HONAMAS: Souveräne WM-Quali!World League Halbfinale in Johannesburg, Herren-Viertelfinale: Deutschland – Frankreich 4:1 (2:0)

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HONAMAS: Souverän die WM-Qualifikation geholt!

World League Halbfinale in Johannesburg, Herren-Viertelfinale: Deutschland – Frankreich 4:1 (2:0)

19.07.2017 - Die deutschen Herren haben bei der World League in Johannesburg ihr wichtiges Viertelfinale gegen Frankreich in souveräner Manier mit 4:1 (2:0) gewonnen und damit das Halbfinale am Freitag um 16.45 Uhr gegen Spanien (2:1-Sieger über Irland) erreicht. Mit dem Erfolg sicherte sich die Mannschaft – wie am Dienstag die DHB-Damen – auch schon die Qualifikation für die WM 2018 (in Indien) und das World-League-Finalturnier Ende des Jahres ebenfalls in Indien. Timm Herzbruch (2), Tom Grambusch und Marco Miltkau trafen für die HONMAS, ehe Nicolas Dumont per Ecke 90 Sekunden vor Schluss den Ehrentreffer für Frankreich erzielte. (Fotos: worldsportpics.com)

Stefan Kermas: „Das war heute eine wirklich gute Leistung. Frankreich hat zu Beginn noch gut dagegengehalten, aber wir haben uns im Laufe der Partie immer mehr Kontrolle geholt und viele Chancen erarbeitet. Kritikpunkt ist, dass wir nach dem 2:0 und 3:0 nicht schon früher das nächste Tor gemacht haben und am Ende die Kontrolle für ein paar Minuten abgegeben haben, so dass Frankreich doch noch zu ein paar Chancen kam. Ansonsten war, wenn Frankreich mal durchkam, Tobias Walter immer mit starken Paraden zur Stelle. Die junge Mannschaft hat wieder einen guten Schritt nach vorn gemacht und darf heute richtig stolz darauf sein, die formellen Ziele – WM-Qualifikation und das Erreichen des World-League-Finalturniers – geschafft zu haben. Aber wir freuen uns auch auf die nun noch kommenden zwei Spiele hier in Johannesburg.“
Timm Herzbruch: „Ich finde, wir haben die ersten drei Viertel sehr strukturiert gespielt – offensiv wie defensiv – und haben daher völlig verdient 3:0 geführt. Die letzten fünf Minuten waren wir dann nicht mehr voll konzentriert und haben das Gegentor und noch eine Ecke zugelassen. Aber das ist auch der einzige Kritikpunkt. Wir sind total glücklich, dass wir die WM-Qualifikation und auch das Ticket zum World-League-Finalturnier schon gesichert haben. Jetzt haben wir einen Tag Pause, und dann wollen wir hier auch ins Endspiel kommen.“
Lukas Windfeder: „Für so eine junge Truppe solch ein Viertelfinale derart souverän zu gewinnen, ist alles andere als selbstverständlich. Dem sollte man Respekt zollen. Ich denke, das war ein insgesamt völlig ungefährdeter Sieg. Wir können super stolz sein auf das, was wir hier dadurch schon erreicht haben!“

Die Deutschen machten von Beginn an klar, wer den Ton angeben würde in diesem Spiel. Die Franzosen wurden schon in den ersten Minuten hinten eingeschnürt. Doch die Überraschungsmannschaft dieses Turniers, die ja auch Weltmeister Australien zum Beispiel stark Paroli geboten hatten, hielten dagegen und griffen selbst an. Dann holte aber das DHB-Team in der 4. Minute die erste Ecke. Doch den flachen Schlenzer von Tom Grambusch hielt Charles Masson am linken Pfosten auf der Linie. Die Überlegenheit wurde dann klarer. Ein zentraler Ball von Rühr durch den Ball ging ins Tor, wurde aber nicht mehr im Kreis berührt.
Es gab in der Phase trotz Überlegenheit aber auch etwas ungenaue Aktionen im Offensivspiel, was Frankreich immer mal wieder in Konterposition brachte. Hinten standen die HONAMAS allerdings sehr solide. Herzbruch hatte die nächste gute Chance, wurde aber noch abgeblockt. Dann gab es aber die zweite Ecke fürs DHB-Team (15.). Und die versenkte Tom Grambusch als harten, flachen Aufsetzer ins untere rechte Eck zur verdienten 1:0-Führung.
Zu Beginn des zweiten Viertels gab es sofort eine Riesenchance durch Rühr und Wellen, die Keeper Arthur Thieffry aber vereitelte. In der 20.Minute musste Tobias Walter dann erstmals eingreifen, als er einen Franzosen auf der linken Grundlinie stoppte. Die Überlegenheit war erneut deutlich, Frankreich zog sich tief zurück. Ein Rückhandschuss von Müller ging gegen den Außenpfosten, doch der Angriff war ohnehin abgepfiffen worden. Thieffry klärte einen Schuss von Herzbruch ins Toraus (24.).
Aus dem Nichts bekamen die Franzosen dann ihre erste Ecke (25.). Und die klärte Walter mit einem Weltklasse-Reflex unten rechts im Schlägereck. Und im direkten Konter traf Timm Herzbruch mit der Rückhand zum 2:0, als er von rechts nach links im Kreis gezogen war und dann das lange Eck perfekt flach traf. 50 Sekunden vor der Halbzeit zischte ein Stecher von Rühr, angespielt von Tom Grambusch, denkbar knapp am linken Pfosten vorbei. Und Gomoll hatte eine noch größere Chance direkt vor der Halbzeit-Sirene, verfehlte das Tor aber aus der Drehung auch knapp rechts.

