U21-Damen Mitfavorit bei EMDeutsche Juniorinnen starten dank erweitertem Teilnehmerfeld erst am dritten Turniertag

U21-EM: Remis gegen BelgienJuniorinnen-Europameisterschaft in Valencia, Vorrunde: Belgien - Deutschland 1:1 (1:1)

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U21-Damen reisen als Mitfavorit zur EM nach Valencia

Deutsche Juniorinnen starten dank erweitertem Teilnehmerfeld erst am dritten Turniertag

10.07.2019 – Am Samstag, 13. Juli, starten neun U21-Damenteams im spanischen Valencia bei den EuroHockey Junior Championship 2019 in den Kontinentalwettbewerb. Neben der deutschen U21 unter Bundestrainer Akim Bouchouchi kämpfen Rekordmeister und Titelverteidiger Niederlande sowie Belgien, England, Spanien, Frankreich, Irland und die beiden Aufsteiger aus der zweiten Division, Russland und Belarus, bis zum Finale am 21. Juli um die europäische Krone im weiblichen Nachwuchsbereich.

Wenn die deutschen Juniorinnen am morgigen Donnerstag gen Süden aufbrechen, steht der Turnierstart zwar kurz bevor, dem Team von Akim Bouchouchi bleibt aber genügend Zeit, sich von möglichen Reisestrapazen zu erholen. Denn die deutschen U21-Damen greifen erst am Montag, dem dritten Turniertag, in den Wettbewerb ein. Der späte Auftakt ist dem erweiterten Teilnehmerfeld geschuldet: Weil bei der EM 2017 (auch in Valencia) durch den krankheitsbedingten Komplettausfall der spanischen U21-Mädels kein sportlicher Absteiger ermittelt werden konnte, dürfen neben den Top-vier-Nationen von 2017 (Niederlande, Belgien, England, Deutschland) und den beiden planmäßigen Aufsteigern Russland und Belarus dieses Jahr auch Spanien, Frankreich und Irland wieder teilnehmen.

Die Gruppe A mit ihren fünf Teams legt dann auch gleich mit vier Spielen  an den ersten beiden Turniertagen los. „Das bedeutet für uns drei Tage Akklimatisation“, gibt sich der Bundestrainer ganz entspannt. Auch beim Blick auf den Kader kann Bouchouchi durchatmen. Nach einer insgesamt soliden EM-Vorbereitungen konnten sich die Juniorinnen bis zur Abreise nach Spanien zehn Tage individuell zu Hause vorbereiten. Und die Rückmeldungen sind sehr gut: Lediglich hinter der Mannheimerin Naomi Heyn steht ein kleines Fragezeichen: „Sie geht erst diese Woche in die Vollbelastung, da müssen wir mal schauen. Ich habe aber kaum Zweifel“, bleibt der U21-Bundestrainer gelassen. Zumal der erste Gegner am Montag (Anpfiff 9.00 Uhr), Aufsteiger Belarus, der Underdog in der ansonsten stärkeren Gruppe B ist: „Das bietet uns einerseits die Chance auf einen ordentlichen Auftaktgegner, ohne gleich ein Alles-oder-nichts-Spiel zu haben“, ordnet Bouchouchi den Turnierstart seiner Damen entsprechend ein, gibt aber auch zu bedenken: „Wir müssen aber mit dem richtigen Fokus ins Spiel kommen.“

Betriebstemperatur sollten die deutschen Juniorinnen indes schnell erreichen. Denn bereits am Tag darauf wartet mit dem EM-Dritten England der erste große Brocken (Dienstag, 16. Juli, 17.45 Uhr). Nur die ersten beiden Teams jeder Gruppe ziehen in die Runde der besten Vier ein. „Egal, welcher Gegner kommt, wir müssen die Spannung hochhalten“, warnt Bouchouchi, „auf diesem Niveau kann es gegen jede Mannschaft wehtun, wenn du auch nur ein paar Prozent weniger gibst.“

