Herren: 4:4 gegen ArgentinienIm dritten Spiel des 6-Nationen-Turniers von Valencia gab es das erste Remis für die Honamas

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Herren: 4:4 gegen Argentinien

Im dritten Spiel des 6-Nationen-Turniers von Valencia gab es das erste Remis für die Honamas

Mit einem torreichen Remis trennte sich das deutsche Team am späten Donnerstagnachmittag beim Sechs-Nationen-Turnier in Valencia vom späteren Olympia-Gruppengegner Argentinien. Dabei ging das DHB-Team vier Mal in Führung, kassierte aber jeweils kurz darauf durch die bei Kontern und vor allem Standards stets gefährlichen Südamerikaner. In der Tabelle bleibt das DHB-Team mit sieben Punkten aus drei Spielen aber weiter auf Rang eins, wegen des besseren Torverhältnisses im Vergleich mit den Argentiniern. Samstag um 12 Uhr geht es nun noch gegen Gastgeber Spanien, Sonntag um 10 Uhr gegen Irland.

Bundestrainer Valentin Altenburg: „Auf der einen Seite sind vier zugelassene Tore zu viel gegen eine so defensiv starke Mannschaft, auf der anderen Seite haben wir uns aber auch selbst viele Chancen erarbeitet und können uns auf unsere Strafecken verlassen, was eine gute Erkenntnis ist. Das Gegentor direkt mit dem Halbzeitpfiff war sicherlich unnötig! Insgesamt bin ich aber nicht unzufrieden. Wir haben in den letzten Jahren fünf von sieben Duellen gegen Argentinien verloren. Das bleibt ein Team, was bei unserer Spielweise sicherlich unbequem ist. Diese Duelle gewinnt man nicht über optische Überlegenheit, die wir auch dieses Mal zweifellos hatten, sondern über die Kreissituationen. Heute hat es zwar noch nicht gereicht, um deren Ecken-Waffe Peillat ausreichend zu verhindern, aber man hat gemerkt, dass wir immer besser eingespielt sind, dass wir schon viel besser wissen, was in welcher Situation auf dem Platz gefordert ist. Insgesamt war es eine sehr gute geschlossene Mannschaftsleistung!“

Es dauerte ein paar Minuten, bis sich das DHB-Team auf das ausschließlich auf Konter ausgelegte Spiel der Argentinier eingestellt hatte. Der WM-Dritte von 2014 hatte in dieser Phase einige gute Kreisszenen nach Ballverlusten im deutschen Aufbau, aber die Altenburg-Truppe stand hinten sehr gut und verhinderte – unter anderem durch Martin Häner – den frühen Rückstand. Bei 31 Grad im Schatten war es ein anstrengendes Match, in dem die Deutschen in der 9. Minute quasi ihre erste richtige Torchance zum Treffer nutzten. Tom Grambusch setzte sich am Kreisrand gegen Zwei durch, spielte einen guten Doppelpass mit Niklas Wellen und konnte dadurch relativ locker zum 1:0 einschieben.

In der 11. Minute wurde die erste deutsche Ecke gut abgelaufen von der schnellen Abwehr der „Gauchos“. In einer etwas wilderen Phase sah erst Moritz Fürste die Grüne Karte und dann – sehr umstritten aus deutscher Sicht – auch noch Jonas Gomoll. Und in Zwei-Mann-Überzahl holte sich Argentinien die erste Ecke, die Gonzalo Peillat, der in den Niederlanden spielende Torschützenkönig der WM 2014, direkt zum 1:1 verwandelte (14.). Oliver Korn hatte die erste Großchance des zweiten Viertels, als er einen Rückhandschuss ganz knapp neben den langen Pfosten setzte.

In dieser Phase hatten die Deutschen einige gute Chancen, doch die erneute Führung sprang erst in der 27. Minute heraus, als Christopher Wesley sich im Kreis gegen zwei Gegner durchsetzte und mit einem schönen Schrubber über Keeper Juan Vivaldi hinweg zum 2:1 traf. Doch als alle sich bereits mit der inzwischen verdienten Führung in der Halbzeit wähnten, wurde kurz vor Ende ein Ball nicht gut genug verteidigt und Lucas Rossi konnte eine Sekunde vor dem Pausensignal mit einem Rückhandschuss vom Kreisrand Nicolas Jacobi zum zweiten Mal überwinden.

Als Argentinien fünf Minuten nach der Pause eine Gelbe Karte gegen Mazzilli kassierte, stellte Moritz Fürste in Überzahl die Führung per direkt links unten verwandelter Ecke wieder her (35.). Die Deutschen spielten nun länger im Powerplay, konnten aber die Führung nicht weiter ausbauen. Am Ende der Überzahl fiel dann sogar das 3:3 (38.), als erneut Peillat zwar mit dem ersten Schlenzer an Jacobi scheiterte, den Rebound aber von Höhe Siebenmeterpunkt doch noch verwertete. In der 42. Minute die gleiche Situation, auch dieses Mal hielt Jacobi Peillats ersten Ball, konnte aber dieses Mal auch den Nachschuss parieren.

Die Deutschen machten es zwei Minuten später besser. Die dritte Ecke legte Fürste 90 Grad auf Tom Grambusch ab, der per Schlenzer sein zweites Tor des Tages zum 4:3 (44.) erzielte. Im Schlussviertel mussten die Deutschen fünf Minuten in Unterzahl agieren, als Rühr in der 48. Minute Gelb für ein Stockfoul sah. Das gelang schadlos. Doch kurz darauf setzte Peillat die vierte Ecke der Argentinier halbhoch auf Jacobis Schlägerseite zum 4:4 (54.) in die Maschen. Das deutsche Team hatte zwar noch eine Großchance durch Timm Herzbruch und Christopher Rühr, musste sich letztlich aber mit dem einen Punkt zufriedengeben.

Tore:
1:0 Tom Grambusch (9.)
1:1 Gonzalo Peillat (KE, 14.)
2:1 Christopher Wesley (27.)
2:2 Lucas Rossi (30.)
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3:2 Moritz Fürste (KE, 35.)
3:3 Gonzalo Peillat (KE, 38.)
4:3 Tom Grambusch (KE, 44.)
4:4 Gonzalo Peillat (KE, 54.)

Strafecken:
GER 3 (2 Tore) / ARG 4 (3 Tore)

Grüne Karten:
Peillat (14.), Mazzilli (25.) / Fürste (12.), Gomoll (12.)

Gelbe Karten:
Rossi (35.) / Rühr (48.)

Schiedsrichter:
Martin Madden (SCO) / John Wright (RSA)

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