Damen: 3:7 gegen NiederlandeGegen Olympiasieger und Weltmeister Niederlande kassierte das DHB-Team eine 3:7-Niederlage

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Damen: 3:7 gegen Niederlande

Gegen Olympiasieger und Weltmeister Niederlande kassierte das DHB-Team eine 3:7-Niederlage

Die deutschen Hockey-Damen haben bei einem Testspiel im Rahmen des ERGO Masters in Düsseldorf kurz vor Olympia noch einmal einen Weckruf verpasst bekommen. Gegen den amtierenden Olympiasieger und Weltmeister Niederlande kassierte das Team von Bundestrainer Jamilon Mülders eine klare 3:7-Niederlage (1:3).

„Wir müssen festhalten, dass wir heute nicht gut verteidigt, defensiv zu viele individuelle Fehler gemacht haben. Das darf man sich gerade gegen Holland nicht erlauben“, sagte der Bundestrainer. „Wichtig ist aber, was wir aus diesem Spiel mitnehmen. Es gab auch in diesem Spiel einige gute Themen. Wir erarbeiten uns viele Ecken, treffen da gute Entscheidungen, aber man muss eben auch gegen den Weltranglisten-Ersten mutiger aufbauen, darf nicht so viele Bälle leicht weggeben. Wir haben in Vorbereitungsphasen auf große Turniere schon höher gegen die Niederländerinnen verloren – weshalb ich das Spiel jetzt nicht zu hoch bewerte. Wir werden aber unsere richtigen Schlüsse daraus ziehen.“

