Damen: 2:0 (0:0) gegen ChinaIm zweiten Turnierspiel in Hamburg holten die DHB-damen den zweiten Sieg

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Damen: 2:0 (0:0) gegen China

Im zweiten Turnierspiel in Hamburg holten die DHB-damen den zweiten Sieg

Die Damen des Deutschen Hockey-Bundes haben beim 4-Nationen-Turnier auf der Anlage des Hamburger Polo Clubs mit einem Sieg im zweiten Spiel die Führung im Klassement übernommen. Gegen China fielen die Tore in einer an Höhepunkten eher armen Partie zwar erneut erst spät, aber am Ende war das 2:0 (0:0) ein völlig verdienter Erfolg. Die Tore erzielten Charlotte Stapenhorst und Nike Lorenz per Strafecke.Marie Mävers feierte ihren 150. Einsatz im Nationaltrikot und wurde dafür vom DHB-Präsidenten Wolfgang Hillmann geehrt.

Bundestrainer Jamilon Mülders: „Während wir in der ersten Hälfte noch keinen richtigen Zugriff auf die Partie bekommen haben, haben die Mädels das in der zweiten Halbzeit immer besser gemacht. Die Räume haben sich immer stärker ergeben, und es war für mich eine Frage der Zeit, wann die Tore fallen. Es gibt weitere Schritte, die man erkennen kann – zum Beispiel in der Eckenabwehr. Für uns ist es super, dass Lisa Altenburg wieder mit dabei ist. Das gibt uns noch mehr Variabilität im Spiel.“

Die beiden Teams begannen verhalten. Die ersten Angriffsbemühungen auf beiden Seiten wurden mühelos abgewehrt. In der 7. Minute gab es die erste Strafecke für China, die aber keine echte Gefahr erzeugte. In der 10. Minute kam das deutsche Team gut nach vorn. Marie Mävers legte den Ball zurück auf Lisa Altenburg, aber die Aktion misslang. Jana Teschke kam noch einmal an den Ball, doch anstatt selbst abzuschließen, suchte sie nochmals eine Mitspielerin vor dem Tor. Der Pass kam jedoch nicht an.

China kam im ersten Viertel noch ein, zwei Mal in den deutschen Kreis, aber daraus entstand kein größeres Problem für die deutsche Abwehr um Torhüterin Kristina Reynolds. Deutschland war zu Beginn des zweiten Spielabschnitts das deutlich bessere Team, baute jetzt viel Druck auf, störte den gegnerischen Spielaufbau früh, aber man kam noch nicht wirklich gefährlich zum Abschluss. Zu oft fehlte es an dem letzten Pass oder der zündenden Idee.

Nach einem Stockfoul an Selin Oruz gab es Strafecke für Deutschland. Doch der Ball kam nicht gut heraus, sodass Julia Müllers Schlag abgeblockt wurde (19.). Die DHB-Damen hatte nun deutlich mehr vom Spiel, war öfter am und im gegnerischen Kreis, aber gegen die tief stehenden Chinesinnen war es schwer, zum Abschuss zu kommen. Die Asiatinnen kamen kaum einmal nach vorn, selbst im Konter waren sie nicht mutig genug, rückten nicht richtig nach.

Nach einem Ballgewinn in der chinesischen Hälfte durch Pia Oldhafer versuchte sie den Pass auf Charlotte Stapenhorst, die den Ball aber nicht kontrollieren konnte (23.). Eine Minute später versuchte sich Stapenhorst als Eckenschützin, ihr Flachschlenzer wurde jedoch gehalten von der chinesischen Torfrau Li Donxiao. China kam zu Beginn des dritten Viertels das eine oder andere Mal öfter in den deutschen Kreis, aber auch da fehlte es oft an Präzision beim letzten Pass, um wirklich Gefahr zu erzeugen.

Ein Pass auf die durchgestartete und in gute Position gelaufene Zhang Jinrong etwa geriet deutlich zu lang (31.). Auch Strafecken brachten nichts ein. Wang Mengyus Schlenzer in der 37. Minute war sichere Beute für Kristina Reynolds. Es folgte eine Phase mit Chancen auf beiden Seiten. Selin Oruz schlug in der 42. Minute in guter Position am Ball vorbei (42.). Auf der anderen Seite tauchte bei einem Konter plötzlich Zhang Xiaoxue völlig frei vor Kristina Reynolds auf, doch die Torfrau behielt die Ruhe, hielt den Ball mit dem Schoner sicher.

Im direkten nächsten Angriff der Deutschen gab es die dritte Ecke. Julia Müller wieder mit einem harten Schlag, doch der Ball wurde hoch über das Tor abgelenkt (43.). Deutschland erhöhte danach noch einmal den Druck. Die nächste Ecke wurde als Variante gespielt: erst als Ablage und dann auf Herausgeberin Franzisca Hauke, deren Schuss jedoch bei Li Dongxiao landete. Auch Lisa-Marie Schützes Rückhandschuss von links war sichere Beute für die chinesische Torhüterin (45.). Das Spiel lief jetzt fast nur noch in eine Richtung. Doch auch die deutsche Strafecke Nummer fünf – als Doppelpass-Variante gespielt – wurde abgewehrt (48.).

Zwei Minuten später blieb Franzisca Hauke nach einem Zweikampf kurz liegen, sah allerdings auch die Gelbe Karte in dieser Situation. In Unterzahl gelang dann der schon lange fällige Treffer für die DHB-Auswahl. Comebackerin Lisa Altenburg hatte zu einem tollen Solo von der Mittellinie bis in den chinesischen Schusskreis angesetzt. Dort hatte sie den Blick für die besser postierte Charlotte Stapenhorst am rechten Pfosten, die dort den Ball nur noch über die Linie drücken brauchte (52.).

Nach dem ersten Tor wurde China dann auch offensiver, aber zum Beispiel in der 54. Minute kam der Pass auf Li Hongxia erneut nicht an. Im chinesischen Viertel, wo es nun auch mehr Raum gab, wurde es jetzt immer wieder gefährlich. In der 56. Minute gab es Strafecke Nummer sechs. Diesmal trat Nike Lorenz an, deren Schlenzer rechts unten zum 2:0 einschlug. Auch China durfte nach einem Foulspiel von Selin Oruz noch einmal zur Ecke antreten, doch der Schlenzer von Wang Mengyu war erneut kein Problem für Reynolds (57.). Als die Asiatinnen kurz vor Schluss ebenfalls eine Gelbe Karte für Wu Qiong bekamen (58.), brachte Deutschland das 2:0 in Überzahl ohne Mühe über die restliche Zeit.

Tore:
-
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0:1 Charlotte Stapenhorst (52.)
0:2 Nike Lorenz (KE, 56.)

Strafecken:
CHN 3 (kein Tor) / GER 6 (1 Tor)

Gelbe Karten:
Wu Qiong (57.) / Franzisca Hauke (50.)

Zuschauer: 650

Schiedsrichter:
Soledad Iparraguirre (ARG) / Amy Baxter (USA)

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