Bundestag: Doppelspitze gewähltNeues Präsidium sehr klar gewählt / Bundesliga-Ausgliederung beschlossen

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Bundestag: DHB geht mit Doppelspitze in die nächsten zwei Jahre

Neues Präsidium sehr klar gewählt / Bundesliga-Ausgliederung beschlossen

15.05.2021 - Auf dem alle zwei Jahre stattfindenden Bundestag des Deutschen Hockey-Bundes wurden am Samstag die bisherige Präsidentin Carola Morgenstern-Meyer und der bisherige Vizepräsident Bundesliga Henning Fastrich als neue Doppelspitze des Verbandes für die nächsten zwei Jahre gewählt. Die Delegierten auf der erstmals digital veranstalteten Vollversammlung des deutschen Hockeys - 1.264 von möglichen 1.905 Stimmen waren vertreten - folgten der Argumentation des Präsidiumsteams, das sich für die nächste Amtszeit zur Wahl gestellt hatte und stimmte der Satzungsänderung zu, wonach erstmals in der Geschichte des Verbandes zwei PräsidentInnen an der Spitze des erfolgreichsten olympischen Teamsport-Verbandes stehen.

„Der Hockeysport geht damit einmal mehr einen innovativen Weg im deutschen Sport, den wir mit Interesse beobachten“, sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann, der zugeschaltet war, um schon zum zweiten Mal in Folge das Grußwort beim DHB-Bundestag beizusteuern. Hörmann lobte auch den Umgang des DHB mit den Schwierigkeiten während der Corona-Pandemie und blickte zudem schon einmal auf die Olympischen Spiele in Tokio voraus, bei denen der Hockeysport als eine der wenigen deutschen Teamsportarten mit zwei Nationalmannschaften vertreten sein werden.

Neues Präsidiumsteam gewählt

Bei den Präsidiumswahlen brachten die Delegierten der DHB-Mitgliedsvereine und -verbände dem neuen Präsidiumsteam großes Vertrauen entgegen. Neben der neuen Doppelspitze Carola Morgenstern-Meyer und Henning Fastrich wurden Dr. Anne Krause (Vizepräsidentin Sportentwicklung), Katrin Kauschke (Vizepräsidentin Leistungssport) als neue Präsidiumsmitglieder mit überwältigender Mehrheit gewählt. Dr. Christian Deckenbrock (Vizepräsident Recht), Marc Stauder (Vizepräsident Finanzen) und Klaus Täubrich (Vizepräsident Vermarktung & Digitales) wurden ebenso eindeutig in ihren 2019 erstmals übernommenen Ämtern bestätigt. Der bereits im März beim Bundesjugendtag gewählte Vizepräsident Jugend Andreas Knechten gehört automatisch dem Präsidium an. Und der Präsident des Hockeyliga e.V. wird nach Eintragung der Satzungsänderung kraft seines Amtes ebenfalls Mitglied im DHB-Präsidium sein. Weitere Präsidiumsmitglieder – mit beratender Funktion – sind Dr. Michael Timm als Bundesausschussvorsitzender, die DHB-Ehrenpräsidenten Stephan Abel und Michael Krause sowie die Athletenvertreter Janne Müller-Wieland und Martin Häner.
Für ihre zum Teil schon langjährige Arbeit in den vergangenen Jahren wurden Marie-Theres Gnauert (Leistungssport), Julia Walter (Kommunikation & Events) und Jan Hendrik Fischedick (Sportentwicklung), die schon zuvor erklärt hatten, dass sie nicht noch einmal kandidieren würden, geehrt.

„EM Halle 2022 und EM Feld 2023 als Leuchtturm-Events“

 Zuvor hatten die bisherigen Präsidiumsmitglieder in ihren Berichten einen Überblick über die Verbandsarbeit der letzten zwei Jahre und einen Ausblick auf die künftige Ausrichtung des Verbandes geboten. Unter anderem ging die Präsidentin auf die Personalsituation in der Geschäftsstelle ein. „Wir haben mit Dr. Christoph Menke-Salz einen sehr guten Sportdirektor als Vorstand gewinnen können. Leider hat uns unser Generalsekretär Heiko von Glahn ja im Januar aus privaten Gründen verlassen. Dadurch sind wir in der Aufstellung des Vorstands im Moment nicht da, wo wir sein wollten. Aber die Suche nach einem neuen Verwaltungschef läuft auf Hochtouren und wir hoffen, diesen so schnell wie möglich präsentieren zu können“, so Carola Morgenstern-Meyer.
Erfreulich sei die Entwicklung der Beziehungen zu den internationalen Hockeyverbänden. „Wir sind mit der EHF und der FIH in einem ständigen konstruktiv-kritischen Austausch, haben diese Partnerschaften bewusst intensiviert. Mit den erfolgreichen Bewerbungen um die Hallen-Europameisterschaft 2022 in Hamburg und die Feld-Europameisterschaft 2023 in Mönchengladbach konnten wir wieder große internationale Events nach Deutschland holen. Das ist auch für die weitere Ausrichtung ein wichtiges Ziel, um mit solchen Leuchtturm-Events die öffentliche Aufmerksamkeit für Hockey zu erhöhen!“
Ein weiterer großer Erfolg der DHB-Arbeit ist die Aufnahme von Specialhockey als Demonstrationssportart für die Special Olympics World Games 2023 in Berlin. 

