U21-WM: DHB-Team GruppensiegerNach dem 6:1 über Japan beenden die deutschen Junioren die Gruppenphase mit weißer Weste

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U21-WM: DHB-Team Gruppensieger

Nach dem 6:1 über Japan beenden die deutschen Junioren die Gruppenphase mit weißer Weste

11.12.2016 - Für die deutschen Junioren endete die Gruppenphase der U21-WM in Indien mit dem dritten Sieg im dritten Spiel. Das Team von Bundestrainer Valentin Altenburg machte mit dem auch in der Höhe verdienten 6:1 (2:0) gegen Japan alles klar in Gruppe C. Der bereits zum zweiten Mal zum „Man of the Match“ gekürte Anton Boeckel (2), Constantin Staib, Thies Prinz, Timm Herzbruch und Lukas Windfeder sorgten für die sehenswerten Treffer. Die Deutschen treffen nun im Viertelfinale am Donnerstag um 9.00 Uhr morgens deutscher Zeit auf England, den zweiten der Gruppe D.

Bundestrainer Valentin Altenburg: „Das war ein souveräner Auftritt! Wir waren von Beginn an gut im Spiel drin, hatten Japan auch im Griff und haben viele Torchancen herausgespielt. In der zweiten Hälfte wurden dann ja auch zum Teil sehenswerte Tore herauskombiniert. Das Match war sehr gut dafür, um genau das, was uns bisher etwas gefehlt hat, auszubauen, voll ins Turnier zu kommen. Jetzt bereiten wir uns in aller Ruhe auf das Viertelfinale vor und schauen überhaupt erstmal, wer da für uns kommt.“
Florian Scholten: „Wir hatten eine starke Anfangsphase, dann vielleicht etwas nachgelassen zum Ende der ersten Halbzeit. Aber nach der Pause konnten wir Japan sehr gut auskontakten, haben die Führung immer weiter ausgebaut. Am Ende haben wir dann für den Ernstfall das Überzahlspiel geübt, was jetzt nicht sehr erfolgreich war, aber wir wollten diesen Trainingseffekt unter realen Bedingungen unbedingt mitnehmen. Insgesamt, glaube ich, war das ein sehr gutes Spiel von uns!“
Kapitän Ferdinand Weinke: „Nachdem wir uns in den ersten beiden Partien ja etwas schwergetan haben und nicht so zufrieden mit unserer Leistung waren, haben wir uns hier sehr gesteigert und noch mehr auf den sehr schwierigen Platz hier einstellen können. Damit können wir sehr zufrieden sein. Jetzt freuen wir uns aber schon sehr auf die heißen Spiele in der Playoff-Phase!“

