holland noch eine Ecke nach einem Fußspiel im Kreis, doch der starke Jacobi war erneut gegen van der Weerden zur Stelle. Florian Fuchs wurde noch zwei Mal mit langen Bällen bedient, kam aber nicht richtig zum Abschluss. Die letzte Chance hatte Christopher Rühr, der noch einmal in den Kreis eindrang, seinen Lupfer allerdings am langen Pfosten vorbei setzte (60.).

Tore:
0:1 Linus Butt (3.)
0:2 Timur Oruz (6.)
0:3 Florian Fuchs (9.)
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1:3 Mink van der Weerden (43.)
2:3 Billy Bakker (45.)

Strafecken:
NED 3 (kein Tor) / GER 1 (kein Tore)

Grüne Karten:
Valentin Verga (12.) / Mats Grambusch (21.)

Gelbe Karten:
Mirco Pruijser (43.), Bob de Voogd (46.), Glenn Schuurman (52.) / Oliver Korn (42.)

Zuschauer: 1800

Schiedsrichter:
Martin Madden (SCO) / Sebastien Duterme (BEL)

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