DM: MHC-Damen setzen sich durchDas Finale am Sonntag um 11.30 Uhr lautet UHC Hamburg gegen Mannheimer HC

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D&S Final Four: Mannheimer Damen ziehen ins Finale ein

Das Finale am Sonntag um 11.30 Uhr lautet UHC Hamburg gegen Mannheimer HC

27.05.2017 - Im zweiten Halbfinale der Damen-Endrunde beim Final Four in Mannheim haben die Gastgeberinnen vom Mannheimer HC die Hamburgerinnen vom Club an der Alster mit 3:2 (2:2) geschlagen und zogen somit das erste Mal in der Vereinsgeschichte in ein Finale um die Deutsche Feld-Meisterschaft ein. Im Endspiel treffen die Mannheimerinnen am Sonntag um 11.30 Uhr auf den Titelverteidiger UHC Hamburg, der sich im ersten Halbfinale gegen die Damen von Rot-Weiss Köln durchgesetzt hatte.

On demand bei Sport1.de: ​Damen-Halbfinale 2, Mannheimer HC - Club an der Alster

Highlight-Zusammenfassung DHB / YouTube Channel

Philipp Stahr: „Wir konnten die durchaus große Nervosität, die vor der Partie spürbar war, zum Glück recht früh ablegen und haben in der Phase gut verteidigt. Nach drei Minuten musste aber leider Florencia Habif raus, die sich das Knie verdreht hat. Ihr Einsatz im Finale ist sehr fraglich. Wir werden heute noch ein MRT machen lassen. Als dann auch noch Camille Nobis nach einem Zusammenprall auszufallen drohte, hatte ich Befürchtungen, wir müssten die zweite Hälfte mit zwei Auswechselspielerinnen weniger agieren, und das bei 30 Grad! Aber Camille konnte weiterspielen. Wir haben nach der 2:0-Führung, die ich verdient fand, zwei Mal schlecht verteidigt und unseren Vorsprung dadurch hergegeben. In der zweiten Hälfte haben wir uns etwas weiter zurückgezogen und durch Konter Nadelstiche gesetzt. Das haben wir gut gemacht, und deshalb finde ich den Sieg auch verdient!“

Sein Gegenüber Jens George hingegen sah sein Team „über weite Strecken besser. Wir haben uns durch das erste Gegentor rausbringen lassen. Aber das war ein ganz starkes Match meiner Mannschaft. Wir haben Mannheim vor große Probleme gestellt. Am Ende war es Unerfahrenheit und jugendlicher Leichtsinn, dass wir uns nicht an die Mittellinie zurückgezogen haben in der Schlussphase, sondern den Konter zum 2:3 fangen. Schade, dass uns fünf Sekunden vor Ende der Videobeweis nicht gestattet wurde. Auch wenn wir eventuell nicht Recht bekommen hätten...“

Die ersten zehn Minuten dieses Halbfinales gehörten eindeutig den Hamburgerinnen: Die Damen vom Club an der Alster kontrollierten den Ball, gewannen mehr Zweikämpfe und arbeiteten sich das ein oder andere Mal in den gegnerischen Kreis vor - scheiterten jedoch an der Mannheimer Defensive. Die erste Torchance des Tages ging deshalb auch verdient auf das Hamburger Konto, jedoch konnte die Mannheimerin Julia Meffert ihren Schläger gerade noch dazwischen halten. Kurz darauf kam Alster erneut zwei Mal zu guten Chancen: Ein Konter über rechts erreichte Mieketine Hayn, ihr Schuss ging aber knapp links am Tor vorbei. Beim nächsten Versuch gewann Cristina Guinea ihren Zweikampf gegen Sonja Zimmermann: Guinea versuchte es im Alleingang, scheiterte aber an der Mannheimer Schlussfrau.

Der MHC tat sich in dieser ersten Spielphase eher schwer, da halfen auch die lautstarken Fangesänge des "Blauen Blocks" erstmal nicht. Und dann kam Minute 11. Der Befreiungsschlag für die Mannheimerinnen. Maria Tost spielte von der Mittellinie nach rechts auf Greta Lyer, die griff den Ball erfolgreich ab und schoss direkt vors Tor, wo Camille Nobis quasi nur noch den Schläger reinhalten musste. Der Mannheimer HC ging überraschend in Führung - und damit nicht genug: Nur zwei Minuten später spielte Nike Lorenz auf Maxi Pohl, es klingelte erneut im Hamburger Tor. Doch die Alsteranerinnen ließen sich durch den 0:2-Rückstand nicht verunsichern, im Gegenteil: Mieketine Hayn kämpfte sich über links bis in den Kreis vor, scheiterte dann aber wieder an der MHC-Verteidigung.

Zeit für die erste Auszeit dieser Partie - und die nutzte Alster offensichtlich ziemlich gut. Ein Angriff über links landete direkt vorm Mannheimer Tor, Marie Jeltsch vollendete mit einem Stecher: Der Anschlusstreffer für Alster. Von diesem Zeitpunkt an nahm das Spiel richtig Fahrt auf: Eine Torchance folgte auf die nächste. Erst Anne Schröder von der Mittellinie nach links auf Mieketine Hayn, die scheiterte an der Torfrau. Im Umkehrschluss probierte es Lydia Haase mit einem harten Schuss über rechts, Maria Tost stand bereit, aber die Hamburger Schlussfrau parierte.

In der 29. Spielminute brachte ein schöner Doppelpass von Emily Kerner und Mieketine Hayn die Hamburgerinnen dann endgültig zurück ins Spiel: Über rechts ging der Ball von Emily auf Mieketine und zurück, die 18-Jährige verwandelte. Mit dem 2:2-Unentschieden ging es dann auch in die Pause.

Die zweite Halbzeit startete quasi direkt mit einer Ecke für die Hamburgerinnen nach einem Fußspiel - aber auch die konnten die Alster-Damen nicht in ein Tor ummünzen. Dafür erspielte sich der MHC zwei Minuten später die Führungschance, ebenfalls durch eine kurze Ecke: Aber auch diesmal behielt die Torfrau die Nerven.

Für den ersten Videobeweis bei diesem Spiel sorgte dann das Aufeinandertreffen von Viktoria Huse und Nike Lorenz: Erstere machte sich im Alleingang auf das Mannheimer Tor auf, Letztere ging dazwischen - der Schiedsrichter pfiff auf Siebenmeter wegen Stockfoul. Doch der MHC plädierte auf sauberes Tackling und forderte den Videobeweis an - der Videorichter entschied zugunsten der Gastgeberinnen, kein Siebenmeter.

Insgesamt verlief die zweite Halbzeit ziemlich ausgeglichen, beide Mannschaften spielten sich immer wieder in den gegnerischen Kreis vor, konnten aber zunächst nicht mehr erfolgreich vollenden. Gerade bei der Eckenverwertung ließen Alster und der MHC einige Chancen liegen.

Erst sieben Minuten vor Schluss klingelte es wieder - und zwar im Hamburger Tor. Julia Meffert spielte über rechts auf Nadine Kanler, die wartete schon im Kreis und brachte mit ihrem Schuss ins linke Eck die 3:2-Führung - und damit die erste Finalteilnahme der Mannheimer Damen bei einer Feldendrunde.

Tore:
1:0 Camille Nobis (11.)
2:0 Maxi Pohl (13.)
2:1 Marie Jeltsch (18.)
2:2 Emily Kerner (29.)
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3:2 Nadine Kanler (63.)

Ecken: Alster 2 (kein Tor) / MHC 3 (kein Tor)

Zuschauer: 2.150

Schiedsrichter: G. Küpper / G. Schmitz

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