Das deutsche Team legte los wie die Feuerwehr, ließ sofort erkennen, dass man sich den Gruppensieg holen wollte und daran überhaupt keinen Zweifel aufkommen lassen wollte. Es war die 3. Minute, als Boeckel nach einer Großchance den Ball dann nochmal hinter die erste Verteidigungslinie zu Constantin Staib durchsteckte, der mit einem Rückhandschuss unter die Latte zum 1:0 traf. Die Japaner wussten gar nicht wie ihnen geschah. Es brannte sofort wieder im Kreis, Keeper Chida hatte drei Mal Gelegenheit sich auszuzeichnen gegen Torschüsse aus kürzester Distanz. Ein unnötiges Foul von Lukas Windfeder am eigenen Kreis führte dann aber zur ersten Ecke für Japan. Der Schlenzer von Tanimitsu ging aber deutlich am oberen linken Toreck vorbei.
Nach schönem Linksangriff kam das DHB-Team dann aber selbst zur zweiten Ecke (13.). Keeper Takumi Chida. holte Herzbruchs Schlenzer mit starker Parade unter der Latte heraus. Es gab zwei weitere Ecken in Folge. Doch Chida erneut mit starker Reaktion und Scholten verpasste dann auch noch am langen Pfosten den Tip-in. Das 2:0 lag aber deutlich in der Luft. Es war dann aber in einer Phase zwar große Überlegenheit da, aber nicht genug Geduld im Aufbau, wo zu früh zu riskant gepasst wurde, so dass der ganze Druck vor dem Kreis der Japaner oft schon verpuffte.
Philip Schmid bekam dann einen Ball aus kurzer Distanz auf den Fuß, musste lange auf dem Feld behandelt werden und konnte nicht weiterspielen. Nach einem Konter über links musste dann auch der DHB-Keeper Lennart Küppers mal seine ganze Klasse zeigen. Doch im Gegenkonter machten die Deutschen dann das 2:0 (25.), als Anton Boeckel einen halbhohen Rückhandschuss von Timm Herzbruch, der bereits ins Tor gegangen wäre, vor der Linie noch abfälschte. Japan kam nun immer mal wieder an den deutschen Kreis, aber die Deutschen standen dort fast immer extrem sicher, ließen nicht einmal den Eintritt in den Kreis zu.
Küppers hatte dann etwas Glück, als er einen Ball am Tor vorbeilaufen lassen wollte, der aber am langen Pfosten hängen blieb, dass da kein Japaner war, der davon profitieren konnte. Prinz dann mit grandiosem Solo, doch der Berliner traf nur das Außenbrett mit seinem Rückhandschuss. So blieb es beim verdienten 2:0 zur Pause. Und es ging mit viel Dominanz und Ballbesitz auch in die zweite Hälfte. Große scheiterte an Chida aus kurzer Distanz. Doch ein starker Angriff über Windfeder in der Mitte brachte dann das 3:0 (39.), als Staib links im Kreis an den Ball kam und seiner harter Schiebeball erneut von Anton Boeckel ins Tor abgefälscht wurde – schon sein viertes Turniertor im dritten Spiel.
Japans Kapitän Ryo Ozawa holte dann die zweite Ecke des Spiels für sein Team (43.). Doch die wurde verstoppt und Küppers war zur Stelle beim Nachschuss. Doch Japan nun mit großem Willen, noch einmal ins Spiel zu kommen. Die dritte Ecke wurde aber ganz stark von Windfeder abgelaufen. Co-Kapitän Ferdi Weinke, der heute die Binde trug, hatte dann nach ganz starkem Kombinationsspiel die Chance auf das 4:0, verfehlte das Tor aber aus spitzem Winkel nur um Zentimeter (51.).
Das DHB-Team ließ die Japaner nun gelegentlich kommen, stand aber immer sicher, so dass kaum Chancen dabei herauskamen, außer einem Schuss von Ozawa, den Küppers stark parierte. Dafür war der nächste Konter der Deutschen tödlich. Bis zum letzten Pass wurde gespielt, so dass Thies Ole Prinz am Ende aus kurzer Distanz ins leere Tor vollenden konnte. Julius Meyer musste dann für zwei Minuten auf die Strafbank, so dass Japan nun in Überzahl spielte. Doch selbst da war das DHB-Team einfach klarer und vor allem besser im Kombinationsspiel, das die nächste Ecke einbrachte (57.). Daraus erfolgte eine weitere, die Timm Herzbruch extrem hart und platziert halbhoch links zum 5:0 (59.) einschweißte – auch schon sein drittes Turniertor.
Die klare Führung gab dem deutschen Team dann sogar die Chance, das künstliche Überzahlspiel zu üben. Florian Scholten nahm das gelbe Trikot und Küppers verließ den Platz (60.). Staib holte die siebte deutsche Ecke nach ganz starkem Dribbling. Und die schlenzte Lukas Windfeder hart und platziert zum 6:0 (63.) unter die Latte. Kurz darauf rettete Chida in höchster Not gegen Große, der nach erneut großartiger Kombination über fünf, sechs Stationen vor ihm auftauchte. Ein Schubser von Lukas Windfeder am eigenen Kreis wurde dann mit Ecke für Japan geahndet. Ohne Keeper wurde die verstoppte Ecke im Nachschuss von Ozawa zum 6:1 (67.) genutzt.
Meyer hatte in der Schlussminute noch die Chance auf sein erstes Turniertor, aber Chida konnte gerade noch aufs Gehäuse abfälschen. Es blieb beim deutlichen Erfolg des Titelverteidigers, der damit die Gruppe klar gewann.

Tore:
1:0 Constantin Staib (3.)
2:0 Anton Boeckel (25.)
-------------------
3:0 Anton Boeckel (39.)
4:0 Thies Prinz (54.)
5:0 Timm Herzbruch (KE, 58.)
6:0 Lukas Windfeder (KE, 63.)
6:1 Ryo Ozawa (67.)

Ecken:
Deutschland 7 (2 Tore) / Japan 4 (kein Tor)

Grüne Karten:
GER 1 / JAP 1

Schiedsrichter:
Aziz Adima (GHA) / David Sweetman (SCO)

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