Inklusion beginnt im KopfNachbericht vom Thementag „Parahockey und Inklusion“ im HockeyPark

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Inklusion beginnt im Kopf

Nachbericht vom Thementag „Parahockey und Inklusion“ im HockeyPark

Die Veranstaltungsreihe „Neue Zielgruppen für meinen Hockeyverein“ war im Februar erfolgreich mit dem ersten Netzwerktreffen „Parahockey und Inklusion“ gestartet. Den Abschluss des Projektes bildeten am Wochenende, 23./24. September die Thementage, die sich ebenfalls mit dem Schwerpunkt „Parahockey und Inklusion“ auseinander setzten.

Freitagnachmittag trafen sich Interessierte in der Geschäftsstelle des DHB in Mönchengladbach, um sich zu Erfahrungen, Ideen, Schwierigkeiten oder unvergesslichen Erlebnissen im Bereich Inklusion auszutauschen. Das Teilnehmerfeld war buntgemischt und so kamen Neulinge mit Parahockey-Experten an einen Tisch, um voneinander zu lernen.
Um einen guten Einstieg in die nächsten zwei Tage zu bekommen, starteten die Thementage mit einem kurzen Impulsvortrag von Linda Sandkaulen, Referentin Sportentwicklung. Sie zeigte die Entwicklung und das Strategiekonzept zur Inklusion im und um den Sport auf. Dass Parahockey beim DHB nicht mehr am Anfang steht, hat die Auswahl an unterschiedlichsten Inklusionsturnieren in Hockey-Deutschland klargemacht. Bilder sagen oft mehr als tausend Worte. Das zeigten auch die bewegten Bilder „Inklusion beginnt im Kopf“ (von der Aktion Mensch) und der Bericht über Jule, deren Handicap man zwar sieht, sie aber keinesfalls beim Hockeyspielen einschränkt (mdr, Selbstbestimmt - Das Magazin).

Praxisdemonstration - Hockeytraining ganz normal
Hockey live gab es dann in Form eines Demonstrations-Trainings des Parahockey-Teams MG – Die stürmenden Gladbacher. Sie waren schon ganz heiß, ihr Können den Gästen zu zeigen und präsentierten unter der Leitung von Claus Heinze eine Trainingseinheit. Eine Teilnehmerin nutze die Gelegenheit, mit den Jungs einfach mitzutrainieren. Nach dem Sport stand das Team für ein kleines Interview zu Verfügung. Das ließ keinen Zweifel daran, dass die Jungs den Hockeysport lieben - teilweise schon mehr als 30 Jahre.

Von Vereinen für Vereine
Der nächste Programmpunkt fand wieder im Seminarraum statt. Da man bekanntlich aus der Praxis am besten lernen kann, stellte Ute Eckertz die Kooperation zwischen dem ETB Essen und der Comeniusschule vor. Seit 1995 haben sie sich des Themas Parahockey und Inklusion angenommen. Mittlerweile nehmen Sie mit ihrer Gruppe an mehreren Turnieren teilen und richten sogar selbst jedes Jahr ein Inklusionsturnier aus. Das absolute Highlight für die Mannschaft war das Euro ParaHockey Turnier 2015 im Rahmen der Hockey-EM in London und dabei ein „Meet and Greet“ mit den Honamas.

Wie kann Inklusion im Verein gelebt werden?
Das stellten Silvia Krafczcyk und Alexandra Blume von der TG Worms vor. Sie haben Inklusion „einfach mal gemacht“ und trainieren seit zwei Jahren acht Spieler/innen der Lebenshilfe Worms einmal in der Woche. Die Aktiven kommen aber nicht nur zum gemeinsamen Training mit Jugend- und Damenspielerinnen, sondern sind auch tatkräftig bei Veranstaltungen dabei und als lautstarke Unterstützer bei den Heimspielen der Damen und Herren.
Direkte Infos gab es von Anita und Manuel (Spieler aus dem Team), die ihre Erfahrungen wiedergaben und etwas über ihr Training berichteten. Alexandra und Silvia machten deutlich, dass man sich einfach trauen muss und das dann eine Parahockey-Mannschaft keinen großen Unterschied zu alle anderen Mannschaften darstellt. Die Herzlichkeit und die Leidenschaft der Spieler und die Leichtigkeit der Trainerinnen im Umgang mit ihnen waren die beste Motivation für die anwesenden Teilnehmer.

Mut haben und zielstrebig einen Wunsch verfolgen
Das hat auch Ina Fürst gemacht. Durch ihre Arbeit als HockeyScout an den Aalener Grundschulen lernte sie die besonderen Kinder einer Schule kennen. Nach einigen einzelnen Trainingseinheiten schlossen sich die Schüler und Schülerinnen dem wöchentlichen Hockeytraining der Schule an und nahmen mit der Hockey AG gemeinsam am Mini-Cup der Aalender Grundschulen teil. Die „Bunte Bande“, wie sie liebevoll von Ina genannt wird, soll wie Emma auch, in den Verein integriert werden. Emma, ein Mädchen mit Lernbehinderung, wollte mehr als nur in der AG Hockeyspielen und stand irgendwann am Spielfeldrand. Anfängliche Fragen und Sorgen waren ganz schnell vergessen, denn für ihre Mitspielerinnen ist Emma einfach nur Emma. Ganz natürlich integriert und fester Bestandteil der Mädchenmannschaft.

Sport ist Leidenschaft gleichermaßen
Den sportlichen Ehrgeiz von Menschen mit Behinderungen gilt es nicht zu unterschätzen. Eindrücke von den nationalen Spielen bei Special Olympics (SO) zeigten eindrucksvoll die Leidenschaft und den Siegeswillen der Aktiven. Heinz Werner Schmunz von Special Olympics NRW gab Einblicke in die Organisation der Special Olympics und seine Erfahrungen im Training einer Unified Basketball Mannschaft zum Besten.

Die Mittagspause nutzen viele dazu, gemeinsam mit den Spielern von der TG Worms ein kleines Hockeyspiel auszutragen und Inklusion einfach „zu machen“. Nach einer anschließenden Stärkung stellte Erol Celik von der Aktion Mensch die Mikroförderung vor. Inklusive Projekte können eine Förderung von bis zu 5.000 Euro beantragen: Dem Start einer inklusiven Mannschaft steht also nicht mehr viel im Wege.
Nach zwei ereignisreichen Tage verabschiedeten sich die Teilnehmer/innen wieder in alle Richtungen Deutschlands und haben ganz viele neue Ideen im Gepäck, die hoffentlich zur Umsetzung kommen. Weitere Informationen zum Thema sind auf hockey.de (unter Menüpunkt Specialhockey) zu finden.
Für weitere Informationen und zum Austausch zum Thema Inklusion im Hockey steht Euch Sportentwicklungsreferentin Linda Sandkaulen (sandkaulen@deutscher-hockey-bund.de) zur Verfügung.

Das Programm ZI:EL+ wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) aus Mitteln des Kinder- und Jugendplanes des Bundes (KJP).

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