"EM auf SPORT1 wird ein Fest!“Hockeyspielerin Lisa Ramuschkat arbeitet für Sport1 bei der EM in Amsterdam

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„Die Hockey-EM auf SPORT1 wird ein Fest!“

Hockeyspielerin Lisa Ramuschkat arbeitet für Sport1 bei der EM in Amsterdam

17.08.2017 - Sport1 wird in großem Umfang live von den Hockey-Europameisterschaften in Amsterdam berichten. Während Hans-Joachim Wolff und Ex-Weltmeister Philipp Crone die Matches kommentieren, arbeitet mit Lisa Ramuschkat eine weitere Hockeyspielerin im Sport1-Team vor Ort als Field-Reporterin und versorgt das TV-Publikum mit Stimmen von den deutschen Teams. Die ehemalige Bundesligaspielerin des UHC und Münchner SC spricht im Interview über ihre Vorfreude auf das Turnier.

Frau Ramuschkat, als ehemalige Bundesligaspielerin des UHC Hamburg und Münchner SC, fahren Sie jetzt zu den Rabo EuroHockey Championships 2017 und berichten für den übertragenden Sender SPORT1. Packen Sie vor der Abreise nach Amsterdam eigentlich noch einen Hockey-Schläger ein?
Lisa Ramuschkat: „Den eigenen Krummstock lasse ich wohl zu Hause. Leider. Die TV-Ausrüstung ist schon sperrig genug, da braucht man nicht noch extra Ballast. Und ich schätze, dass Danas-Coach Jamilon Mülders mich wohl dieses Mal nicht aufstellen wird (schmunzelt). Falls mich doch jemand auf ein Spielchen herausfordern sollte, leiht mir sicher auch ein netter Kollege einen Schläger.“

Haben Sie als Bundesliga-Spielerin auch vom Nationalteam geträumt?
Lisa Ramuschkat: „Auf jeden Fall! Ich denke, dass jeder Sportler, der es ernst mit seiner Sportart meint, echte Leidenschaft für sie hegt und so viel Zeit, Schweiß und Herzblut dafür opfert, davon träumt, ganz oben mitzuspielen. Aber das bleibt eben ein Privileg für die Allerbesten. Mit einigen von den Mädels, die jetzt zum Squad gehören, durfte ich ja immerhin im Verein zusammenspielen. Das ist schon noch mal eine andere Liga gewesen.“

Die EM ist das Hockey-Highlight des Jahres, worauf freuen Sie sich dabei besonders?
Lisa Ramuschkat: „Ich freue mich besonders auf die einmalige Atmosphäre! Das Wagener Stadion fasst rund 9.000 Zuschauer und in der Hockey-Nation Niederlande kann man erwarten, dass vor so einer Kulisse richtig die Post abgeht. Zusätzlich ist es auch noch eine Doppel-Veranstaltung – besser kann es eigentlich nicht kommen. Außerdem ist die Hockey-Community ja sehr eng verbunden, auch länderübergreifend. Und wenn die große Hockey-Familie zusammenkommt, kann man sich eigentlich sicher sein, dass es ein legendäres Event wird.“

Wie wird SPORT1 das Turnier zeigen?
Lisa Ramuschkat: „SPORT1 bietet das volle Programm! Es gibt mehr als 20 Live-Stunden im Free-TV – alle Spiele sind zudem im 24/7-Livestream oder in Einzelstreams auf SPORT1.de zu sehen. Philipp Crone und Hajo Wolff kommentieren. Zusätzlich darf ich vor Ort sein und werde noch mehr News, Interviews und Insights liefern sowie die sozialen Kanäle bedienen. Das wird ein Fest!“

