wU21 starten WM-Vorbereitung5:1-Testspiel-Erfolg gegen Österreichs A-Auswahl / Mannschaftsführung: „Teamspirit stimmt“

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DHB-Juniorinnen starten gut in Vorbereitung auf WM in Südafrika

5:1-Testspiel-Erfolg gegen Österreichs A-Auswahl / Mannschaftsführung: „Teamspirit stimmt“

16.08.2021 – Es war der Startschuss auf dem Weg zur U21-Weltmeisterschaft der Damen Anfang Dezember 2021 im südafrikanischen Potchefstroom. Vom 6. bis 11. August absolvierten die Juniorinnen um Bundestrainer Akim Bouchouchi einen sechstägigen Lehrgang beim HC Ludwigsburg. Zum Höhepunkt wurde der Testvergleich gegen die österreichische A-Nationalmannschaft, die sich unter Leitung des Deutschen Chris Faust auf aktuell laufende EuroHockey Championship II in Prag vorbereitete. (Fotos: Hellmuth von Prollius)

Auch für Bundestrainer Akim Bouchouchi hatte diese als WM-Lehrgang titulierte Maßnahme mit Blick auf die Interkontinentalmeisterschaften Ende des Jahres Auftaktcharakter: „Das war endlich der richtige Start für die U21. Bisher haben wir in verschiedensten Konstellationen gespielt, aber so waren wir noch nicht zusammengekommen.“ Endlich aus dem Vollen der Jahrgänge 2000 bis 2004 konnte der Bundestrainer schöpfen und lud dazu 26 Spielerinnen, darunter zehn frischgebackene U19-Europameisterinnen, ein. Verzichten musste Bouchouchi dabei nur auf die beiden Tokio-Fahrerinnen Pauline Heinz (2001) und Jette Fleschütz (2002).

Verständlich, dass der Auftakt in Ludwigsburg vor allem den Zweck erfüllen sollte, eine Mannschaft zu formen. „Den Lehrgang haben wir genutzt, um uns bei allen möglichen Dingen abzustimmen“, entschied Bouchouchi: „Wir wollten eine gemeinsame Struktur finden und Ziele besprechen.“ Auch vor dem Hintergrund, dass die U21-Vorbereitung durch die kommende hockeyliga-Saison unterbrochen wird, war es dem Bundestrainer wichtig, abzuklären, wie es in der lehrgangsfreien Zeit weitergeht und wann und wie der Fokus auf die WM gesetzt werden kann. Bouchouchi dazu: „Die Mädels nehmen aus dem Lehrgang Hausaufgaben mit für diese Zeit und werden sich dann auch in regionalen Gruppen zusammenfinden.“

Auftakttest gegen Österreichs A-Auswahl vielversprechend

Dass tatsächlich zum Auftakt manches schon gut zusammenlief, zeigte der Test gegen die österreichische Nationalauswahl um den Frankfurter Trainer Christ Faust, den die jungen Deutschen im 100 Kilometer entfernten Ulm mit 5:1 für sich entscheiden konnten. „Wir wollten früh im Lehrgang schauen, wo wir stehen und uns auch auf dem Platz kennenlernen“, erklärt Bouchouchi, warum es bereits am zweiten Lehrgangstag zu einem ersten ernsten Vergleich kam: Antonia Lonnes, Verena Neumann und Stine Kurz (per Siebenmeter) brachten die deutschen Damen vor der Pause mit 3:0 in Führung, Lisa Nolte und Julia Hemmerle erhöhten in den Vierteln drei und vier auf 5:0, ehe Österreich zum 1:5-Ehrentreffer kam. „Dafür, dass wir neu zusammengestellt waren, hat einiges auch schon ganz gut geklappt“, bilanzierte Bouchouchi, „wir sind dominant gestartet und hätten im Großen und Ganzen aus unseren Chancen und insgesamt sieben Strafecken mehr Tore machen können. So war das der richtige Gegner zur richtigen Zeit: Für uns die passende Gelegenheit, sich einzuspielen und die Österreicherinnen wurden gefordert.“ Zudem hatte der SSV Ulm im engen Rahmen der Corona-Auflagen ein sehenswertes Spektakel auf die Beine gestellt und 200 Zuschauer auf den Tribünen zugelassen.

Mannschaft gibt sich ein Manifest und startet mit viel Spirit in das WM-Projekt

Auch in der Mannschaft selbst blieb ein positives Lehrgangsfeedback zurück. „Ich war wirklich positiv überrascht, wie viel Speed schon ab der ersten Einheit drin war“, stellte Mannschaftskapitänin Lisa Nolte fest, „man hat gemerkt, wie jede einzelne Spielerin Bock hatte, ihr bestes Hockey zu spielen um sich ihren Platz für die WM zu erkämpfen. Schon von Anfang an war da ein Spirit, den wir bis zur allerletzten Einheit durchgezogen haben. Im Österreich-Spiel war eine klare Steigerung vom Anpfiff bis zum Abpfiff zu erkennen – und auch, wie viel Potential in der Mannschaft steckt und was da bis Ende des Jahres noch rauszuholen ist.“
Die Düsseldorferin Nolte teilt sich die Mannschaftsführung mit Vereinskollegin Lilly Stoffelsma, die noch einmal einen Blick in die Lehrgangsaktivitäten außerhalb des Testspiels warf: „Für viele war das ein erste Zusammentreffen – neue Mannschaft, neue Leute. Der Teamgedanke stand im Vordergrund und der Fokus war also sowohl auf als auch neben dem Platz darauf gerichtet, sich kennenzulernen. Wir haben viel über unsere Kultur und unsere Werte in der U21 gesprochen und das auch als Manifest festgelegt: Wie wir zusammenarbeiten wollen und was wir voneinander erwarten.“ Punkte, die auch in der nun anstehenden lehrgangsfreien Zeit eine Rolle spielen: „Jetzt konzentriert sich erst einmal jede auf die Bundesliga“, bemerkt Stoffelsma und führt dazu aus: „Wir haben uns überlegt, in Gruppen Fragestellungen zu bearbeiten, die im Spiel entstehen können und diese in vier Wochen in einem Zoom-Meeting zu präsentieren.“ Die Online-Meetings will das Team dann auch darüber hinaus fortsetzen: „So weiß jede, dass am Ende des Jahres noch die WM ansteht, die man nicht aus den Augen verlieren sollte“, unterstreicht Stoffelsma.

Bundesliga-Hinrunde unterbricht WM-Vorbereitung bis Oktober

Denn erst parallel zu den Pro-League-Partien der Danas in zwei Monaten Mitte Oktober in Belgien werden sich auch die DHB-Juniorinnen wieder zusammenfinden. Dann ist auch ein Testspiel gegen die belgische U21 geplant. „Nach der Bundesliga ist dann eine Woche Pause“, so Bouchouchi, „und vom 7. bis 13. November sind wir dann noch mal auf einem Lehrgang in Spanien, eventuell mit einem Turnier und Spielen gegen die chilenische Nationalmannschaft.“ Danach will der Bundestrainer seinen 18-köpfigen WM-Kader nominieren, der kurz vor Beginn der WM im Rahmen des Abschlusslehrgangs in Mannheim seine Generalprobe gegen die niederländische U21 absolviert. Anfang Dezember geht es dann rund 9000 Kilometer Richtung Süden in die südafrikanische Studentenstadt Potchefstroom zur U21-WM. (ao)

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