Das deutsche Team begann druckvoll, störte den Oranje-Spielaufbau früh, doch die ersten Kreisszenen hatten die Gäste aus den Niederlanden, die in der 5. Minute auch die erste Strafecke zugesprochen bekamen. Nachdem Pia Oldhafer wegen Spielverzögerung mit der grünen Karte aus der Eckenabwehr verbannt worden war, traf Maartje Paumen flach links zum 1:0. Auch danach waren die DHB-Damen bemüht um eine gefährliche Offensive, allerdings hatten sie Schwierigkeiten, in den gegnerischen Kreis zu kommen. Die Niederländerinnen waren hingegen jederzeit gefährlich, etwa bei einem verpassten Stecher von Kelly Jonker (10.).
In der Schlussphase zog Deutschland jedoch ein gutes Powerplay auf und belohnte sich auch mit einer Strafecke. Der halbhohe Schlenzer von Nike Lorenz wurde gehalten, und auch der Nachschuss von Selin Oruz entschärfte Oranje-Keeperin Larissa Meijer (14.). Nachdem Lorenz ganz stark einen Konter gestoppt hatte, passte sie auf Lisa Altenburg, deren Schuss nur auf Kosten einer weiteren Ecke geklärt werden konnte. Erneut trat Nike Lorenz an, traf allerdings nur die Querlatte (15.). Das zweite Spielviertel begann gleich mit einer Strafecke für die Niederlande. Kristina Reynolds parierte stark gegen den Flachschlenzer von Paumen (16.).
Jetzt zog Holland ein Powerplay auf und setzte das deutsche Team enorm unter Druck. Das kam in dieser Phase nur zu wenigen Entlastungsangriffen. Charlotte Stapenhorst drang in der 20. Minute gut in den Kreis ein, kam jedoch nicht zum Abschluss. Auf der anderen Seite zwang Maria Verschoor nach einem Sololauf Schlussfrau Reynolds zu einer Fußabwehr. Ein nicht gestoppter Ball in der Konterabsicherung eröffnete Marloes Keetels eine Chance, die sie mittig aus sieben Metern zu nutzen wusste (22.). Jetzt war Holland klar am Drücker, legte prompt den dritten Treffer nach. Nach einem Doppelpass auf der linken Seite mit Lidewij Welten zog Naomi van As aus spitzem Winkel mit der Rückhand ab und traf flach zum 3:0 (23.).
Deutschland befreite sich nur langsam von dem Druck, wurde selbst wieder offensiv, musste aber ständig auf die schnellen Konter der Oranje-Damen aufpassen. Nach einem langen Pass tauchte Kitty van Male plötzlich völlig frei und allein im deutschen Kreis auf, brauchte aber zu lange und wurde noch gestellt (28.). Und auch der Schussversuch von Kelly Jonker nach Zuspiel von van Male wurde abgewehrt (29.). Deutschland kam aber noch vor der Halbzeit zurück. Pia Oldhafer fand einen Fuß im Kreis und holte die Strafecke. Charlotte Stapenhorsts Schlenzer wurden regelwidrig abgewehrt. Es gab Wiederholungsecke. Die nahm Hannah Krüger und verkürzte mit einem Schlenzer links oben auf 1:3 (30.).
Das deutsche Team kam gut rein in die zweite Hälfte. Viel spielte sich in dieser Phase allerdings zwischen den Kreisen ab. Ein Stecher von Stapenhorst in der 37. Minute ging über das Tor. In Überzahl – nach Gelber Karte gegen Julia Müller – erzielte Holland das 4:1. Ein Pass kam von halblinks scharf vor das Tor, wo Kitty van Male mit dem halbhohen Schläger zur Stelle war und den Ball ins Tor blockte (38.). Doch Deutschland hatte die Antwort parat. Wieder war es Hannah Krüger, die in der 40. Minute per Strafecke wieder in die linke obere Ecke traf und wieder auf zwei Tore Rückstand verkürzte.
Doch das konnte Maartje Paumen ebenso gut. Kristina Reynolds war zwar noch am Ball, doch der Ball schlug dennoch im rechten Winkel ein (42.). Und beinahe hätte Holland direkt noch mal nachgelegt, nachdem ein Fußspiel – vermeintlich vor dem Kreis – doch hinein verlegt wurde und eine weitere Ecke verursachte. Die wurde jedoch verstoppt, bevor es in die letzte Viertelpause ging. Wieder gelang dem deutschen Team der Restart. Katharina Ottes Vorhandschuss von rechts wurde ans Außennetz abgelenkt (47.). Pia Oldhafer kam aus neun Metern frei zum Schuss, zwang Larissa Meijer zu einem starken Fußreflex (48.). Mitte des letzten Viertels gab es einige Zeitstrafen.
Zunächst wusste keines der beiden Teams, den Platz auf dem Feld für sich zu nutzen, bis Ellen Hoog in der 54. Minute zu einem Solo quer durch die deutsche Hälfte ansetzte und selbst mit der Rückhand zum 6:2 abschloss. Nicht weniger sehenswert war im direkten Gegenzug dann der dritte deutsche Treffer von Pia Oldhafer, die den Ball an der gegnerischen Viertellinie eroberte, sich dann gegen drei Gegnerinnen durchsetzte und aus der Mitte traf (54.).
Wieder auf der anderen Seite parierte Kristina Reynolds stark gegen eine weitere Paumen-Ecke (56.). Und doch hatte Holland noch einen Pfeil im Köcher, als Kelly Jonker komplett frei vor der deutschen Schlussfrau auftauchte, diese wie bei einem Penalty ausspielte und den Ball schlussendlich unter Reynolds hindurch zum 7:3-Endstand ins Tor schob (58.).

Tore:
0:1 Maartje Paumen (KE, 5.)
0:2 Marloes Keetels (22.)
0:3 Naomi van As (23.)
1:3 Hannah Krüger (KE, 30.)
-----------------
1:4 Kitty van Male (38.)
2:4 Hannah Krüger (KE, 40.)
2:5 Maartje Paumen (KE, 42.)
2:6 Ellen Hoog (54.)
3:6 Pia Oldhafer (54.)
3:7 Kelly Jonker (58.)

Strafecken:
GER 5 (2 Tore) / NED 5 (2 Tore)

Grüne Karten:
Pia Oldhafer (5.), Franzisca Hauke (23.) / ---

Gelbe Karten:
Julia Müller (38.), Hannah Krüger (50.), Nike Lorenz (51.) / Margot van Geffen (51.)

Zuschauer: 1.400

Schiedsrichter:
Fanneke Alkemade (NED) / Laurine Delforge (BEL)

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