EHL: HTHC ausgeschiedenDas Halbfinale war in Barcelona Endstation für die HTHC-Herren! 2:4 (1:3) gegen Amsterdam H&BC

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EHL: HTHC ausgeschieden

Das Halbfinale war in Barcelona Endstation für die HTHC-Herren! 2:4 (1:3) gegen Amsterdam H&BC

Die Herren des Harvestehuder THC haben den Einzug ins Endspiel der Euro Hockey League verpasst. Die Hamburger unterlagen beim Final Four in Barcelona (ESP) dem niederländischen Topclub Amsterdam H&BC mit 2:4 (1:3). Dabei musste der HTHC – wie schon im Viertelfinale – erneut einem Drei-Tore-Rückstand hinterher laufen, konnte diesen allerdings diesmal nicht mehr aufholen.

„Ich mache meiner Mannschaft keinen Vorwurf. Wie wir heute gespielt haben, war insgesamt Okay, aber eben auch nicht mehr“, bewertete HTHC-Coach Christoph Bechmann die Leistung seines Teams. „In der ersten Hälfte waren wir zu ängstlich. Bei einem Final Four muss man anders auftreten. In der zweiten Halbzeit lief es besser, und nach dem 2:3 hatten wir auch noch genügend Zeit und einige gute Kreisszenen. Aber es zog sich heute durch das ganze Spiel, dass wir letztlich nicht zwingend genug waren. Und dann ist es auch in Ordnung, dass Amsterdam hier gewinnt.“

Die Teams begannen zunächst recht verhalten, bis Tobias Lietz im Mittelfeld gegen Valentin Verga den Ball gewann und einen Konter einleitete, der allerdings zwar nicht wirklich gefährlich wurde, aber das Spiel in Fahrt brachte (6.). Auf der anderen Seite wurde es erstmals gefährlich, als Kenny Bain einen Schlenzer in den Kreis zu Mirco Pruyser spielte, der für erste Gefahr sorgte. In der zehnten Minute unterstrich Pruyser dann seine Torgefährlichkeit eindrucksvoll. Valentin Verga brachte den Ball nach einem Doppelpass mit Billy Bakker hart vor das Tor, wo Pruyser stark mit dem halbhohen Schläger zur Stelle war und den Ball ins Tor stach (10.). Verga blieb ein Unruheherd und sorgte mit guten Pässen in die Spitze weiter für Bewegung im Harvestehuder Viertel. Die Niederländer waren nun das druckvollere Team und zwangen den HTHC dazu, sich zunächst auf die Defensive zu konzentrieren.

Zu Beginn des zweiten Viertels kam auch der HTHC mal wieder vor des Gegners Tor, doch David Goodfield, der den Ball von der Hundekurve zugespielt bekam, konnte Laurens Goedegebuure im Amsterdamer Tor nicht überwinden (17.). Im Gegenzug fand Justin Reid-Ross einen HTHC-Fuß im Kreis und holte so die erste Strafecke des Spiels, die er selbst mit einem harten Schlenzer zum 2:0 verwandelte (18.). Harvestehude zeigte sich nicht geschockt, sondern spielte weiter mutig nach vorn. Als der Amsterdamer Keeper mit einer Fußabwehr den Fuß eines Mitspielers traf, gab es auch für den HTHC die erste Ecke. Michael Körper setzte zum Schlenzer an, doch Teun Rohof war schon zu dicht dran und wehrte ab (20.). Der HTHC hatte danach ein paar gute Offensivszenen in Folge, ohne jedoch gefährlich zum Abschluss zu kommen. Brendan Creed zwang Goedegebuure zwar einmal zu einer Rettungstat, doch der Schuss kam von knapp außerhalb des Kreises, hätte nicht gezählt (22.). In Überzahl – nach grüner Karte für die robust zur Sache gehenden HTHCer – gelang Amsterdam das dritte Tor. Valentin Verga bekam den Ball im Konter auf halbrechts, wartete lange und schob den Ball vorbei an dem herausstürmenden Tobias Walter. Robert Tigges gab dem Ball wohl noch den letzten Tick, aber das Tor ging zu 99 Prozent auf das Konto des starken Verga (28.). Amsterdam schien schon auf dem Weg ins Endspiel, aber noch vor der Halbzeitpause schlug der HTHC zurück. Die zweite Strafecke spielten die Hamburger als Variante. Tobias Hauke legte den Ball nach rechts zu Felix Mathes, der ihn mit einem Schrubber ins Tor beförderte (30.). Die Niederländer ließen die Szene per Video-Beweis überprüfen, hatten den Ball wohl zu hoch gesehen, aber der Treffer zählte.

