Trainersymposium zum 20. MalAm 4./5. November in Köln stehen die veränderten Anforderungen des Trainerprofils im Fokus

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Trainersymposium zum 20. Mal

Am 4./5. November in Köln stehen die veränderten Anforderungen des Trainerprofils im Fokus

Beim 20. DHB-Trainersymposium des DHB am 4./5. November im LLZ in Köln stehen die veränderten Anforderungen des Trainerprofils im Fokus. Der Rückblick auf die Entwicklungen der vergangenen Jahre und die gezogenen Erkenntnissen und Erfahrungen lassen einen Ausblick auf die nächsten Jahre zu. Welche Veränderungen gab es? In welcher Form hat ein Wandel stattgefunden? Warum haben sich die Ansprüche an einen Trainer verändert? Welche Themen sind heute für Trainer relevant und welcher Weg liegt vor Trainern und der Trainerausbildung?

Unter anderem werden Markus Weise und Prof. Dr. Lutz Nordmann (Direktor der Trainerakademie des DOSB) mit weiteren Gästen über die Fragen und die geforderten Kompetenzen von Coach und Spieler in einer Podiumsdiskussion diskutieren. Andere Generationen, anderes Training, Generation Y, Autorität, Mitsprache, Medien und Kompetenzvielfalt sind nur ein paar Schlagwörter, mit denen ein Trainer im Jahr 2016 zu tun hat. Vor zwanzig Jahren war eine Trainerin für Technik, Taktik und den Umgang mit Ball und Schläger auf dem Feld zuständig. Der Fokus galt dem Blick auf das Spielfeld. Der Ansatz damals zeitgemäß, die Taktiken erfolgsversprechend und die Techniken innovativ.
Torwarttraining, Athletiktraining und spezielle Einheiten für Torhüter und Eckenschützen stehen nun auf den wöchentlichen Trainingsplänen von Spielern und Trainern. Mit den ersten Sportpsychologen ist das Thema Persönlichkeitsentwicklung nun ebenfalls fester Teil der Teamförderung. Denn es zählt nicht mehr nur der Spieler und seine Fähigkeiten auf dem Platz mit Schläger und Ball, sondern auch seine Ausstrahlung, sein Verhalten und seine Wirkung auf das Team.

Wandel der Gesellschaft
Nicht alle Aspekte treffen gleichwertig auf alle Spielklassen und Mannschaften zu. Dennoch hat auch ein Kinder-und Jugendtrainer mit anderen Umständen zu kämpfen, als noch vor 20 Jahren. Neben teilweise längeren Schulzeiten und erhöhtem Leistungsdruck, hat das veränderte Sozialverhalten Auswirkungen auf den gegenseitigen Umgang miteinander. Absagen kommen spontan und sporadisch per WhatsApp und auch der Kontakt zu Eltern läuft meist nur noch über die schnelle Kurzmitteilung oder eine abrufbare Sprachnachricht.
Die jungen Spieler der Generation "Digital Natives" wachsen mit den sozialen Medien (Facebook, Twitter, Youtube & Co) und mobilem Internet auf, das Smartphone als ihr ständiger Begleiter. Sicherer Umgang mit dem Smartphone und Kommunikation auf Augenhöhe sind gefordert. Die Moderne Technik nimmt ebenfalls Einfluss auf die inhaltliche Arbeit des Trainers. Zum Beispiel können Feedback-Schleifen unmittelbar stattfinden und Spielreihen veranschaulicht wiedergegeben werden.
Kreidetafeln und Bücher sind ersetzt durch Tablet und 3-D Grafiken. Dazu kommen Themen wie „Prävention sexualisierte Gewalt“, „Parahockey“ und „Neue Zielgruppen“. Bewusster Umgang von Trainer mit Spielerinnen, aber auch Selbstschutz des Trainers und Ausbildung des eigenen Trainernachwuchses sind heute von Bedeutung. So wie Integration, die von der Gesellschaft gefragt ist. Sport ist hier ein entscheidender Förderfaktor und hilft Menschen mit Behinderung, Personen mit Migrationshintergrund und Flüchtlingen von der Gesellschaft aufgenommen zu werden. Unabhängig von der Lizenzstufen und der Spielklassen - diese Themen betreffen alle Trainer.

Vertrauensperson Trainer - autoritärer Stil war gestern
Das Verhältnis zwischen Trainern und Spielern hat sich in den vergangenen 20 Jahren geändert. Der Trainer ist Ansprechperson bei Problemen und in private Dinge involviert, denn emotionale Belastungen wirken sich auf das Spiel, die Gemütslage und die Leistung der Spieler aus. Das Verhältnis und die Kommunikation sind zudem offener und direkter geworden. Der autoritäre Stil vergangener Zeiten ist vorbei.
Die Kennzeichen der Generation Y wirken auch auf den Sport. Die Spieler und Spielerinnen wollen nicht bevormundet werden, sie stellen Fragen, wollen das Spiel verstehen und selbst Vorschläge machen, sich einbringen können. Früher waren Trainer für Technik mit Ball und Schläger zuständig. Menschen beobachten, Persönlichkeiten analysieren, den passenden Führungsstil finden und Angelegenheiten gemeinsam lösen – das sind mittlerweile auch Aufgaben des Trainers.

Prozesscoaching
Um auf diese neuen Anforderungen vorbereitet zu sein, sind psychologische Hintergründe zu Mannschafts- und Gesprächsführung zum Teil der DHB-Trainerausbildung geworden. Eine Neuerung, die im Laufe der Entwicklung in den vergangenen Jahren entstanden ist. Bei der Weiterentwicklung der Ausbildung der Top-Coaches zieht der DHB seit einigen Jahren einen Prozessberater mit heran. Dieser begleitet den Entwicklungsprozess des Ausbildungssystems und führt das Team um das Projekt NextCoach, bei der Analyse und Entwicklung eigener Lösungsideen und innovativen Ausbildungsinhalten.
Die Art der Beratung ist auch bei der täglichen Arbeit als Trainer förderlich und trifft die Bedürfnisse der Spieler, sich aktiv in die Ideenentwicklung einzubringen. Anstatt einer Lösungsvorgabe, führt der "Coach 2.0" die Spieler an die Entwicklung der eigenen Ideen heran. Die Spieler sind aktiv in den Prozess eingebunden, haben ein umfangreiches Verständnis für die Lösung und höhere Akzeptanz. Coaches sind Trainer, Prozesscoach, Lehrer und Vertrauensperson - All in one.

Bei den weiteren Seminaren und Vorträgen zu den interessanten Themen erwarten die Teilnehmer Referenten wie Bundestrainer Valentin Altenburg, Torwarttrainer Kiko Gonzales und Athletiktrainer Falk Schade. Anmeldungen sind ab sofort bei der DHB-Sportentwicklung über Katharina Bos, Mail: bos@deutscher-hockey-bund.de.

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