Misslungene GeneralprobeZweiter Platz für DHB-Herren beim Four Nations Cup beim UHC

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HONAMAS: Misslungene Generalprobe vor der World League

Zweiter Platz für DHB-Herren beim Four Nations Cup beim UHC

25.06.2017 - Die deutschen Herren konnten am Sonntag gegen die ebenfalls noch ungeschlagenen Iren nicht an ihre gute Leistung vom zweiten Turniersieg gegen Spanien anknüpfen und mussten den Turniersieg beim Four Nations Cup in Hamburg den Gästen überlassen. Irland überzeugte in allen Spielen des Turniers und siegte auch am Sonntag nicht unverdient gegen die HONAMAS mit 4:2 (2:2). Damit blieb den Deutschen der zweite Platz vor Spanien, das sein Spiel am Sonntag gegen Österreich mit 4:1 gewann. Zum besten Spieler des Turniers und zum MEP des letzten Spiels wurde der irische Keeper David Harte gewählt, der seinem Team mit zahlreichen Glanzparaden den Turniersieg bescherte.

Bundestrainer Stefan Kermas: „Klar, war das eine verpatzte Generalprobe vor der World League und vielleicht auch ein Dämpfer zur rechten Zeit – das mag alles sein. Aber ich ärgere mich zurzeit vor allem über die mangelnde Einstellung heute. Wir haben nicht richtig in die Partie gefunden, was daran lag, dass wir in Sachen Leidenschaft und Zweikampfbereitschaft überhaupt nicht auf das nötige Level gekommen sind. Wir wollten uns noch weiterentwickeln von Spiel zu Spiel, aber heute war es eher ein Rückschritt.“

Die Ausgangslage vor dem Match war klar: Die Iren brauchten nur einen Punkt, während die HONAMAS unbedingt siegen mussten, um Turniersieger zu werden. Den ersten Torschuss hatten die Iren halbrechts im Kreis, den Tobias Walter aber einfach über die über die Latte lenken konnte. Stefan Kermas fordert schon früh mehr Passhärte bei seiner Mannschaft und mehr Tempo, weil das irische Pressing relativ erfolgreich war. Die erste Riesenchance der Deutschen entstand in der 9. Minute, als Fürk mit einem langen Schlenzer im Kreis gefunden wurde und sein Querpass vor Tor erst im letzten Moment von einem Iren abgelaufen werden konnte.

In der 11. Minute dann die erste Strafecke für Deutschland, herausgeholt von Tim Herzbruch. Windfeders Schlenzer hielt Kapitän Bell jedoch auf der Linie für seinen bereits geschlagenen Torhüter. Als Timm Herzbruch mit Grüner Karte auf die Strafbank musste, bekam Irland seine erste Ecke zugesprochen, die Tobias Walter aber stark hielt und auch der Nachschuss konnte entschärft werden.

Das deutsche Team überstand aber auch eine zweite Unterzahl unbeschadet, und erhöhte zu Beginn des zweiten Viertels dann ein bisschen das Tempo, wobei die Iren auch immer sehr gefährlich waren mit ihren Angriffen über außen. Als Herzbruch in der 19. Minute die nächste deutsche Ecke erarbeitete, versenkte Tom Grambusch den Ball mit einem halbhohen Schlenzer in das rechte Toreck zur Führung. Und ein wunderschöner Angriff nur eine Minute später brachte das 2:0. Torschütze war Marko Miltkau. Doch Irland schlug sofort zurück: Im nächsten Gegenangriff konnte Shane O’Donoghue von halbrechts ins lange Eck das 2:1 erzielen.

Die Deutschen erhöhten danach aber sofort wieder den Druck, um den alten Vorsprung wiederherzustellen. In der 28. Minute zeigte Tobias Walter in deutschen Tor eine Weltklassetat als er einen knallharten Schuss aus der Drehung stark parierte, das hätte schon der Ausgleich sein können. Doch in der Schlussminute der ersten Hälfte brachte ein kapitaler Zuordnungsfehler in der deutschen Hintermannschaft Alan Sothern in beste Position, ins leere Tor zum 2:2 abzuschließen.

So brauchten die deutschen Herren in der zweiten Hälfte auf jeden Fall noch einen Treffer, um den Turniersieg einzufahren. Bei einsetzendem starken Regen war das aber nicht so einfach und die Iren boten sehr gut Paroli. Und das bestätigten sie mit einem tollen Angriff über rechts, den Eugene Magee am langen Pfosten mit dem 3:2 abschloss (34.). Doch Ecke für Deutschland in der 35. Minute, mit der Tom Grambusch aber am irischen Top-Keeper David Harte scheiterte. Rühr prüft diesen dann in der 39. Minute von links, aber kein Problem für den Welttorhüter.

Die Deutschen erhöhten merklich den Druck, hatten aber Probleme in der gut gestaffelten Abwehr auch wirklich eine Lücke zu finden. In den letzten beiden Minuten des dritten Viertels hatten die Deutschen dann Überzahl, weil O'Donoghue für Irland auf die Strafbank musste. Sie erarbeiteten auch die nächste Straßenecke in der 45. Minute. Die 90°-Variante misslang allerdings in der Ausführung und auf danach konnten die Nachschüsse nicht verwertet werden. Als dann auch noch Tom Grambusch eine Gelbe Karte sagen, musst du die Honamas im vierten Viertel fünf Minuten in Unterzahl beginnen.

Dann sah aber auch McKee für Irland die Gelbe Karte und die Kräfteverhältnisse glichen sich auf dem Platz wieder aus. Meyer hatte in der 49. Minute die Großchance auf das 3:3, verpasste das Tor aber knapp links. Und Rühr vergab in der 50. Minute ebenfalls eine große Chance freistehend links, als er viel zu spät den Abschluss suchte.

In der 51. Minute nach Kermas dann auch den Keeper Tobias Walter raus und spielt dann gegen neun Iren in doppelter Überzahl. Pech, dass der spanische Schiedsrichter ein Fußspiel der Iren im Kreis übersah und eine Ecke in der 51. Minute dadurch nicht gab.

Müller rettete bei einem Konterangriff der Iren noch hervorragend, doch in der nächsten Szene wurde ein Ballverlust von den Iren genutzt und in der Mitte konnte Sean Murray völlig frei einschieben zum 4:2. Wellen hatte erneut eine Riesenchance in der 54. Minute, als er freistehend am linken Pfosten am Tor vorbei schlug. Hardt rettete dann noch einmal in höchster Not gegen Herzbruch, doch im Anschluss gab es die nächste Ecke für Deutschland in der 57. Minute. Grambusch schlenzte aber rechts am Tor vorbei.

Die Iren konnten kontern und den Ballbesitz in der deutschen Hälfte halten, so dass die Zeit immer knapper wurde. Ein Stecher von Rühr in der 50. Minute rutschte knapp links über die Latte. In der 59. Minute die nächste Ecke Deutschland, doch Windfinders Schlenzer wurde von Bell erneut auf der Linie für seinen bereits geschlagenen Keeper gerettet. So blieb es letztlich beim 4:2-Erfolg der Gäste, die erstmals Turniersieger in Hamburg wurden.

Tore:
-
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1:0       Tom Grambusch (KE, 19.)
2:0       Marco Miltkau (20.)
2:1       Shane O’Donoghue (20.)
2:2       Alan Sothern (30.)
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2:3       Eugene Magee (34.)
---
2:4       Sean Murray (54.)

Strafecken:
GER 6 (1 Tor) / IRL 2 (kein Tor)

Schiedsrichter:
Michael Eilmer (AUT) / Sebastien Michielsen (BEL)

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