Zwei Tage nach der England-Partie entscheidet sich dann gegen Vizeeuropameister Belgien (18. Juli, 11.00 Uhr) die Halbfinalteilnahme. Bouchouchi sieht seine Damen neben Titelverteidiger Niederlande als Favoriten auf den Europameistertitel, zeigt sich aber etwas überrascht über die Gruppenaufteilung: „Unsere Gruppe ist mit Belgien und England sehr knackig, beides sind unangenehme Gegner. Da hat Holland im Pool A die vermeintlich leichtere Aufgabe.“

Neben den 18 U21-Damen und dem Trainerstab reisen die beiden Turnier-Offiziellen Petra Müller (Technical Officer) und Peter Hippler (Kampfrichter) sowie FIH-Schiedsrichterin Sophie Bockelmann aus Deutschland nach Valencia. Für die gebürtige Hannoveranerin ist die EM 2019 der zweite Einsatz beim Kontinentalcup. Bereits 2017 pfiff Bockelmann an gleicher Stelle fünf Spiele, darunter ein Halbfinale und das Finale. Zwei Jahre später kehrt die 28-Jährige mit der Erfahrung aus inzwischen 70 Bundesligaspielen und über 20 internationalen Einsätzen, darunter dem Finale der Olympischen Jugendspiele 2018 in Argentinien vor über 4000 Zuschauern, nach Spanien zurück. Verständlich, dass sie mittlerweile anders auf das Turnier blickt: „Damals wollte ich vor allem erst einmal gut pfeifen. Mit mehr Erfahrung kommt mehr Verantwortung. Diesmal geht es mir auch darum, die, die neu auf dieses Level kommen, zu unterstützen – auf und neben dem Platz.“

Gegenseitige Unterstützung wird auch bei den deutschen U21-Damen wichtig sein. Nur gemeinsam lässt sich die von Bouchouchi so genannte „knackige Gruppe“ auf dem Weg zum Halbfinale bewältigen. Und am Ende muss ein Europameister eben auch jedes Team schlagen. Genau das würden Akim Bouchouchi und seine Mädels gerne nach dem Finale am Sonntag, den 21. Juli 2019 (17.15 Uhr) von sich behaupten können. (ao)

Die Spiele der weiblichen U21 in Valencia (Ortszeit = MESZ):

Montag, 15.07.2019
09.00 Uhr   Deutschland – Belarus

Dienstag, 16.07.2019
17.45 Uhr   Deutschland – England

Donnerstag, 18.07.2019
11.15 Uhr   Belgien – Deutschland

Halbfinalspiele
Samstag, 20.07.2019   11.15 Uhr und 13.30 Uhr

Spiel um Platz 3 und Finale
Sonntag, 21.07.2019   11.15 Uhr und 17.15 Uhr

 » FIH-Turnierseite (kompletter Spielplan, Gruppen, Statistiken, Live-Spielberichte)

Der Kader für die EuroHockey Junior Championship 2019 in Valencia:

#

Name, Vorname

Verein

Jg.

Lsp.

Tore

1

Müller, Selina (TW)

Münchner SC

1998

43

0

2

Kilian, Anna (TW)

Berliner HC

1999

16

0

3

Kiefer, Maren

Uhlenhorst Mülheim

1998

19

6

8

Kirschbaum, Katharina

Club an der Alster

1998

43

3

9

Arndt, Liv Maria

Rot-Weiss Köln

1999

44

6

11

Davidsmeyer, Emma

Bremer HC

1999

54

5

12

Bleuel, Jule

Münchner SC

2001

42

1

14

Martin Pelegrina, Marisa

Harvestehuder THC

1999

30

0

16

Heyn, Naomi

Mannheimer HC

1998

60

18

19

Heinz, Pauline

Rüsselsheimer RK

2001

41

7

20

Gerstenhöfer, Charlotte

Mannheimer HC

1999

50

4

21

Boermans, Emma

Rot-Weiss Köln

1999

49

10

22

Pluta, Nicola

UHC Hamburg

1998

65

22

24

Kiefer, Katharina

Uhlenhorst Mülheim

1998

50

3

25

Bolle, Philin

Münchner SC

1999

43

4

26

Sippel, Carlotta

Club an der Alster

2001

50

26

29

Nolte, Lisa

Düsseldorfer HC

2001

53

21

32

Kurz, Stine

Mannheimer HC

2000

51

27


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