Honamas stehlen alle 6 PunkteDHB-Herren gewinnen auch das zweite Pro-League-Spiel in Amsterdam mit 3:1 (1:0)

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Pro League: Honamas stehlen alle sechs Punkte

DHB-Herren gewinnen auch das zweite Pro-League-Spiel in Amsterdam mit 3:1 (1:0)

07.03.2021 - Das deutsche Herrenteam hat – 24 Stunden nach dem 4:2-Sieg in Amsterdam gegen die Niederlande – auch das zweite Pro-League-Duell mit dem europäischen Rivalen gewonnen. Beim 3:1 am Sonntag wackelte das Team im dritten Viertel nach dem 1:1 der Holländer kurz, setzte sich aber dank überragender Defensivarbeit und zweier starker Offensivaktionen in der Schlussphase durch. Benedikt Schwarzhaupt feierte bei diesem Sieg ein gutes Debüt im deutschen A-Kader, wie der Bundestrainer lobte.

Kais al Saadi: „Wir haben in der ersten Hälfte guten Spielaufbau gezeigt und gegen eine deutlich verbesserte holländische Mannschaft mir ordentlich Wut im Bauch, gut gegengehalten und auch einige Ecken und Chancen erarbeitet. Zweite Hälfte ging es darum, hier den Kampf zu bestehen. Das hat das Team gespürt und gut zusammengehalten. Wir freuen uns natürlich über die Momentaufnahme. Das war gut fürs Selbstvertrauen dieser neu formierten Mannschaft. Da wird auch keiner abheben jetzt. Gerade weil wir zurzeit noch so viele im Kader haben, ist das mit dem entstandenen Teamspirit richtig super! Das ist mit einem kleinen Kernteam normaler Weise einfacher. Da wächst gerade ein Profil, und das gefällt mir von der Haltung her richtig gut.“
Christopher Rühr: „Wenn man unsere Spiele gegen Holland in den letzten ein, zwei Jahren erinnert, hat man vielleicht keine zwei Siege von uns hier erwartet, aber wir haben in den letzten Tagen eine ganz starke Entwicklung durchgemacht und es uns verdient. Insbesondere die Defensive war sehr stark. Wir haben im Eins-gegen-Eins sehr gut gearbeitet. Das war ein Erfolg unserer Mentalität!“
Justus Weigand: „Es war ein anderes Spiel als gestern. Wir sind über die Zweikämpfe irgendwann gut ins Spiel gekommen. Es war uns wichtig, dass wir hinten gut stehen, weil wir wissen, dass es dann vorn mit Toren schon irgendwann klappt. Wir wollten das Level vom gestrigen Spiel unbedingt halten, und das ist uns, denke ich, gut gelungen.“

Man merkte den Niederländern von Beginn an an, dass sie sich für das klare 2:4 am Vortrag rehabilitieren wollten. Doch die Honamas ließen sich vom Alarm der Gastgeber nicht anstecken, setzten über Ballbesitz und ruhigen Aufbau eigene Akzente dagegen. Christopher Rühr hatte die erste Großchance, als er aus kurzer Distanz nur den Außenpfosten traf (5.). Kurz darauf wurde ein Schlenzer von Rühr knapp neben den linken Pfosten gelenkt. Thierry Brinkman sah dann Gelb für einen Schubser gegen Rühr (7.).
In Überzahl holte das DHB-Team die erste Ecke heraus (10.), doch Pirmin Blaak rettete in seinem 100. Länderspiel für Oranje ganz stark gegen Windfeders Schuss und einen Nachschuss. Doch in der nächsten Aktion bereitete Malte Hellwig stark für Justus Weigand vor, der kurz vor Blaak unhaltbar zum 0:1 abfälschte (12.). Ein Stockfoul von Wellen brachte die erste Ecke für Holland, doch der Schuss von Janssen wurde gut abgelaufen, die Rebounds geklärt. Die Gastgeber pressten in der Schlussphase des ersten Viertels stark, aber kamen zu keiner richtig klaren Torchance.