Amsterdam und der Veranstaltungsort Amstelveen gelten als Hockey-Mekka, haben Sie auch einen persönlichen Bezug?
Lisa Ramuschkat: „Tatsächlich durfte ich schon selber im Wagener Stadion spielen. Das war 2010 im Rahmen der EHCCC mit den UHC-Damen. Marie Mävers, Jana Teschke, Janne Müller-Wieland, Pia Oldhafer, Lisa Altenburg, die ja leider dieses Mal verletzungsbedingt nur zugucken kann, A-Kader-Spielerin Eileen Hoffmann oder die ehemalige Keeperin Yvonne Frank waren damals im Team. Die Mädels kennen sich also aus. Ganz besonders ist es natürlich immer, vor einem fachkundigen, enthusiastischen Publikum spielen zu können. Das ist ja in Deutschland leider eher eine Seltenheit. Damals hat es übrigens nur für Silber gereicht – das kriegen die Mädels dieses Mal hoffentlich besser hin. (schmunzelt)“

Zuletzt gab es aber Rückschläge...
Lisa Ramuschkat: „Das stimmt. Die beiden vierten Plätze beim 4-Nationen-Turnier in Terrassa haben sicherlich weder den Danas noch den Honamas geschmeckt. Kein Sieg, nur ein Unentschieden. Das ist ganz klar nicht der Anspruch, den sie an sich selbst haben. Keine Frage. Ich bin aber guter Hoffnung, dass diese eher ernüchternden Ergebnisse den nötigen Aufschwung für das anstehende Turnier geben werden.“

Wer zählt zu den Favoriten?
Lisa Ramuschkat: „Im Damen-Wettbewerb erkläre ich ganz eindeutig die Gastgeberinnen aus den Niederlanden zum Favoriten. Traditionell eine absolute Macht in Europa – und der Welt – die sich auch schon in der laufenden Saison unglaublich stark präsentiert hat. Trainerin Alyson Annan hat eine sehr gute Mischung aus erfahrenen Spielerinnen und neuen Talenten zusammengestellt. Aber auch die Engländerinnen könnten eine wichtige Rolle spielen. Die amtierenden Goldmedaillen-Gewinnerinnen in Rio haben sich bereits im Rahmen der World League Bronze gesichert. Mit den Damen von der Insel ist also mit Sicherheit auch zu rechnen.“

Und bei den Herren?
Lisa Ramuschkat: „Ich halte Belgien für sehr gefährlich – und wer das Finale des World League Semi-Final-Turniers gesehen hat, wird das bestätigen. Vor allem die Jungs der Honamas. Das ist eine unglaublich athletische und offensiv gefährliche Truppe, die vorne eiskalt vollstreckt. Außerdem haben die Belgier es in den vergangenen Jahren geschafft, einen beeindruckenden Leistungssprung zu machen, den sie mit Silber in Rio krönen konnten. Ein weiteres Auge sollte man aber auch hier auf die Niederländer haben. Ihnen ist es gelungen, den amtierenden Olympia-Ersten Argentinien mit 6:1 im Finale des anderen World-League-Turniers vom Platz zu schicken. Zusätzlich spielen sie vor heimischer Kulisse, das ist natürlich immer ein extra Motivationsfaktor und kann auch schnell zum Vorteil werden.“

Wo würden Sie in diesem Ranking die deutschen Herren und Damen einordnen?
Lisa Ramuschkat: „Gut, dass diese Frage noch mal gesondert kommt (schmunzelt). Es soll nicht so klingen, als ob die deutschen Teams sich hier hinten anstellen müssen. Ganz im Gegenteil! Ich rechne beiden Mannschaften ganz klare Medaillen-Chancen aus. Trotz der hohen Final-Niederlage in Johannesburg haben die Herren auf mich bereits einen ziemlich sicheren und eingespielten Eindruck gemacht – der mir zwar bei den Danas zeitweise noch etwas fehlt. Die Mädels sind aber, wie man so schön sagt, eine absolute Turnier-Mannschaft, wie sie in der World League bewiesen haben! Man muss aber auch daran denken, dass Danas und Honamas verletzungsbedingte Ausfälle kompensieren müssen: Zum einen geht es da um Eckenschütze und Defensivkraft Tom Grambusch sowie Goalgetter Timm Herzbruch, bei den Damen um Torgarantin Lisa Altenburg. Jeweils also wichtige Personalien, die hoffentlich jedoch geschickt kompensiert werden können. Mein Fazit also: Es wird definitiv für beide ein sehr hartes Stück Arbeit, aber ich bin sicher, dass es Plätze auf dem Treppchen geben wird.“

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