Die Führung war zur Pause absolut verdient – auch in der Höhe. Frankreich hatte bis dato eine sehr gefährliche Ecke, sonst aber kaum nennenswerte Kreisszenen. Deshalb mussten die Franzosen nun auch mehr machen, doch auch Walter spielte aufmerksam mit, nahm bei zwei guten Kreisszenen den Stürmern die Bälle weg. Simon Martin Brisac sah dann Grün wegen Meckerns (35.), was zwei Minuten Überzahl für die HONAMAS brachte. Das Powerplay wurde geduldig aufgezogen, aber es war schwer eine Lücke zu finden, weil die Franzosen mit alle Mann im Kreis standen.
Nach einem guten Konter durch die Mitte traf Jonas Gomoll aus fünf Metern den linken Innenpfosten (38.). Wieder komplett, holten sich die Franzosen die zweite Ecke. Doch Walter war bei dem flachen Schlenzer aufs linke untere Eck erneut auf dem Posten (39.). Und dann war es wieder Gomoll, der ewig Zeit hatte frei rechts im Kreis, aber den Ball dann trotzdem nicht voll traf (41.). Das gelang stattdessen Sekunden später Timm Herzbruch, als er einen Nachschuss von Niklas Wellen aus der Luft nahm, aufspringen ließ und mit der Rückhand als Volley zum 3:0 (42.) in den linken oberen Winkel jagte. Wellen hatte kurz darauf die Chance auf das 4:0, schoss aber drüber (42.).
Der nächste Treffer lag in der Luft. Der aufgerückte Lukas Windfeder hatte die nächste Chance, scheiterte aber an Thieffry (43.). Das letzte Viertel ging mit einem Drehschuss von Baumgarten los, der aber weit am Tor von Walter vorbeiging. Frankreich musste nun viel mehr aufmachen, wollte man noch eine Chance auf den Halbfinal-Einzug bekommen. Das ergab aber auch Konterchancen. Eine Flanke von Wellen krachte gegen den Pfosten des französischen Tores. Doch im Konter erneut Ecke für Frankreich (48.), die aber stark verteidigt wurde.
Wright gab in der 51. Minute noch eine Ecke für die Franzosen, aber Tom Grambusch nahm dagegen den Videobeweis, weil er einen Körper eines Franzosen gesehen hatte. Und er bekam auch Recht. Und einer der guten Konter brachte in der 52. Minute das 4:0, als Windfeder stark auf Wellen schlenzte und dieser links im Kreis den freien Marco Miltkau sah, der keine Mühe mehr hatte ins leere Tor zu vollenden. Rühr musste dann noch mit Grün auf die Strafbank (55.), so dass Frankreich zwei Minuten Überzahl hatte.
Die Deutschen standen hinten aber sehr solide. Die Franzosen konnten im Kreis wenig Gefahr erzeugen, weil immer ein Kermas-Schützling besser stand. Rühr hatte, nach Rückkehr aufs Feld eine gute Chance, doch Thieffry parierte (58.). 90 Sekunden vor Ende traf dann auch Frankreich einmal den Pfosten und hatte dann auch noch eine Ecke, die Nicolas Dumont im Nachschuss zum 1:4 verwertete. Die Deutschen waren jetzt etwas laxer im Deckungsverhalten, kassierten auch noch eine weitere Ecke 40 Sekunden vor Ende. Die ging auch noch links unten ins Eck zum vermeintlichen 2:4, wurde aber von den Deutschen beim Videoschiedsrichter erfolgreich angefochten, weil der Ball nicht außerhalb gestoppt worden war.

Tore:
1:0       Tom Grambusch (KE, 15.)
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2:0       Timm Herzbruch (26.)
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3:0       Timm Herzbruch (42.)
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4:0       Marco Miltkau (52.)
4:1       Nicolas Dumont (KE, 59.)

Ecken:
GER 2 (1 Tor) / FRA 5 (1 Tor)

Schiedsrichter:
John Wright (RSA) / Dave Dowdall (ENG)

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