DANAS: Wichtige Tickets gebucht!World-League-Halbfinalturnier in Johannesburg, Viertelfinale: Deutschland – Südafrika 1:0 (1:0)

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DANAS: Zwei wichtige Tickets gebucht!

World-League-Halbfinalturnier in Johannesburg, Viertelfinale: Deutschland – Südafrika 1:0 (1:0)

18.07.2017 - Die deutschen Damen konnten das entscheidende Viertelfinale bei der World League in Johannesburg gegen Gastgeber Südafrika nach hart umkämpftem Match mit 1:0 (1:0) gewinnen. Durch das Erreichen des Halbfinals – zum fünften Mal in Folge bei einem internationalen Top-Turnier -  haben die DANAS somit das Ticket für die WM 2018 in London sowie für das World-League-Finalturnier im November in Auckland (NZL) bereits gebucht. Gegner im Halbfinale am Donnerstag um 16.45 Uhr wird nun Argentinien, der Vorrundenerste der anderen Gruppe, sein, der sein Viertelfinale gegen Irland mit 2:1 (1:0) gewann. Das andere Halbfinale bestreiten um 19 Uhr England und die USA.

Bundestrainer Jamilon Mülders: „Ich bin wirklich sehr zufrieden! Heute ging es ausschließlich um das Ergebnis – darum, mit einem Sieg die Qualifikation für die WM und das World League-Finalturnier zu bekommen – und das hat super geklappt. In den ersten beiden Vierteln haben die Mädels ihre bislang beste Turnierleistung gezeigt. In den anderen beiden Vierteln haben wir uns das Leben selbst ein bisschen schwergemacht. Aber auch da haben sich die Mädels durchgekämpft. Und das ist ein Schlüssel, dass sie in jeder Partie gute Schritte gemacht haben. Der Sieg war mehr als verdient. Deshalb Gratulation an meine Mannschaft. Dass wir mit so vielen Jungen und Unerfahrenen dieses Ziel erreicht haben, ist aller Ehren wert. Sie haben es gut gemacht, genau wie die Erfahrenen in der Truppe. Da wächst eine neue, gute Mannschaft heran!“
Marie Mävers: „Da sind gerade ganz viele Emotionen und Erleichterung, die von mir abfallen. Es war eine Weltklasse-Leistung in der ersten Hälfte, nach der wir wohl hätten höher führen müssen. Nach der Pause kam dann etwas Nervosität auf, was bei einer Mannschaft mit so vielen, die noch nie solch ein Play-off-Spiel absolviert haben, auch völlig normal ist und eine gute Lernerfahrung. Jetzt legen wir uns in die Eistonne und freuen uns auf das Halbfinale gegen Argentinien, das wir unbedingt gewinnen wollen.“
Jana Teschke: „Wir freuen uns mega, dass wir dieses Spiel für uns entscheiden konnten. Wir haben das Spiel über weite Strecken klar dominiert. Aber es gab ganz schön viele Ecken gegen uns, und das zweite Tor wurde uns aberkannt. Da mussten wir richtig kämpfen. Aber wenn wir so strukturiert und gut spielen wie in der ersten Hälfte, dann haben wir auch gegen Argentinien mehr als eine Chance. Klasse, dass hier alle so auf den Punkt spielen, wenn es darauf ankommt!“

