Günther Conradi verabschiedetDer Leipziger verlässt den DHB-Spielordnungssausschuss nach über 25 Jahren

Jugend-DM: Titel vergebenDeutsche Hallenmeisterschaften 2020 des weiblichen Nachwuchses beendet

Als Team zur FIH Pro LeagueBis zu 15 Kinder und Jugendliche (bis 18 Jahre) mit zwei Betreuern für 120,- Euro am Tag

"Rassismus nicht dulden!"Statement des Deutschen Hockey-Bundes zum Attentat in Hanau

····

Günther Conradi verlässt den DHB-Spielordnungssausschuss nach über 25 Jahren

Der Leipziger verlässt den DHB-Spielordnungssausschuss nach über 25 Jahren

28.03.2017 - Am vergangenen Wochenende (25./26.3.) ist der Spielordnungsausschuss unter dem Vorsitz von Christian Deckenbrock zu seiner jährlichen Sitzung in Köln zusammengekommen. Insgesamt 48 Tagesordnungspunkte wurden abgearbeitet. Neben vielen kleineren Formulierungsfragen beschäftigte sich der Ausschuss etwa mit der Einführung des elektronischen Spielberichtsbogens, der Möglichkeit, gesonderte Turnierbestimmungen für Deutsche Endrunden der Damen und Herren zu erlassen, einem Antrag auf Wiedereinführung einer Sperre nach drei Gelben Karten und der Zulassung von gemischten Mannschaften oberhalb der untersten Liga. Soweit Änderungen der SPO DHB beschlossen worden sind, wird der achtköpfige Ausschuss in den nächsten Wochen die genauen Formulierungen ausarbeiten und dann dem DHB-Präsidium zur satzungsmäßig vorgesehenen Genehmigung zuleiten. Im Anschluss werden die Änderungen, die ganz überwiegend zum 1. August 2017 in Kraft treten sollen, im Einzelnen unter "offizielle Mitteilungen" auf der DHB-Homepage veröffentlicht werden.

Zum letzten Mal an einer Sitzung des SOA nahm der Leipziger Dr. Günther Conradi teil. Er wird zum Bundestag im Mai aus dem SOA ausscheiden. Conradi war nicht nur der der letzte Präsident des Hockeyerbands der DDR und damit einer der wichtigsten Baumeister der Wiedervereinigung des deutschen Hockeysports; er trägt auch seit dem Vereinigungsbundestag 1991 in Hürth, auf dem er zugleich zum Vizepräsidenten des DHB gewählt wurde, Mitverantwortung für die Spielordnung des Deutschen Hockey-Bundes. DHB-Präsident Wolfgang Hillmann ließ es sich nicht nehmen, Günther Conradi im Rahmen eines Abendessens am Samstagabend persönlich für sein jahrzehntelanges Engagement im Hockey im Allgemeinen und im Spielordnungsausschuss im Besonderen zu bedanken. 

Eine weitere Ehrung konnte Hillmann allerdings nicht mehr vornehmen, ist Conradi doch bereits 2007 mit der Paul-Reinberg-Plakette die höchste Ehrung des DHB zuteil geworden. Günther Conradi hat über all die Jahre nicht nur inhaltlich die Arbeit des SOA bereichert, sondern ihm und seinem "Adlerauge" war es stets auch ein besonderes Anliegen, darauf zu achten, dass die gefundenen Formulierungen sprachlich korrekt waren und sich widerspruchsfrei in die Gesamtregelung einfügten. Wenn man bedenkt, dass unklare Formulierungen Auslöser eines späteren Rechtsstreits zwischen Vereinen sein können, kann man die Bedeutung dieser Arbeit nicht hoch genug einschätzen. Conradi hat sich aber bereit erklärt, auch künftig die Beschlüsse des SOA aus seinem "home office" Korrektur zu lesen.

Nach dem Bundestag wird auf Günther Conradi Ulrike Schöenfeld, die zugleich Präsidentin des Sächsischen Hockey-Verbandes ist, nachfolgen. Sie hat bereits jetzt als Gast an der Sitzung in Köln teilgenommen. Ebenfalls als Gast war auch Daniel Leunig (Hessischer Hockey-Verband) in Köln anwesend; er soll nach den Vorstellungen des Bundesrates mittelfristig in den SOA nachrücken.

Auf dem Foto ist Dr. Günther Conradi (l.) gemeinsam mit BHV-Präsident Jürgen Häner zu sehen.

Hauptpartner

Premium-Partner

 

 

Pool-Partner