Vor den U18-EMs in CorkBeide deutschen U18-Teams haben sich für Irland einiges vorgenommen

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Vor den U18-EMs in Cork

Beide deutschen U18-Teams haben sich für Irland einiges vorgenommen

Endspiele bei großen Championaten sind meist hart umkämpfte Angelegenheiten und bringen knappe Ergebnisse. Nicht so bei der 8. Europameisterschaft im U18-Bereich. Im Juli 2015 besiegten im spanischen Santander die Mädchen der Niederlande das deutsche Team mit 6:1, anschließend schlug bei den Jungen Deutschland das holländische Team mit 7:1. Nun beginnt morgen im irischen Cork die neunte Kontinentalmeisterschaft der A-Jugendlichen. Die beiden Auswahlen des Deutschen Hockey-Bundes sind mit großen Ambitionen Richtung grüne Insel aufgebrochen.

U18-Mädels wiollen Serie unbedingt durchbrechen!

Nach vier zweiten Plätzen in Folge, jedes Mal verbunden mit Finalniederlagen gegen die Niederlande, würden die deutschen Mädchen zu gerne diese Serie durchbrechen und selber mal wieder ganz oben stehen, wie es 2002 bei der Premiere der U18-Europameisterschaften das bisher einzige Mal gelang. Vielleicht geben gerade die abschließenden Vorbereitungsspiele auf die Cork-EM Hoffnung. Da spielte das Team von Bundestrainer Markku Slawyk in Hilversum 4:4 und 3:2 gegen Gastgeber Niederlande. „In der guten EM-Vorbereitung hat das Team konsequent an den notwendigen Inhalten gearbeitet und sich kontinuierlich und deutlich im Verlaufe des Jahres gesteigert“, waren diese Ergebnisse für Slawyk das Resultat einer Entwicklung, die nun in Irland anhalten soll. „Wenn wir unsere Stärken im Team (hohe taktische Variabilität, starker Siegeswille, dynamisches Tempospiel, gute Standards) auch im Turnierverlauf durchsetzen können, hat es jedes andere Team gegen unsere junge Mannschaft mit vielen Spielerinnen des Jahrganges 1999 schwer“, ist der Bundestrainer überzeugt.
Vom 2015er-EM-Team sind noch sechs auch in Cork dabei: Torhüterin Selina Müller und die Feldspielerinnen Naomi Heyn, Emily Kerner, Nicola Pluta, Lena Micheel und Sonja Zimmermann. Neben diesen Vertreterinnen des Jahrgangs 1998 bildet ansonsten der jüngere JA-Jahrgang 99 mit zehn Spielerinnen das Gesicht des Teams. In der Gruppenphase geht es erst gegen Russland, dann gegen England (Slawyk: „Unser stärkster Gegner in der Gruppe, auf Augenhöhe, wichtig um den Gruppensieg zu erreichen“) und schließlich Gastgeber Irland. In der anderen Gruppe erwartet der Bundestrainer den sechsfachen EM-Sieger Niederlande als Sieger, dahinter Spanien oder Belgien – „alles Mannschaften mit gutem Potenzial“.
„Letztendlich hängt viel davon ab , ob wir gut und fokussiert starten und uns im besonderen im Verlaufe des Turniers so steigern können, dass wir die beste Teamleistung gegen die stärksten Gegner abrufen können“, sagt Markku Slawyk, der „mit positiver Vorfreude“ beobachtet, „wie ambitioniert und konsequent unser Team das EM-Turnier angeht“.

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Jungs vor großer Herausforderung

Bei den Jungs könnten gleich sieben Spieler einem neuerlichen EM-Triumph entgegen sehen: Carl Blumensaat, Niklas Bosserhof, Paul Dösch, Leopold Harms, Cornelius Heidmann, Thies Prinz und Jan Schiffer waren beim phänomenalen Sieg 2015 dabei, übrigens auch der heutige Chefcoach Akim Bouchouchi als Co-Trainer von André Henning. 31 Tore in fünf Spielen führten den deutschen Express damals zum Titel, den zweiten nach 2007. „Keine deutsche Mannschaft hat bisher ihren Titel erfolgreich verteidigen können“, sagt Bundestrainer Akim Bouchouchi über die EM-Historie und zieht daraus einen motivatorischen Ansatz: „Natürlich haben wir das Ziel, die erste Mannschaft zu sein, die das schafft.“
Den Niederländern ist das schon gelungen, als sie dem EM-Sieg 2003 bei der nächsten Veranstaltung 2005 bestätigten. Ebenso den Belgiern, die 2009 und 2011 siegten. Auch Irland (2002), England (2007) und Spanien (2013) waren schon mal Europameister im männlichen A-Jugend-Bereich.
Deutschland tritt in Cork zunächst gegen Gastgeber Irland an und spielt danach gegen Belgien und Tschechien. In der anderen Gruppe kämpfen Niederlande, England, Spanien und Italien um die beiden Plätze für das Halbfinale.
„Wir wissen um die Herausforderung dieser Aufgabe“, sagt der Bundestrainer, der aufgrund der in den Vorbereitungsspielen erzielten Ergebnisse gegen die anderen „Großen“ (Belgien, Niederlande, England) weiß, „wie eng wir beieinander liegen“. Deshalb sei der Traum von der Titelverteidigung „kein Selbstläufer“. Doch Akim Bouchouchi sagt auch: „Ich traue unseren Jungs aber viel zu.“ Letztlich vertraut auch der Düsseldorfer Coach einer ziemlich jungen Zusammensetzung. Vom 18er-Aufgebot für Cork sind die Spieler des 98er-Jahrgangs (10) nur knapp in der Mehrheit gegenüber den 99er-Spielern (8). „Unsere Mannschaft hat viel Potenzial. Wenn wir es schaffen, dieses Potenzial voll abzurufen und uns im Turnier stetig steigern, können wir erfolgreich sein“, glaubt Bouchouchi.
Bei den Schiedsrichtern wird Deutschland durch Sophia Bockelmann und Tim Meissner vertreten sein, im Kreis der Offiziellen mischen Frank Lubrich als Technical Officer und Carola Meyer als EHF-Representative mit.

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