Fürs Lebenswerk: Greta BlunckDie erste weibliche Bundestrainerin des DHB erhielt die Paul-Reinberg-Plakette

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Greta Blunck für ihr Lebenswerk geehrt

Die erste weibliche Bundestrainerin des DHB erhielt die Paul-Reinberg-Plakette

17.05.2021 - Anlässlich des digitalen DHB-Bundestags sind einige verdiente Mitglieder der Hockeyfamilie geehrt worden. Wir werden alle Geehrten in den nächsten Tagen hier nochmal präsentieren. Die Paul-Reinberg-Plakette, die höchste Ehrung des Verbandes, erhielt Greta Blunck für ihr Lebenswerk. Vizepräsident Klaus Täubrich hatte bei der 83-jährigen Hamburgerin vorbeigeschaut, um ihr die Plakette schon im Vorfeld des Bundestages zu überreichen.

"Ich habe mich natürlich sehr gefreut", verriet Greta Blunck hockey.de. "Dabei finde ich, dass es so viele andere gibt, die inzwischen auch mal geehrt werden sollten. Ich habe auf jeden Fall erstmal nachgelesen, wann Paul Reinberg eigentlich genau DHB-Präsident war. Wir hatten ja damals eher mit der Bundesmädchenwartin Barbara Kolbenschlag zu tun. Das war ja noch sehr getrennt. Und ich glaube, ich war ihm auch etwas zu frech." Doch Greta Blunck ist ein wandelndes Hockey-Geschichtsbuch und konnte Klaus Täubrich bei der Übergabe tatsächlich ein Hockeyjahrbuch zum 50-jährigen DHB-Jubiläum präsentieren, in das Paul Reinberg ihr eine persönliche Widmung geschrieben hatte.

"Greta", wie die Mutter von Olympiasieger Christian "Büdi" Blunck in Hockeykreisen von allen nur genannt wird, war als Spielerin wie Trainerin gleichwertig erfolgreich. Mit ihrem Harvestehuder THC holte sie zehn deutsche Feldmeistertitel und gewann 1974 den erstmals ausgetragenen Europapokal der Landesmeister. Als sich der Verband Ende der 70er Jahre von seinem damaligen Damen-Bundestrainer trennte, wurde man bei Greta vorstellig, um zu fragen, ob sie das Amt bis zu den Olympischen Spielen in Moskau übernehmen könnte. Das tat sie und holte mit dem Team 1979 in Vancouver die Vize-Weltmeisterschaft sowie das Olympiaticket. Zum Auftritt in Moskau kam es durch den Olympia-Boykott bekanntlich leider nicht mehr.

Doch Trainerin ist Greta bis heute. Es ist kaum schätzbar, wie viele junge Talente sie als Jugendtrainerin vom Voßberg aus auf die Reise geschickt hat. Noch heute, obwohl die Augen nicht mehr so richtig wollen, steht sie fast täglich noch mit HTHC-Jugendteams auf dem blauen Kunstrasen an der Barmbeker Straße und vermittelt die Grundlagen des Hockeysports. Auch mit den "Hockeys", Hamburgs erster Mannschaft für Menschen mit geistiger Behinderung, die Greta Blunck seit ihrer Gründung vor fast 30 Jahren betreut, hat sie noch regelmäßigen Kontakt und besucht deren Trainings, wann immer es geht.

Geehrt wurde die "Grand Dame" des Hockeysports schon mehrfach. 2008 erhielt sie erst das Bundesverdienstkreuz und dann, bei der Sportgala ihrer Heimatstadt Hamburg, die Ehrung für ihr Lebenswerk. "Jetzt ist genug geehrt", sagt sie deshalb auch ganz klar. "Jetzt wollen wir nur noch Erfolge in Tokio!"

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