Final Four, Halbf: DHC-UHC 1:2Im zweiten Damen-Halbfinale setzte sich der UHC mit der letzten Aktion des Spiels durch.

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Final Four, Halbf: DHC-UHC 1:2

Im zweiten Damen-Halbfinale setzte sich der UHC mit der letzten Aktion des Spiels durch.

Die Damen von Titelverteidiger UHC Hamburg stehen zum achten Mal in Folge im Endspiel um die Deutsche Feldhockey-Meisterschaft. Im zweiten Halbfinale bei den engelhorn Final Four in Mannheim setzten sich die Hanseatinnen – wie schon im Vorjahr – gegen den Düsseldorfer HC durch, gewannen die Begegnung mit 2:1 (1:1) – und das in aller letzter Sekunde mit einer Schlussecke. Im Finale bekommen es die Hamburgerinnen nun mit den Damen von Rot-Weiss Köln zu tun.

„Das war eine super intensive Partie, aber vor allem deshalb, weil beide Teams auch einige Fehler gemacht haben“, analysierte UHC-Coach Claas Henkel. „Beide sind zu selten zu richtig guten Torschussgelegenheiten gekommen. Dafür gab es viele Zufallsaktionen, die zu Kreisszenen geführt haben. Am Ende ist die Schlussecke mit der Folgeecke natürlich glücklich. Praktisch eine Punktlandung.“

DHC-Coach Nico Sussenburger: „Es war bis zum Ende ein extrem knappes Spiel auf einem guten Niveau mit sehr unterschiedlichen Phasen in beiden Halbzeiten, auch wenn beide Teams sicher noch klarer spielen können. Ich denke, der UHC hätte sich ebenso nicht beschweren können, wenn wir hier heute gewonnen hätten. Auch wenn wir es heute knapp nicht geschafft haben, ändert das natürlich an unserem Weg nichts. Wir haben es geschafft, aus einem biederen Zweitligisten mit viel Engagement auf allen Ebenen ein Team zu formen, das jetzt schon vier Endrunden in Folge erreicht hat. Und ich kann mir vorstellen, dass wir das auch wieder schaffen, und dann geht vielleicht ein bisschen mehr.“

In einer extrem schnellen und in weiten Teilen ausgeglichenen Partie hatten die Damen vom UHC Hamburg am Ende den längeren Atem: Erst nach Ablauf der regulären Spielzeit erzielten die Titelverteidigerinnen per Wiederholungsecke den lang ersehnten Siegtreffer. Charlotte Stapenhorst ließ ihre Mitspielerinnen und die mitgereisten Fans jubeln.

Dabei war Düsseldorf zunächst stärker in das Spiel gestartet: Bereits in der dritten Minute gingen die DHC-Damen durch einen Treffer von Greta Gerke in Führung. Immer wieder spielten die Düsseldorferinnen gute Kreisszenen heraus, nur ins Tor wollte der Ball irgendwie nicht. Vor dem eigenen Tor ließen sie kaum etwas zu und machten es ihren Gegnerinnen vom UHC extrem schwer. Eine erfolgreiche Ecke von Nina Notman in der 10. Spielminute brachte dann nicht nur den Ausgleich, sondern auch spielerisch die Wende. Die noch amtierenden deutschen Meisterinnen kämpften sich immer wieder vor das Düsseldorfer Tor, nur der erfolgreiche Abschluss fehlte. So zum Beispiel in der 21. Spielminute, als Hannah Seifert in einer schönen Einzelaktion über die linke Seite bis vor das DHC-Tor preschte, aber an der Torfrau scheiterte. Wenige Minuten später verfehlte ein harter Schuss von Charlotte Stapenhorst das Tor nur knapp über dem linken Eck. Die Düsseldorferinnen ließen sich aber nicht beirren, versuchten über lange Bälle an den Seitenlinien in den gegnerischen Schusskreis vorzudringen und stellten dabei ihre enorme Passgenauigkeit unter Beweis. Es entwickelte sich eine spannende Partie auf Augenhöhe, bei der auch die beiden Torfrauen glänzten. In der 23. Minute hielt DHC-Schlussfrau Nathalie Kubalski die Ecke und rettete so den bisherigen Gleichstand. Zehn Minuten später mussten sich die Düsseldorferinnen zur Eckenabwehr am Tor versammeln, aber der Schlenzer von Janne Müller-Wieland ging drüber. Bis zur Pause hätte es auf beiden Seiten schon wesentlich häufiger „klingeln“ können – aber die beiden Top-Teams verabschiedeten sich mit einem 1:1 in die Halbzeit.

Und nach der Pause ging es Schlag auf Schlag weiter: Marie Mävers hatte die Führungschance für den UHC auf dem Schläger, scheiterte aber auch diesmal an der DHC-Torfrau (36.). Nur wenig später dann die nächste große Chance für die Düsseldorferinnen: Nach Zuspiel von Lisa-Marie Schütze lief Selin Oruz allein auf das Hamburger Tor zu, aber Yvonne Frank war zur Stelle. In den kommenden Minuten folgte Konter auf Konter, der UHC konnte sich dabei ein paar Torchancen mehr erarbeiten. So war der Pass von Katharina Otte in der 54. Minute auf Kristina Hillman zwar erfolgreich, nur kam Marie Mävers an den anschließenden Ball nicht mehr dran. Marleen Müller verpasste einen Stecher, eine weitere Einzelaktion von Charlotte Stapenhorst war auch nicht von Erfolg gekrönt. Aber auch die Düsseldorferinnen machten weiter Druck: Eine Ecke in der 53. Minute wurde verstoppt, Lisa-Marie Schützes Solo brachte ebenfalls keinen erfolgreichen Abschluss. Zehn Minuten später hatte Selin Oruz die größte Chance, den DHC in Führung zu bringen – klaute Nicola Scharlau im UHC-Kreis den Ball, verzog dann allerdings ganz knapp am rechten Pfosten vorbei.

Die Entscheidung fiel mit der letzten Aktion des Spiels. Der UHC bekam in der Schlussminute eine Ecke zugesprochen, die jedoch abgeblockt wurde. Es gab aber Wiederholungsecke, die Charlotte Stapenhorst bei abgelaufener Spieluhr links unten verwandelte und damit zur umjubelten Matchwinnerin avancierte.

Tore:
1:0 Greta Gerke (3.)
1:1 Nina Notman (KE, 10.)
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1:2 Charlotte Stapenhorst (KE, 70.)

Strafecken:
DHC 2 (kein Tor) / UHC 4 (2 Tore)

Grüne Karten:
Luisa Steindor (30.), Elisa Gräve (66.) / Janne Müller-Wieland (65.)

Zuschauer: 1800

Schiedsrichter:
Gaby Schmitz / Angelika Köppen

Alle Infos zur Endrunde:

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