Meister: "Besonderes Flair"Die deutsche Schiedsrichterin Michelle Meister leitete vier Partien bei Olympia in Rio.

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Meister: "Besonderes Flair"

Die deutsche Schiedsrichterin Michelle Meister leitete vier Partien bei Olympia in Rio.

Die Berlinerin Michelle Meister vertritt den Deutschen Hockey-Bund als Schiedsrichterin des Hockey-Turniers der Damen in Rio de Janeiro. Insgesamt vier Spiele durfte die 37-Jährige bei ihren ersten Olympischen Spielen leiten. Im Interview berichtet sie von ihren olympischen Eindrücken.

Michelle, wie war Dein erstes olympisches Hockey-Turnier? Ist es vergleichbar mit EM, WM oder World League?
Vom reinen Pfeifen auf dem Platz her kann man es schon miteinander vergleichen, auch wenn es natürlich immer etwas Besonderes ist, Spiele mit Teams wie etwa Argentinien zu haben, die man ja nicht so oft hat. Ansonsten versucht man ja bei jedem Turnier, sein Bestes für das Spiel zu geben. Aber für das Gesamterlebnis kommt ja noch das ganze Drumherum dazu. Und das macht es dann doch zu etwas ganz Besonderem.

Es gab ja ein paar Neuerungen, zum Beispiel das konsequente Verhindern so genannter Rudelbildung. Hat das funktioniert oder gab es da Probleme?
Die Teams und Trainer wussten ja schon im Vorfeld, was auf sie zukommt. Und sie fanden die Neuerungen auch gut. Natürlich gibt es Emotionen im Spiel, und die Spieler müssen auch auf Situationen reagieren dürfen, die sie anders gesehen haben. Als Schiedsrichter muss man dann abwägen, ob es nur eine Nachfrage ist oder eine Art Rudelbildung. Insgesamt bin ich persönlich mit meiner Leistung hier zufrieden.

Wie hast Du die Rahmenbedingungen in Rio wahrgenommen?
Vom Sportlichen her kann ich sagen, dass die Anlage sehr gut und Olympischen Spielen würdig ist. Schade ist nur, dass wir hier sehr weit außerhalb liegen, und so eigentlich nur Hockey Interessiertes Publikum im Stadion ist. „Laufkundschaft“ gibt es hier praktisch gar nicht, und im Vergleich zu London sind die Ränge eben oft auch nicht ganz gefüllt. Unsere Unterkunft hier finde ich hingegen eher gewöhnungsbedürftig. Das hat schon einen Kasernenstil mit viel Militärischem drumherum. Daran musste ich mit erst gewöhnen. Auf der anderen Seite fühlt man sich so sehr sicher.

Welche Eindrücke konntest Du abseits der Hockey-Anlage sammeln?
Ich fand schon cool, einfach mal ins benachbarte Stadion zu gehen und dann zum Beispiel Rugby 7 zu sehen. Das kannte ich noch gar nicht in dieser Form. Am vergangenen Sonntag habe ich an einem Tag so viel wie möglich mitgenommen. Usain Bolt bei der Leichtathletik, Wasserball, Basketball, Handball, Tennis, Beachvolleyball an der Copacabana. An diesem Tag im Olympic Park hatte ich auch zum ersten Mal so richtig das Gefühl, bei Olympia zu sein. Die Zuschauer, die Sportstätten – das war schon ein Highlight hier.

Konntest Du Dir auch ein paar Sehenswürdigkeiten anschauen?
Soviel Zeit war ja aufgrund des Spielplans nicht, aber wir versuchen schon, es uns hier schön zu machen. Auf dem Zuckerhut war ich. Das war toll. Wir bleiben auch bis zur Abschlussveranstaltung – das muss bei den ersten Olympischen Spielen schon sein. Sicher haben wir da noch Gelegenheit, uns etwas mehr anzuschauen.

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