Als Jeroen Hertzberger wegen Meckerns Grün sah (18.), holten die Deutschen ihre zweite Ecke in Überzahl. Doch Blaak hielt Windfeders flachen Schlenzer mit dem Kicker. Als Kaufmann von links abziehen konnte, klärte Blaak gefährlich auf Kosten der dritten deutschen Ecke (20.), doch die missglückte und Weigand setzte einen Nachschuss deutlich links neben das Tor. Die Deutschen weiter sehr abgeklärt, bauten ganz in Ruhe auf.
Malte Hellwig zog die nächste Ecke (22.), doch Blaak lenkte Häners Schlenzer hauchdünn neben den linken Pfosten. In der 26. Minute dann auch die zweite holländische Ecke, die Jip Janssen aber neben das Tor setzte. Fuchs erarbeitete im Konter dafür die fünfte Strafecke fürs DHB-Team (27.), die Balk aber stark ablief. Nach einem tollen Angriff über Rühr hatte Kaufmann noch eine Großchance, verzog die Rückhand aber ein wenig nach rechts. Die Führung zur Pause aber hoch verdient für das deutsche Team.

Zu Beginn des dritten Viertels erhöhte das holländische Team den Druck, aber die Honamas behielten die Ruhe und standen hinten sehr sicher. Doch einmal kombinierten sich die Niederländer dann gut und schnell durch die Mitte. Seve van Ass mit starker Einzelaktion, der Stadler mit einem Volleyschuss aus neun Metern keine Chance ließ (38.).
Die Deutschen ließen sich davon nicht beeindrucken, versuchten selbst wieder in den Angriff zu kommen. Windfeder geriet ein aussichtsreicher Querpass links am Kreisrand zu hoch (42.). Die Gastgeber zwar mit ihrer besten Phase des Wochenendes jetzt, sehr aggressiv, schnell und zielstrebig auf dem Weg in den Kreis, es ging trotzdem mit dem 1:1 ins letzte Viertel.

Oranje machte weiter Druck, doch Stadler war ganz ruhig zweimal zur Stelle, als er gebraucht wurde. Und dann hatte Rühr nach einem Gewühl im Kreis der Niederländer eine Riesenchance per Volley, der aber knapp links vorbeiging. Im Gegenzug sah Martin Häner für ein Foul Grün. Doch in Unterzahl schlug das DHB-Team eiskalt zu. Fuchs führte einen Freischlag schnell aus und Weigand drückte die Kugel rechts am Tor unter Blaak hindurch zum 1:2 über die Linie (51.).
Es wurde hektisch. Mats Grambusch sah Grün für einen nicht eingehaltenen Abstand (52.). Christopher Rühr verletzte sich bei einem Konter, als er bei einer Drehung im Kunstrasen hängen blieb (53.), konnte kurz darauf aber weiterspielen. Dann sah Wellen Grün für Ball Wegspielen. Das DHB-Team dadurch sechs Minuten in Unterzahl. Doch die Phase spielten die Deutschen extrem griffig und konzentriert.
Zwei Minuten vor Ende wurde dann Blaak für einen elften Feldspieler vom Platz genommen. Doch das bestraften die Honamas sofort. Rühr und Hellwig trugen die Kugel links in den Kreis, Mats Grambusch blockte den Befreiungsschlag und traf dann mit der Vorhand ins lange Eck zum 1:3-Endstand (59.). (Fotos: worldsportpics.com)

Tore:
0:1    Justus Weigand (12.)
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1:1    Seve van Ass (38.)
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1:2    Justus Weigand (51.)
1:3    Mats Grambusch (59.)

Ecken:
NED 2 (kein Tor) / GER 5 (kein Tor)

SchiedsrichterInnen:
Laurine Delforge (BEL) / Jonas van’t Hek (NED)

Video-Schiedsrichter:
Coen van Bunge (NED)

» der deutsche Kader am Sonntag

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