DM: UHC holt Titel-HattrickIm Finale bezwang der Titelverteidiger den Mannheimer HC mit 2:0 (2:0)

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D&S Final Four: UHC-Damen zum dritten Mal in Folge Feldmeister

Im Finale bezwang der Titelverteidiger den Mannheimer HC mit 2:0 (2:0)

28.05.2017 - Mannheim scheint für den UHC ein guter Final-Four-Austragungsort zu sein - die Mission Titelverteidigung ist geglückt: Die Hamburgerinnen haben sich im Finale um die Deutsche Hockeymeisterschaft mit 2:0 (2:0) gegen die Gastgeberinnen vom MHC durchgesetzt und damit deren Traum vom Titel auf der eigenen Anlage zum Platzen gebracht. Die UHC-Damen sicherten sich damit den sechsten Feldtitel der Vereinsgeschichte und das Startrecht im A-Europapokal. Mannheims Qualifikation für den internationalen Wettbewerb hatte durch Platz eins in der Liga schon festgestanden.

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Highlight-Zusammenfassung DHB / YouTube Channel

Philipp Stahr, MHC-Trainer: „Wir konnten den Ausfall unserer Top-Spielerinnen heute nicht kompensieren. Bei Florencia Habif ist die Sehne am Knie leicht angerissen. Das Risiko war zu groß, sie damit heute spielen zu lassen. Wir haben trotzdem gut angefangen, aber leider das durchaus mögliche Führungstor nicht gemacht. Dann hat der UHC mehr und mehr die Kontrolle übernommen. Bei den Gegentoren sahen wir nicht so gut aus, aber da will ich meinen extrem jungen Abwehrspielerinnen, die da beteiligt waren, keinen Vorwurf machen. Wille und Leidenschaft haben bei uns heute absolut gestimmt. Wir sind spielerisch gegen einen UHC, der seine Klasse heute absolut bestätigt hat, zu sehr an unsere Grenze gekommen. Insofern sind die auch verdient Meister geworden!“

Claas Henkel, UHC: „Das war schon nah dran am perfekten Spiel, was die Mädels heute abgeliefert haben. Die haben individuell und als Gruppe heute eine sehr gute Leistung rausgeknallt. Wir haben uns noch viel mit der zittrigen Schlussphase gestern gegen Köln beschäftigt, und heute ist das alles deutlich besser aufgegangen. Ich bin sehr stolz auf die Mädels. Wenn München und wir uns im Europapokal gut anstellen, könnte der MHC ja nächstes Jahr auch als zweites deutsches Team im A-Europapokal starten. Mannheim kann schon sehr stolz auf seine gesamte Saisonleistung sein.“

Beide Mannschaften zeigten sich von der ersten Sekunde an angriffslustig, von Nervosität, sowohl bei den Hamburger Routiniers, als auch bei den Mannheimer Premierenfinalistinnen, keine Spur. So dauerte es nicht lange, da waren die UHC-Damen das erste Mal im Mannheimer Kreis zu finden - Torhüterin Nadine Stelter parierte und sorgte so für eine schnelle Konterchance ihrer Mannschaft. Lydia Haase zog von rechts ab - aber auch dieser Schuss klingelte nicht im Tor.Trotz hochsommerlicher Temperaturen legten beide Teams ein hohes Tempo ins Spiel, versuchten mit schnellen und langen Pässen in den gegnerischen Kreis vorzudringen. In der neunten Spielminute hatte der MHC den Führungstreffer dann per kurzer Ecke auf dem Schläger, vergab aber. Umgekehrt ließen sich die Hamburgerinnen nicht bitten und verwandelten den anschließenden Konter nach etwas Gerangel vor dem Tor ebenfalls in eine Eckenchance. Und die Gastgeberinnen verdankten es erneut einer gut aufgelegten Torfrau, dass es nach elf gespielten Minuten noch 0:0 stand.In den darauffolgenden Minuten konnte sich der MHC verstärkt in der gegnerischen Hälfte positionieren, zu einem wirklich gefährlichen Torschuss kam es aber erstmal nicht mehr. Dafür gelang es Janne Müller-Wieland nach der Auszeit, den blauen Block kurz zittern zu lassen - doch die Nationalspielerin vergab die Großchance nach Zuspiel von Marie Mävers, direkt vor dem Tor stehend, und schoss rechts am Pfosten vorbei.In Spielminute 27. war es dann erneut Marie Mävers, die ihrer Mannschaft die Führungschance erspielte: Nach einem Sprint schoss sie von rechts in den Kreis, wo Eileen Hoffmann genau richtig stand und das 1:0 für den UHC per Stecher erzielte. Der MHC schien danach ein bisschen das Selbstbewusstsein zu verlieren, die Hamburgerinnen gewannen mehr Zweikämpfe - und konnten so die Führung sogar noch erhöhen. Wenige Sekunden vor der Halbzeitpause war es wieder Eileen Hoffmann, die mittig vor dem Tor stehend nicht hart genug bedrängt wurde und mit einem harten Schuss die Anzeigetafel auf 2:0 springen ließ.

Nach der Pause war es dann die Mannheimerin Cécile Pieper, die für die erste Torchance sorgte: Sie kämpfte sich bis in den Kreis vor und zog von links ab, doch Yvonne Frank hatte ihren Fuß richtig positioniert, keine Gefahr für die langjährige Nationalkeeperin. Danach hatte Frank erstmal nicht viel zu tun: Ihre Mannschaft zeigte sich in der gegnerischen Hälfte sehr präsent, kämpfte sich mit langen Pässen und schnellen Sprints immer wieder nach vorn. Zählbares kam dabei aber nicht heraus.Die MHC-Damen dagegen verloren an Tempo, individuelle Fehler sorgten für Ballverluste. In der 49. Minute dann die wichtige Chance zum Anschlusstreffer: Der Schiedsrichter entschied auf kurze Ecke nach Fußspiel, doch die Variante missglückte, der Schlenzer ging links am Tor vorbei. Zwei Minuten später gab es dann schon die nächste Torchance per kurzer Ecke für den MHC: Nike Lorenz trat an, doch sie verfehlte die rechte Ecke knapp. Eine Viertelstunde vor Schluss musste die Nationalspielerin dann zunächst verletzt vom Platz, nachdem sie den Schläger einer Gegenspielerin abbekommen hatte.Mannheim kam nicht mehr richtig ins Spiel, der UHC war zu dieser Phase spielbestimmend. Nach einer Auszeit zehn Minuten vor Schluss nahmen die MHC-Damen ihre Torfrau raus, versuchten nun mit einer zusätzlichen Feldspielerin, den amtierenden Meisterinnen die Stirn zu bieten. Tatsächlich musste Yvonne Frank in den letzten Spielminuten aufmerksamer sein, die Mannheimerinnen kämpften sich immer wieder vor ihr Tor - ohne Erfolg. Am Ende hieß es 2:0 für den UHC - den alten und neuen Deutschen Meister.

Tore:
0:1       Eileen Hoffmann (27.)
0:2       Eileen Hoffmann (35.)
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Ecken: MHC 3 (kein Tor) / UHC 1 (kein Tor)

Grüne Karten: Maxi Pohl (45.)

Schiedsrichter: G. Schmitz / A. Sehrt

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