Der HTHC versuchte, druckvoll in die zweite Spielhälfte zu starten, musste aber aufpassen, nicht einen Konter der Niederländer zu bekommen. In der 34. Minute lag der Ball wieder im HTHC-Tor, nachdem Pruyser ihn im Nachsetzen über die Linie geschoben hatte, doch Schiedsrichter Nathan Stagno hatte zuvor einen Regelverstoß gesehen. Stattdessen gelang dem HTHC der wichtige Anschlusstreffer. Finn Köhler trug den Ball in den Kreis, geriet dabei ins Straucheln, aber konnte im Fallen noch mit der Rückhand abschließen und traf sehenswert flach ins lange Eck (36.). Tobias Walter zeigte in der 40. Minute seine ganze Klasse, als Billy Bakker den Ball in den Kreis brachte, wo er einem HTHC-Verteidger durchrutschte und so Kenny Bain frei vor Walter stand. Den Lupfer parierte Walter mit einem starken Reflex, Santi Freixa kam danach nicht mehr an den Ball. Drei Minuten später gab es die zweite Strafecke für Amsterdam. Reid-Ross wieder mit einem harten Schlenzer, aber diesmal war Tobias Walter mit dem Handschuh zur Stelle und zeigte die zweite starke Parade in Folge. Jetzt war Walter offenbar warm, denn mit dem Schlusspfiff des dritten Viertels hielt er auch noch einen Stecher des erneut völlig freien Bain aus zwei Metern (45.).

Der HTHC legte mit Wiederanpfiff noch mal eine Schippe drauf, drückte auf den Ausgleich, doch Amsterdam ließ zunächst nicht viel zu, lauerte zudem auf Konterchancen. Michael Körper versuchte sich ein, zwei Mal im gegnerischen Kreis, kam aber nicht kontrolliert zum Abschluss. Der HTHC musste ständig aufpassen, nicht von den schnell umschaltenden Holländern überrumpelt zu werden. Das gelang auch lange, aber in der 55. Minute gab es erneut Strafecke für Amsterdam. Reid-Ross’ Schlenzer wurde abgeblockt, und dabei ging ein HTHC-Schläger zu Bruch. Das Spiel lief aber weiter, Amsterdam reagierte schneller und brachte den Ball zu Mirco Pruyser, der aus kurzer Distanz das 4:2 markierte. Der HTHC nahm umgehend Tobias Walter vom Platz, um mit einem weiteren Feldspieler zu agieren, und nach Gelb für Billy Bakker war man auf dem Feld sogar doppelt in Überzahl. Michael Körper versuchte es mit einem Rückhand-Volley mit dem Rücken zum Tor, zielte dabei allerdings einen Tick zu hoch (57.). Und kurz darauf drehte Körper jubelnd ab, weil er dachte, das 3:4 erzielt zu haben. Doch der Schiedsrichter hatte Körper nicht mehr am Ball gesehen, und der Video-Beweis brachte auch keine andere Entscheidung (59.). Die Zeit lief ab, und Amsterdam zog ins Endspiel der Euro Hockey League ein.

Tore:
0:1 Mirco Pruyser (10.)
0:2 Justin Reid-Ross (KE, 18.)
0:3 Robert Tigges (28.)
1:3 Felix Mathes (KE, 30.)
--------------
2:3 Finn Köhler (36.)
2:4 Mirco Pruyser (KE, 55.)

Strafecken:
HTHC 2 (1 Tor) / AH&BC 3 (2 Tore)

Grüne Karte:
Tobias Hauke (27.) / ---

Gelbe Karte:
--- / Billy Bakker (56.)

Schiedsrichter:
Marcelo Servetto (ESP) / Nathan Stagno (GIB)

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