U18-EM: DHB-Mädels verlierenAuch im fünften Anlauf bleibt der U18 EM-Gold verwehrt

Herrenfinale knapp verpasstEuropameisterschaft in Antwerpen, Herren-Halbfinale: Belgien - Deutschland 4:2 (0:2)

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U18-EM: DHB-Mädels verlieren

Auch im fünften Anlauf bleibt der U18 EM-Gold verwehrt

Auch der fünfte Versuch in Folge einer deutschen Mädchenmannschaft, die Niederlande in einem Endspiel der U18-Europameisterschaft zu schlagen, hat nicht zum Erfolg geführt. Im Finale der 9. EM in Cork unterlag die DHB-Auswahl am Samstag den Holländerinnen mit 0:2 (0:1). Zwei Stechertore von Fay van der Elst besiegelten die nicht unverdiente Niederlage.

Bundestrainer Markku Slawyk: „Wir waren heute nah an den Holländerinnen dran. Ich habe ein Spiel auf Augenhöhe gesehen. Aber dafür kann man sich bei solch einem Ausgang nichts kaufen. Es fehlten heute Nuancen. Das Durchsetzungsvermögen und ein Tick Entschlossenheit bei den entscheidenden Situationen waren nicht ausreichend genug. Die kleinen Fehler, die sich heute leider immer wieder eingeschlichen haben, haben weh getan. Auch die Niederländerinnen haben nicht fehlerfrei gespielt. Grundsätzlich bin ich mit dem Auftreten und der Leistung unserer Mannschaft im Finale zufrieden, so wie ich auch mit dem Turnierverlauf insgesamt sehr zufrieden bin.“

In einem hektischen Beginn bekamen die Holländerinnen die Nervosität schneller in den Griff als die deutschen Spielerinnen, bei denen sich immer mal wieder einfache technische Fehler einstreuten. Das Oranje-Team erspielte sich eine leichte Überlegenheit und hatte in der 5. Minute den ersten Torschuss. Karlotta Lammers parierte souverän. Mehr als eine halbwegs gefährliche Torannäherung (8.) gelang Deutschland zunächst nicht.
Durch Ungenauigkeiten im Aufbauspiel machte Deutschland den Gegner noch stärker. Es wurde gefährlicher vor dem Kasten von Lammers. Die erste holländische Ecke (15.) konnte Gerstenhöfer stark ablaufen. Kurz danach setzte van der Marel einen Stecher knapp neben das Gehäuse.
Nach 19 Minuten konnte sich Deutschland erstmals vorne richtig durchsetzen und eine Strafecke erzwingen. Die Ablagevariante über Sonja Zimmermann wurde zu ungenau ausgeführt, um Erfolg zu haben.
Nachdem sich der deutsche Aufbau inzwischen ziemlich stabilisiert hatte, fiel nach 30 Minuten dann fast wie aus dem Nichts die holländische Führung. Ein Freischlag knapp hinter der Viertellinie kam hart geschlagen in den deutschen Kreis, wo im Menschendickicht Fay van der Elst reaktionsschnell ihren Schläger reinhielt und dem Ball die entscheidende Richtungsänderung gab. Und fast hätten die Holländerinnen noch vor der Pause nachlegen können, doch Lammers kam gut raus (33.) und zwei Ecken scheiterten an der deutschen Abwehr.
Auch die ersten Minuten der zweiten Halbzeit brachten zunächst keine Änderung. Deutschland fand keinen richtigen Spielfluss, die Niederlande hatten die Sache unter Kontrolle, ohne jedoch seine Vorteile zwingend ausspielen zu können. Bei der vierten Oranje-Ecke ging die geplante Stechervariante am deutschen Kasten vorbei (42.).
Mit dem frechen Solo von Charlotte Gerstenhöfer (45.) begannen Deutschlands stärkste zehn Minuten. Nach einem Einschlag auf Höhe der holländischen Viertellinie dribbelte sich die deutsche Verteidigerin so geschickt durch die Abwehr, dass sie plötzlich freie Schussbahn mit der Rückhand hatte. Torhüterin Anke van Goudoever musste ihr linkes Bein ganz weit ausfahren, um den flachen Ball zu parieren. Es war letztlich die gefährlichste deutsche Torchance im Spiel.
In die deutsche Druckphase fielen die Ecken Nummer zwei und drei. Zunächst feuerte Lena Micheel den Ball zentral aufs Tor. Nicola Pluta stand zum Nachschuss bereit, traf den Ball aber nicht richtig (49.), die nächste Ecke kam nach einem technischen Fehler beim Stopp erst gar nicht zum Abschluss (52.).
Danach befreite sich das Oranje-Team wieder, band die deutsche Mannschaft in der Folge auch wieder stärker in der Defensive. Ein paar Mal brannte es im deutschen Kreis, aber zunächst ohne Folgen. Von der deutschen Bank kamen immer wieder Anfeuerungsrufe („Weiter, weiter!“), und auch die im akustischen Vorteil befindlichen deutschen Fans trieben die DHB-Auswahl unermüdlich nach vorne.
Doch den Spielerinnen fehlten bei allem Wollen die Frische und die Kräfte. Bezeichnend die Situation vor dem 0:2. Bei einem eigenen Freischlag auf Höhe der Mittellinie behinderten sich zwei Deutsche. Der Ball ging an den Gegner, wenige Sekunden später klatschte die Kugel ans deutsche Torbrett. Nach einem harten Flankenschlag aus zentraler Position hatte im deutschen Kreis wieder Fay van der Elst den richtigen Riecher. Sie lenkte unhaltbar für Lammers zum 0:2 ab (65.).
Nachdem eine Chance für Naomi Heyn (66.) von der holländischen Torhüterin zunichte gemacht wurde, passierte bis zum Schlusspfiff nicht mehr viel. Die Niederlande jubelten über ihren insgesamt siebten EM-Titel, den fünften in Folge. Und jedes Mal war Deutschland das „Opfer“ im Finale.

Tore:
1:0 Fay van der Elst (30.)
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2:0 Fay van der Elst (65.)

Strafecken:
Niederlande 4 (keine Tore) / Deutschland 3 (keine Tore)

Grüne Karten: 2/1

Schiedsrichter:
Eismayer (Österreich), Davitt (Irland)

Fotos: Barbara Förster / Hockey-Pictures

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