EM: Die Gegner der DANASEin absoluter Underdog, dann der Olympiasieger und der Überraschungs-Vizeweltmeister

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EM: Die Gegner der DANAS

Ein absoluter Underdog, dann der Olympiasieger und der Überraschungs-Vizeweltmeister

12.08.2019 - Am kommenden Wochenende startet in Antwerpen die Europameisterschaft. Die deutschen Teams haben wir schon in aller Ausführlichkeit vorgestellt, aber was ist eigentlich mit den Gegnern? Wir schauen heute einmal auf die drei Vorrundengegner der DANAS, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Wenn man auf Weißrussland, den ersten Gegner der DANAS am Sonntag, 18. August (bei der Europameisterschaft blickt, dann gibt es nur einen Top-Star im Team – und das ist der Trainer. Der Niederländer Herman Kruis hat mit den Damen von Den Bosch acht niederländische Meistertitel und acht Europapokalsiege eingefahren. Zudem war er bis 2010 zweieinhalb Jahre Bondscoach des aktuellen Weltmeisters Niederlande. Seine heutigen Spielerinnen haben auf internationalem Parkett bislang noch wenig Eindruck hinterlassen, was daran liegt, dass Belarus überhaupt erst zum zweiten Mal bei einer EM in der höchsten Division auftaucht.

2013 waren die Weißrussinnen, nach dem erstmaligen Aufstieg, sofort wieder in die zweite Division abgestiegen. 2017 gelang dann der Wiederaufstieg – sogar als Erster der EuroHockey Championship II, noch vor Russland. Gegen Deutschland steht tatsächlich noch kein einziges Feld-Länderspiel zu Buche. Das sieht im Hallenhockey ganz anders aus. Dort hat das DHB-Team nur gegen die Niederlande und Schottland häufiger gespielt, gegen Belarus tatsächlich schon 13 Mal. Weißrussland ist aktuell Dritter der Weltrangliste im Hallenhockey – im Feld nur 22.

Das in der Weltrangliste höchst gerankte Team der deutschen EM-Gruppe ist England, das in den World Rankings auf Platz vier sogar einen Platz über den DANAS steht. In Antwerpen treffen beide Teams am Montag, 19. August, um 13.30 Uhr aufeinander. In diesem Jahr ist es schon der dritte Vergleich. In der Pro League konnte das DHB-Team beide Matches gewinnen (2:0 und 4:3). Die Engländerinnen befinden sich zurzeit in einer Aufbauphase. Nach dem überraschenden Gewinn der EM 2015 in London und bei Olympia 2016 in Rio hörten viele Leistungsträger nach und nach auf.

Doch unter Neu-Coach Mark Hager, der im Januar diesen Jahres das Team übernahm, sollen die Britinnen wieder absolute Weltspitze werden. Mit Top-Stars wie der zweifachen Welt-Torhüterin Maddie Hinch, Susannah Townsend, Lilly Owsley oder Kapitänin Holly Pearne-Webb verfügt Hager noch über eine routinierte Achse. Dazu kommen starke Youngster wie Tessa Howard, eine Entdeckung der diesjährigen Pro League, die gegen die DANAS doppelt traf. Eine kleine EM-Rechnung hat das DHB-Team mit den Engländerinnen noch offen, verlor man doch 2017 in Amsterdam, nach einem 1:0 in der Gruppenphase, das Match um Bronze dann mit 0:2.

Der letzte Gruppengegner der DANAS am 21. August (12.15 Uhr) ist der absolute Überraschungs-Vizeweltmeister Irland. Die Irinnen schafften es, 2018 in London – trotz einer 0:1-Niederlage gegen England – Vorrunden-Erster ihrer Gruppe zu werden, schlugen im Viertelfinale Gastgeber Indien im Penaltyschießen, dann Spanien im Halbfinale im Penaltyschießen und holten mit Platz zwei (im Finale gab es ein 0:6 gegen die Niederlande) das mit Abstand beste Verbandsergebnis aller Zeiten. Selbst bei Europameisterschaften waren die Irinnen noch nie über Platz fünf hinausgekommen.

Nach dem WM-Erfolg wurden Coach Graham Shaw und sein Team ein überragender Empfang bei der Rückkehr in Dublin gemacht. Und außer Ersatzkeeperin Grace O’Flanagan hat niemand nach dem WM-Silber den Schläger an den Nagel gehängt, wie es nach großen Erfolgen ja oft der Fall ist. Die Irinnen haben nicht an der World League teilgenommen, wissen seit London aber, dass sie auch bei der EM zu jeder Überraschung imstande sind.

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