Schwierige Verbandsarbeit in Zeiten der Pandemie

Die nun schon 15 Monate andauernde Corona-Pandemie hat dem DHB – wie dem gesamten organisierten Sport in Deutschland und international – in vielen Bereichen die Arbeit erheblich erschwert. Die Erfordernisse im Umgang mit der Pandemie haben viele Kapazitäten gebunden. Dennoch habe der Verband versucht, das Beste aus der schwierigen Situation zu machen. Mit neuen digitalen Konzepten wie „Ecke, Schuss, Couch“, „mit Abstand bestes Training“ oder auch der Restart-Kampagne „Wi(ede)r für Hockey“, an der sich zwei Drittel aller DHB-Vereine beteiligten, konnten der Schulterschluss mit den Vereinen hergestellt und neue Anreize und Hilfestellungen gegeben werden.
„Und trotzdem muss es unser dringliches Ziel sein, jetzt den gesamten Spielbetrieb wieder hochzufahren“, sagte Henning Fastrich. „Die komplette Ausrichtung der 1. Bundesliga mitten in der höchsten Pandemielast, inklusive der emotionalen Deutschen Endrunde am letzten Wochenende beim Mannheimer HC, waren großartige Leistungen, die wir ohne den Einsatz ganz vieler Ehrenamtler und ein stringentes Hygienekonzept nicht geschafft hätten. Hier sei unserem Hygienebeauftragten Bernd Schuckmann stellvertretend für die vielen ehrenamtlichen Hygieneverantwortlichen der Vereine noch einmal ganz besonders gedankt! Jetzt müssen wir im Schulterschluss mit dem DOSB und den Landessportbünden dafür kämpfen, dass insbesondere auch der Hockey-Nachwuchs und die regionalen Ligen wieder in den geregelten Trainings- und Spielbetrieb zurückkehren können.“

Erste Fortschritte als Ansporn für eine weitere Entwicklung

In vielen Bereichen konnten die Verantwortlichen auf positive Neuerungen verweisen. So gibt es im Bereich der Kommunikation eine Kooperation mit dem Unternehmen Computer Rock, das die Verbands-Homepage noch im laufenden Jahr modernisieren wird. Ein Ausblick darauf wird mit einer neuen Olympia-Berichterstattungswebsite noch in diesem Frühjahr geboten. Im Bereich Sponsoring konnte der Verband, nachdem die Pandemie auch hier lange Zeit die Bemühungen gebremst hatte, mit heygold und der GGW Gruppe in der letzten Woche gleich zwei neue Partner präsentieren. Mit der GGW Gruppe gibt es sogar erstmals einen Hauptsponsor für die sechs Jugend-Nationalteams, die damit eine besondere Förderung erfahren. Zielsetzung sei, durch die Gewinnung weiterer Partner sich den finanziellen Freiraum zu erarbeiten, den Verband weiter innovativ zu professionalisieren.

Bundestag beschließt Ligareform

Die Delegierten des Bundestages bereiteten auch der bereits zwischen DHB und dem Hockeyliga e.V. ausverhandelten Ligareform zur Ausgliederung der 1. und 2. Bundesligen das Feld. Die dafür nötige Zwei-Drittel-Mehrheit für die Satzungsänderung wurde klar erreicht. Henning Fastrich hatte die zuvor bereits in allen Gremien vorgestellten Pläne für die Auslagerung der Vermarktung und Organisation der Bundesligen noch einmal skizziert. Der Hockeyliga e.V. wird sich nach diesem Beschluss ebenfalls noch einmal konstituieren und dann die Planungen für die Feld-Bundesligasaison 2021/22 angehen. Fastrich wird die dem DHB eingeräumte Position im Präsidium des Hockeyliga e.V. einnehmen. „Die Bundesligen gehören auch weiter zur Hockeyfamilie und zum DHB“, sagte Fastrich. „Das wollen wir so leben.“

DHB führt Good-Governance-Beauftragten ein

Die Delegierten stimmten mit den Satzungsänderungen auf dem Bundestag auch der Etablierung eines Good-Governance-Beauftragten zu. Der DHB folgt damit dem Beispiel des DOSB. In dieses Amt gewählt wurde der Hamburger Jurist Dr. Nicolaus Roltsch.

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