Vom Küken zum FührungsspielerTimm Herzbruch ist nach langer Verletzung zurück und bereit, Verantwortung zu übernehmen

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Vom Küken zum Führungsspieler

Timm Herzbruch ist nach langer Verletzung zurück und bereit, Verantwortung zu übernehmen

03.06.2021 - Timm Herzbruch ist unzweifelhaft einer der besten Offensivspieler im Hockey weltweit. Der Mülheimer hat einen unglaublichen Zug in den Kreis und Richtung Tor. Dass Timm zum Aufgebot der Honamas für die EM und Olympia gehört, überrascht daher wohl niemanden. Und dennoch stand es lange auf der Kippe. Im Juli 2020 wurde beim Studenten der Wirtschaftswissenschaften an der Fernuni Hagen ein Knorpelschaden im Knie diagnostiziert. In einer Operation wurden am Knochen Mikrofrakturierungen gesetzt, damit sich der Knorpel neu bilden konnte.

Für den schon zuvor häufiger von Verletzungen geplagten Stürmer begann eine lange Zeit der Reha. Beim Physio-Team von „Fusion5“  in Essen ackerte der Bronzemedaillengewinner von 2016 für sein Comeback. Vier Wochen ging er zur stationären Reha nach Donaustauf zu Klaus Eder, dem langjährigen Physiotherapeuten des DOSB und der Fußball-Nationalmannschaft. „Da hatte ich den ganzen Tag Programm“, erinnert sich Herzbruch zurück. Es hat sich ausgezahlt: Seit der Bundesliga-Rückrunde ist Timm zurück auf dem Kunstrasen.

Er hat die Verletzungen inzwischen komplett abgehakt. „Damit bin ich für meine Karriere jetzt echt durch. Mein Körper fühlt sich super an, ich bin topfit.“ Aus dem „Küken“ des Bronzeteams von Rio ist ein Führungsspieler geworden. Wer sich mit Timm Herzbruch unterhält, trifft auf einen ruhigen, bedächtigen Sportler, der sehr genau abwägt, was er sagt – ganz anders als auf dem Platz, wo der 23-Jährige oft in Sekundenbruchteilen explodiert, ganz viel, wie er selbst sagt, „aus der Intuition heraus agiert“.

Dass die EM mit dem kurzen Abstand zu Olympia so ein wenig wie das Vorprogramm wahrgenommen wird, findet Timm Herzbruch nicht okay: „Das ist eine Europameisterschaft wie jede andere. Die spielt man im Hockey nur alle zwei Jahre. Da werden wir alles reinlegen, um das Maximum rauszuholen. Klar ist, wir müssen die EM und auch noch den Lehrgang danach in Spanien optimal nutzen, um auch in Tokio ganz vorn mitspielen zu können.“

Herzbruch sieht die Honamas auf dem richtigen Weg: „Es hat sich in den letzten eineinhalb Jahren ganz viel getan. Wir schaffen es, die Stärken jedes Einzelnen optimal für das Team einzusetzen. Das Gefüge passt besser, obwohl ja gar nicht so viele neue Spieler dabei sind. Und wir schaffen es dadurch jetzt, auch gegen die absoluten Top-Teams zu gewinnen, wie wir es zuletzt in der Pro League zweimal in Holland gezeigt haben.“

Der Goalgetter fordert, dass Freitag beim EM-Auftakt alle von der ersten Minute hellwach sein müssten, auch wenn der Gegner aus Wales ein EM-Aufsteiger sei, über den man kaum etwas wisse. „Wir müssen das so angehen, um gut ins Turnier reinzukommen! Der Fokus muss auf uns liegen - auf unserer Offensiv- und Defensivstruktur.“ Die Stimmung in der Mannschaft ist auf jeden Fall gut. Man habe sich im Hotel eingelebt, das Essen sei gut – was bei Leistungssportlern, die ständig ihre Speicher auffüllen müssen, kein unwichtiges Kriterium ist. Nur fünf Minuten braucht das Team vom Hotel zum Wagener Stadion, wo die EM tatsächlich vor genau 3.000 Zuschauern pro Tag stattfinden wird.

„Für jeden einzelnen Spieler hier wäre ein riesiger Traum geplatzt, wenn er am Freitag nicht nominiert worden wäre. Man spürt die Erleichterung schon sehr deutlich. Und genau die wollen wir jetzt in Spielfreude für diese EM ummünzen!“ (Foto: worldsportpics.com)

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