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Zwei Hamburger im Europacup

Alster-Damen treffen auf englischen Meister / UHC-Damen gegen Gastgeber Amsterdam

18.04.2019 - Zwei Tage nach den Herren starten an Karfreitag, 19. April, auch die Damen in den Wettbewerb um die europäische Vereinskrone. Wenn sich die beiden deutschen Vertreter Club an der Alster und UHC Hamburg über Ostern im renommierten Wagener-Stadion zu Amstelveen (9.000 Plätze) mit der europäischen Elite messen, wird es der letzte EuroHockey Club Cup (EHCC) dieser Art sein. Ab 2020 starten auch die Damen in der Euro Hockey League. Bis in der kommenden Saison die großformatige EHL startet, gilt es aber noch einmal, sich auf das Erreichen des Finales am Ostermontag, 22. April 2019, um 16.15 Uhr zu konzentrieren.

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Alster-Damen mit vermeintlich leichteren Gegnern vor der Brust

Die Damen starten nicht nur später in den österlichen Europacup, sie legen auch gleich mit dem Viertelfinale los. Der Club an der Alster macht dabei den deutschen Auftakt, wenn er am Karfreitag um 14.30 Uhr auf den Surbiton HC trifft, den frisch gekürten englischen Meister und Titelabonnenten seit 2014. Die Alster-Damen, die sich mit dem Deutschen Meistertitel 2018 für den EHCC qualifizierten, reisen mit einer verhältnismäßig jungen und international noch recht unerfahrenen Truppe nach Amsterdam, haben das Ziel aber klar vor Augen: „Vor diesem Hintergrund wird das für uns ein sehr interessantes Turnier, aus dem wir viel mitnehmen können“, freut sich Alster-Trainer Jens George und unterstreicht, dass sein Team natürlich auch an einen Finalsieg glaubt: „Der Turnierbaum sieht ja ganz gut aus für uns.“

Tatsächlich gehen die Alster-Damen den favorisierten niederländischen Mannschaften und auch dem deutschen Mitkonkurrenten UHC bis zum Finale aus dem Weg. „Unsere Hausaufgaben müssen wir aber in den beiden Spielen vorher machen. Die Engländerinnen sind nicht zu unterschätzen“, nimmt George die bevorstehende Partie auch nicht auf die leichte Schulter, schielt dabei aber bereits auf ein mögliches Halbfinale gegen den Sieger der Partie Real Sociedad (ESP) gegen Ritm Grodno (BLR). Mit Blick auf den englischen Viertelfinalgegner ist George vorbereitet, hat die jüngst abgeschlossene englische Endrunde beobachtet und weiß, was Surbitons Spiel entscheiden kann: „Interessant wird sein, ob die Nationalspielerinnen dabei sein werden. Das steht noch im Raum.“ Denn eine Woche später treffen die britischen Damen in Mönchengladbach auf die DANAS. Fraglich, ob die Nationalspielerinnen vorab für den europäischen Vereinswettbewerb abgestellt werden.

Auf seine Schlüsselspielerinnen braucht George nicht verzichten, kann fast aus dem Vollen schöpfen: „Nur Nele Aring und Carlotta Sippel sind angeschlagen. Wir hoffen aber, dass beide bis Freitag wieder einsatzbereit sind.“ Die beiden holländischen Clubs AH&BC Amsterdam und Titelverteidiger und Rekordtitelträger HC ’s-Hertogenbosch sieht George klar vorne, zählt aber auch den Lokalrivalen UHC zum Favoritenkreis. „Sie sind in den letzten Jahren immer eng im Finale gescheitert. Der UHC ist nach den Holländerinnen sicherlich die erfahrenste Mannschaft und wird auch ein Wort mitreden.“

UHC im Viertelfinale gegen Gastgeber Amsterdam

Und deren Trainer Claas Henkel fiebert dem Auftakt seiner UHC-Damen (19 Uhr gegen AH&BC Amsterdam) entgegen: „Freitagabend im Wagener Stadium in Amsterdam gegen Amsterdam – größer geht es doch gar nicht! Das wird ein cooler Ritt, bei dem alles passieren kann. Auf jeden Fall ist für uns was möglich.“ Tatsächlich ist Amsterdam ein guter Bekannter, in den beiden vorangegangenen EHCC-Auflagen trafen beide Teams jeweils im Halbfinale aufeinander. Beide Male siegten die Hanseatinnen im Penalty-Schießen. „Das wird allerdings auch dazu führen“, mahnt Henkel, „dass Amsterdam uns nicht unterschätzen wird. Das Spiel wird natürlich schwer zu kontrollieren sein und jede muss wissen, dass in diesem Match alles möglich ist. Amsterdam ist, was die individuellen Fähigkeiten in den letzten Jahren angeht, das bestbesetzte Clubteam der Welt.“ Zwar trete Amsterdam nicht ganz so mannschaftlich geschlossen auf wie Hertogenbosch, betont Henkel, hebt aber gleichzeitig die beiden Stars Maria Verschoor und Eva de Goede hervor.

Die Vorfreude bleibt indes groß. Der Europacup ist mittlerweile eine feste Größe im Kalender der UHC-Damen, die zehnte Teilnahme in Serie steht an, gewinnen konnten die Hamburgerinnen die Trophäe noch nie. Für Henkel kein Grund zu großer Nervosität, auch ein weiterer Punkt spielt keine Rolle: „Wir treten an, um möglichst erfolgreich zu sein. Schon aus Eigenmotivation heraus versuchen wir, das Bestmögliche zu erzielen. Da brauchen wir keine Fremdmotivation.“. Und meint damit die Punkte in der EHF-Dreijahreswertung, die die deutschen Teams gegen die spanischen und englischen Vertreterinnen verteidigen müssen, um auch in der ersten EHL-Saison 2020 zwei Damenteams stellen zu können. „Die UHC-Damen waren da in den letzten zehn Jahren die Konstante, in den vergangenen beiden Jahren haben wir jeweils nur knapp im Finale verloren“, gibt sich Henkel selbstbewusst.

Eine Überzeugung, die er angesichts der Hürden vor einem möglichen dritten Finaleinzug in Folge auch gut gebrauchen kann. Auch deswegen sieht Henkel im EHCC die „Haupt-Challenge“: „Hieran können wir unsere Entwicklung orientieren. Im Battle mit den holländischen Teams wachsen wir. Aktuell sind wir mit Amsterdam und Hertogenbosch auf Augenhöhe.“ Eine durchaus selbstbewusste Aussage vor dem Hintergrund, dass sich Amsterdam (13 Titel) und Hertogenbosch (16 Titel) gemeinsam insgesamt 29 Mal die europäische Krone aufsetzten – und Hertogenbosch zudem seine dritte Titelverteidigung in Folge anstrebt. Und der Rekord-Europacupsieger könnte bereits nach einem erfolgreichen Viertelfinale in der Runde der letzten Vier auf die Henkel-Truppe warten. Doch wer die Krone im europäischen Vereinshockey aufsetzen möchte, muss jeden schlagen. Egal, ob im Halbfinale oder im Finale. Da wäre dann theoretisch – wenn alles gut läuft – am Ostermontag ein rein deutsch-deutsches Endspiel möglich.

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