Die Deutschen begannen im Vorwärtsgang und belagerten früh den Kreis der Gastgeberinnen, konnten sich da festsetzen, aber ohne wirklich Gefahr zu erzeugen. Teresa Martin Pelegrina hatte die erste Großchance, als sie von Franzisca Hauke links im Kreis in Szene gesetzt wurde, doch die junge Mülheimerin traf die Kugel noch nicht voll (5.). Naomi Heyn holte dann aber die erste Ecke heraus, hatte noch Pech, dass die argentinische Schiedsrichterin ihr den Vorteil nahm, denn ihr Schlenzer war im Tor gewesen (9.). Huses Schlenzer ging etwas zu zentral auf Keeperin Nicole La Fleur, die parieren konnte, und auch der Nachschuss hatte keinen Erfolg.
Die Deutschen hatten die Partie in dieser Phase klar im Griff, waren die bessere und aktivere Mannschaft. Südafrika häufig in höchster Not in der Defensive, kam kaum mal raus aus der eigenen Hälfte. Der erste gute Konter für Südafrika lief in der 14. Minute nach Ballverlust von Hauke, ein Torschuss von links ging aber am Tor vorbei. Teresa Martin Pelegrina musste dann mit Grün auf die Strafbank, so dass in der Schlussphase eine Unterzahl zu überstehen war. Doch das DHB-Team stand hinten gut.
Die Unterzahl überstand man so zu Beginn des nächsten Viertels problemlos. Das DHB-Team war sofort wieder im Vorwärtsgang. Erst nach fünf Minuten konnte Südafrika mal wieder selbst Akzente im Offensivspiel setzen, kam aber nicht in den deutschen Kreis. Doch das Bemühen der Gastgeber wurde belohnt in Form einer Ecke und einer Karte gegen Nina Notman (25.). Im Videobeweis gab es sogar noch eine weitere, die Marie Mävers aber stark ablief. Weiter in Unterzahl blieb es aber gefährlich. Erst ein Fehler Südafrikas führte zu einer Entlastung und dann war die Strafzeit vorbei.
Stapenhorst hatte eine gute Schusschance, wurde aber noch abgeblockt (28.). Aber im nächsten Angriff eroberte Amelie Wortmann einen bereits abgefangenen Ball zurück und Youngster Camille Nobis machte es ganz clever und verlud de Fleur und eine Verteidigerin, bevor sie zum 1:0 (29.) vollstreckte. Erst ein heftiger Lapsus von Janne Müller-Wieland, die einen Freischlag überhastet in eine Gegenspielerin passte, brachte nochmal richtig Gefahr, doch Julia Ciupka parierte den Rückhandschuss bravourös (30.).

Die Deutschen kamen sehr konzentriert und fokussiert aus der Halbzeit, dominierten die Anfangsphase klar. In einem Konter agierten die Deutschen dann aber etwas zu nachlässig und kassierten die nächste Ecke gegen (35.). Doch erneut lief Mävers den Schlenzer brillant ab. Vorn setzten sich die DANAS dann wieder fest. Mävers und Nobis hatten eine gute Kreisszene, kamen aber nicht zum Abschluss (38.). Südafrika kam kaum noch raus. Martin Pelegrina dann mit brillantem Solo, das fast das 2:0 gebracht hätte (40.).
Bei einem der seltenen Konter angelte dann wieder Ciupka einer Angreiferin den Ball vom Schläger – wichtig, weil zwei Südafrikanerinnen da frei vor ihr auftauchten. Die Deutschen verloren in den letzten zwei Minuten des Viertels etwas an Kontrolle. Da kam die Pause genau richtig. In der 47. Minute schickte de la Fuente Notman mit Gelb auf die Bank, was nicht okay war, weil beide Schiedsrichter in unterschiedliche Richtungen gezeigt hatten. Eine ungerechte Bestrafung, die fünf Minuten Unterzahl bedeuteten. Ein Fehlpass von Lorenz brachte Candice Manuel in beste Position, die allein auf Ciupka zukief, aber zum Glück links neben das Tor chipte (50.).
So überstand man die Unterzahlphase unbeschadet. Und dann spielte man auch wieder offensiv mit hatte mehr Kontrolle, kam immer nur durch Fehler in Gefahr, so als Müller-Wieland einen Ball durchlaufen ließ und erneut Manuel wieder nichts aus der Chance machen konnte. Doch ein Stockfoul von Hauke gegen Jones brachte eine erneute Ecke für die Gastgeberinnen (54.). Die ergab eine weitere, die ganz viel Gefahr brachte, doch Stapenhorst rettete zwei Mal vor Tor. Vorn wurde aber oft jetzt zu unclever gespielt, so dass die Entlastung nun kaum noch stattfand.
Die kam jedoch in der 58. Minute, als ein Rechtsangriff im Kreis bei Stapenhorst landete, die halbhoch als Volley zum 2:0 traf. Es gab eine höchst umstrittene Videoschiedsrichter-Entscheidung von Elena Eskina, die den Treffer wegen eines angeblichen Fußspiels aberkannte. Im Gegenzug gab de la Fuente Ecke gegen die Deutschen, trotz gefährlichen Spiels gegen Jana Teschke, die dann plötzlich keine Videoentscheidung anrufen durfte, weil die Szene angeblich schon auf dem Screen war – sehr fragwürdig die Schiedsrichterleistungen in dieser Phase. Doch die Ecke wurde verstoppt und dann abgewehrt. So blieb es beim insgesamt verdienten Sieg der DANAS.

Tore:
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1:0      Camille Nobis (29.)
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Ecken:
GER 1 (kein Tor) / RSA 6 (kein Tor)

Schiedsrichterinnen:
Kelly Hudson (NZL) / Carolina de la Fuente (ARG)

>> zur Turnierseite von hockey.de

>> das Siegtor von Camille Nobis im DAZN-Clip

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