Hockeyliga-KooperationVor Unterschrift sollen der Bundesrat und die Vereine ins Projekt eingebunden werden

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DHB und HOCKEYLIGA E.V. einigen sich auf Inhalte des Kooperationsvertrages

Vor Unterschrift sollen der Bundesrat und die Vereine ins Projekt eingebunden werden

22.12.2020 - Präsidium und Vorstand des Deutschen Hockey-Bundes e.V. (DHB) sowie die Vertreter der Bundesligavereine aus Bundesligavereinsversammlung (BLVV) und HOCKEYLIGA e.V. haben die Weichen für die Weiterentwicklung und die damit verbundene stückweise Professionalisierung der Bundesligen gestellt. Die Parteien einigten sich in der ersten Dezemberhälfte auf die Inhalte eines Kooperationsvertrages, der die Zusammenarbeit sowie die Zuständigkeiten zwischen dem DHB und dem HOCKEYLIGA e.V. als dem künftigen Ligaverband regeln soll. Vor Unterschrift des Kooperationsvertrages sollen auch der Bundesrat als Vertretung der Landeshockeyverbände sowie über BLVV und HOCKEYLIGA die Bundesligavereine in das Projekt eingebunden werden. Damit ist nach knapp dreijähriger Planung ein Durchbruch gelungen.

„Unser Dank gilt dem gesamten Präsidium und dem Vorstand des DHB, insbesondere aber Henning Fastrich. In seiner Rolle als neuer Vizepräsident Bundesliga hat er direkt nach Amtsantritt den Dialog mit uns gesucht und war maßgeblich an der Verhandlung eines für beide Seiten fairen Kooperationsvertrages beteiligt“, sagt Ligapräsident Dirk Wellen.

DHB-Vizepräsident Fastrich betont, dass dem DHB neben der Förderung und Professionalisierung der Bundesligen weitere Aspekte wie die Abstellung der Nationalspieler*innen sowie die Verzahnung der Bundesligen zu den unterklassigen Ligen und die internationalen Aspekte einer solchen Kooperation wichtig waren: „Das waren lange und intensive Verhandlungen. Am Ende können alle Beteiligten mit dem Ergebnis zufrieden sein, denn obwohl bei solchen Verhandlungen immer gegenseitige Zugeständnisse und Kompromisse nötig sind, freuen wir uns jetzt auf eine Kooperation, die das Hockey in Deutschland insgesamt nach vorne bringen wird.“ 

Damit die HOCKEYLIGA e.V. jedoch wie geplant zur Feldsaison 2021/22 den Spielbetrieb der 1. und 2. Bundesligen eigenständig organisieren und durchführen kann, muss die Satzung des DHB noch entsprechend geändert werden. Ein solcher Antrag wird nun vorbereitet und beim nächsten DHB-Bundestag am 15. Mai 2021 in Berlin zur Abstimmung gestellt. Für die Annahme ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit aller im DHB organisierten Vereine notwendig.

Wellen ist zuversichtlich, dass das Projekt in Berlin auf den Weg gebracht werden wird: „Die Situation ist eine ganz andere als vor zwei Jahren und wir gehen mit deutlich veränderten Vorzeichen in die Abstimmung. Diesmal legen wir dann gemeinsam mit dem DHB einen bereits abgestimmten und endverhandelten Kooperationsvertrag vor. Wir haben so präzise wie möglich vereinbart, wie wir gemeinsam unseren Top-Spielbetrieb in Deutschland voranbringen wollen. Dabei wurde sehr darauf geachtet, die Interessen der großen und kleinen Clubs beziehungsweise der Vereine mit dem Fokus auf den Leistungssport und denen mit dem Schwerpunkt Breitensport ebenso zu berücksichtigen wie die Gesamtinteressen des DHB.“

Zu den Zielen des Kooperationsvertrages gehört es, eine gemeinsame und somit bessere Terminplanung für den nationalen Spielbetrieb und die Nationalmannschaften zu gewährleisten. Zudem wird sich der HOCKEYLIGA e.V. finanziell an den Organisationsaufgaben, die beim DHB verbleiben, beteiligen – hierzu zählt insbesondere das Schiedsrichterwesen. Darüber hinaus wird der DHB an den künftigen Vermarktungserlösen des Ligaverbandes partizipieren. 

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