Vereinsleben in der PandemieSerie über kreative, spannende Vereins-Initiativen im Lockdown / Folge drei: Düsseldorfer SC 1899

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Vereinsleben in der Pandemie

Serie über kreative, spannende Vereins-Initiativen im Lockdown / Folge drei: Düsseldorfer SC 1899

15.02.2021 - Während der mittlerweile ein Jahr andauernden Pandemie musste der aktive Hockeysport in verschiedenen Phasen ruhen oder konnte nur mit Einschränkungen ausgeübt werden. Für viele Vereine eine schwierige Situation, den Bedürfnissen ihrer Mitglieder gerecht zu werden, beziehungsweise überhaupt mit ihnen in Kontakt zu bleiben. Doch die Kreativität kannte und kennt in den Clubs keine Grenzen. Wir stellen in unserer Serie „Vereinsleben in der Pandemie“ einige Club-Projekte vor.

Folge 3: Düsseldorfer SC 1899

Anfang Februar vermeldete der Düsseldorfer SC 99 für 2020 überraschend einen Mitgliederzuwachs und übertraf damit sogar seine kühnsten Erwartungen an die Zeit in der Corona-Pandemie. Der Hockeyclub im Osten der Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens stieg so mit rund 500 Hockeymitgliedern, 416 davon Jugendliche und Kinder, innerhalb eines Jahres zum zweitgrößten Jugendhockeyverein im Westdeutschen Hockey-Verband hinter dem DHC auf.

Ein Grund für die überraschende Meldung: Das erst vor anderthalb Jahren gegründetes „Team Mitgliedergewinnung“ entschied, auch in Zeiten der Kontaktbeschränkungen einen Hockey-Schnuppertag – natürlich mit strengem Hygienekonzept – zu organisieren. Ende September war es soweit: Zunächst wusste Jugendwart Rolf Schrickel, der an diesem Tag mit dem Team Mitgliedergewinnung und 30 Trainern*innen vor Ort war, nicht, was ihn erwartet: „Interessierte Kinder wurden gleich am Eingang festen Trainer*innen zugeordnet, die Eltern mussten vor der Anlage warten.“ Der Einsatz lohnte sich: Die Zahl der folgenden Neuanmeldungen war zweistellig. Zudem, so Schrickel, stünden noch weitere 50 Schnupperkinder kurz davor, DSC-Mitglied zu werden.

Während der Club also auf der einen Seite in der Mitgliedergewinnung aktiv blieb, hielten weitere Aktionen die Bestandsmitglieder „bei der Stange“. Im November startete auf Initiative von Elternbetreuer*innen über „Kahoot“ ein DSC-Hockeyquiz, in dem die DSC-Mitglieder Fragen rund um den eigenen Club, Hockeyregeln und Hockey im Allgemeinen beantworten konnten. 300 Mal wurde das Quiz in der Folge gespielt.
Fast zeitgleich startetet die Lauf-Challenge: Erst konkurrierten die eigenen Jugendteams untereinander, im Januar wurde unter dem Motto „Einmal Berlin und zurück“ der Hauptstadtclub Steglitzer TK herausgefordert. Der DSC entschied diese Challenge für sich und freut sich nun auf ein Freundschaftsturnier in Berlin. Bis zum 21. Februar läuft bereits die dritte Lauf-Challenge: Nun international gegen den SV Arminen Wien.

Besonders aktiv im DSC-Lockdown-Training zeigte sich Minis-Trainerin Gabi Schöwe. Die 108-fache Nationalspielerin und Olympia-Silbermedaillengewinnerin von 1984 erklärte den Kleinsten nicht nur über YouTube-Videos Hockeytechniken, sie lud Mitte Dezember auch ihre langjährige Freundin und Nationalmannschaftskollegin Susi Wollschläger und deren Tochter, die aktive DANAS-Spielerin Pia Maertens, zum Online-Vortrag „Mein Weg zur Nationalspielerin“ ein. In dem weiteren Online-Vortrag „Mein Kind spielt Hockey – wie kann ich es dabei bestmöglich unterstützen?“, informierte der Sportpsychologe Michael Marotta Anfang Februar rund 70 DSC-Hockeyeltern über Talent, Motivation und Trainingsverhalten.

Natürlich hielt der DSC auch in Lockdown-Zeiten seine Trainingsstruktur aufrecht: Mindestens einmal wöchentlich trainierte jede Jugendmannschaft live online. So blieb Hockey fester Bestandteil im Tagesplan. Und der Schläger wurde auch mal beiseitegelegt, um gemeinsam Hockey-Länderspiele zu analysieren oder digital auf Schnitzeljagd zu gehen.

Und wie gehts weiter beim Düsseldorfer SC 99? Am 18. Februar kocht Athletiktrainer und Koch Danny Beckers mit den DSC-Mitgliedern online ein 3-Gänge-Menü. Rolf Schrickel plant, den Eltern-Online-Vortrag nun auch für Trainer*innen und Spieler*innen anzubieten. Für die Kindern und Jugendlichen soll aktives Hockey wieder präsenter werden: „Mit Hockey-Hausaufgaben wollen wir sie wieder stärker an den Schläger bringen, damit die Rückkehr auf den Hockeyplatz optimal gelingt“, so Schrickel.

Fotos: DSC 1899

Zur ersten Folge: 1. Hanauer HTC
Zur zweiten Folge: HLC RW München

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