MWB Final Four: VorschauenVorschau auf die Halbfinal-Begegnungen der Damen und Herren beim MWB Final Four in Mülheim.

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MWB Final Four: Vorschauen

Vorschau auf die Halbfinal-Begegnungen der Damen und Herren beim MWB Final Four in Mülheim.

1. Halbfinale Damen: UHC Hamburg – Düsseldorfer HC 12.00 Uhr
Die Damen-Teams des UHC Hamburg und des Düsseldorfer HC treffen sich mal wieder in einem Halbfinale – bereits zum vierten Mal in den vergangenen zwei Jahren. Doch während auf dem Feld zumeist die Hamburgerinnen als der Favorit gelten, sieht das in der Halle durchaus andersherum aus. Hier ist Düsseldorf mit dem Titelgewinn 2015 und der Finalteilnahme im vergangenen Jahr das erfolgreichere Team. „Wir kennen uns mittlerweile ganz gut“, meint auch UHC-Coach Claas Henkel, „und ich denke, dass der DHC im Vergleich zum letzten Jahr sicher nicht schlechter geworden ist. Das ist ein wirklich sehr anspruchsvoller Gegner.“ Nachdem sich die Hamburgerinnen zu Saisonbeginn etwas schwer getan hatten, zeigte man in diesem Jahr einen guten Lauf. „Wir haben uns gut entwickelt, was unsere Spielweise angeht“, bestätigt Henkel. „Alles zusammen genommen, darf man sicher auf ein schönes Halbfinal-Duell hoffen.“

Wie der UHC so wird auch der DHC voraussichtlich in Bestbesetzung antreten können. Trainer Nico Sussenburger sieht sein Team gut vorbereitet, wagt bei diesem starken Teilnehmerfeld allerdings keine Prognose. Auf der offiziellen Pressekonferenz hatte bereits Düsseldorfs Greta Gerke unterstrichen: „Wir haben mit unserem Team nun schon einige Male an Endrunden teilnehmen dürfen. Deswegen haben wir schon den Anspruch, auch mal nach ganz vorn kommen zu wollen.“ Ein Sieg im Halbfinale wäre im Übrigen für beide Teams ein gutes Omen. Denn die Mannschaft, die das Vorschlussrunden-Duell in den letzten zwei Jahren jeweils für sich entschieden hatte, holte daraufhin auch den Titel.

2. Halbfinale Damen: Harvestehuder THC – Mannheimer HC 14.00 Uhr
Die Titelverteidigerinnen aus Mannheim bekommen es im Halbfinale mit dem Harvestehuder THC zu tun. „Ein unangenehmer, taktisch und vor allem defensiv sehr starker Gegner, der es völlig zu Recht ins Halbfinale geschafft hat“, zollt MHC-Trainer Philipp Stahr dem HTHC Respekt. Aus Mannheimer Sicht könnte dabei sogar noch eine kleine Rechnung offen sein, denn beim letzten Aufeinandertreffen in der Halle vor zwei Jahren schaltete der HTHC die Kurpfälzerinnen im Viertelfinale aus. „Wir wollen aber eigentlich nicht so sehr auf den Gegner schauen, sondern uns vor allem auf unsere eigenen Stärken konzentrieren. Die Mädels haben nach dem kleinen Durchhänger zum Ende der Hauptrunde wieder die nötige Anspannung gefunden, im Viertelfinale ein sehr gutes Spiel gegen Köln gemacht. Ich denke, wir können auch für das Halbfinale zuversichtlich sein.“

Beim Harvestehuder THC ist die Vorfreude auf das Duell mit den Meisterinnen groß: „Es gibt doch nichts Besseres, als gegen den Titelverteidiger antreten zu dürfen“, findet Trainer Tomasz Laskowski, bei dem noch immer die Erleichterung vorherrscht, die Hürde Viertelfinale erfolgreich genommen zu haben. „Wir wollen aber nicht nur die Endrunde genießen, sondern kommen nach Mülheim, um hier auch zu gewinnen.“ In der Vorbereitung auf das Final Four habe man die Belastung nicht mehr so hoch geschraubt. „Es herrscht eine gewisse Lockerheit in der Mannschaft. Wir machen uns nicht verrückt, sondern freuen uns auf die anstehende Aufgabe gegen den MHC.“ Mit welchen Kadern die beiden Teams aufeinander treffen, ist noch nicht ganz klar, denn in beiden Lagern gibt es noch die eine oder andere „kränkelnde“ Akteurin.

1. Halbfinale Herren: Harvestehuder THC – Rot-Weiss Köln 16.00 Uhr
Für vielleicht nicht wenige Fans wäre das Duell des Harvestehuder THC gegen Rot-Weiss Köln auch ein würdiges Endspiel gewesen. Immerhin gingen nicht weniger als sieben der letzten zehn Herren-Titel auf dem Feld und in der Halle an einen dieser beiden Clubs. Es ist aber eben eines der beiden Halbfinals, und da wäre es etwa HTHC-Coach Christoph Bechmann auch ziemlich egal gewesen, welchen Gegner es dort gegeben hätte. „Es sind vier sehr starke Teams im Halbfinale, und ich denke, dass wir uns vor keinem der drei Konkurrenten verstecken müssen. Die Vorfreude ist groß, die Stimmung im Team bestens und die Anspannung vor so einem Event hoch.“ Bechmann erwartet in jedem Fall ein hoch spannendes Halbfinale. „Beide Teams haben die realistische Chance auf den Finaleinzug. Da kann alles passieren“ Dabei habe Köln nur wenige erkennbare Schwächen, jedoch darüber, welche er mit seinem Team nutzen wolle, spricht er natürlich nicht. Wohl aber über das Viertelfinale: „Das war für uns genau richtig, dass wir von den Wespen gut gefordert wurden.“

Für Vizemeister Köln geht es in Mülheim zunächst auch einmal darum, erstmal das Endspiel zu erreichen. Und dann wäre da noch der kleine Final-Fluch, denn man stand zwar in den letzten drei Jahren jeweils im Titel-Match, verlor dieses aber jedes Mal – unter anderem 2015 gegen den Harvestehuder THC. Kölns Trainer André Henning unterstreicht den hohen Anspruch seines Clubs und hat aus Kölner sicht erfreulicherweise beobachtet, dass „wir uns als Team in den letzten Wochen sehr gut gefunden haben, in unserer Performance nochmal einen Schritt nach vorn machen konnten. Daraus haben wir auch eine Anspruchshaltung entwickelt, die zum Beispiel dazu geführt hat, dass wir im Viertelfinale wirklich sehr fokussiert waren.“ Der Harvestehuder THC als eines der erfolgreichsten Hallen-Teams der letzten Jahre sei natürlich ein hartes Los im Halbfinale. „Aber ich denke, es gilt für alle Endrunden-Teams: Wenn man erstmal hier dabei ist, dann will man auch den Titel holen.“

2. Halbfinale Herren: Club an der Alster – Mannheimer HC 18.00 Uhr
Die letzten Hallen-Titel für den Club an der Alster (2011) und den Mannheimer HC (2010) liegen schon eine Weile zurück. Seitdem tauchten beide Teams aber sporadisch in Endrunden auf. Mannheim stand danach zwei Mal im Halbfinale, Alster einmal – nach einem 3:2 im Viertelfinale gegen den MHC. Der Respekt vor dem Gegner ist jeweils groß: „Mannheim ist sehr fit, sehr stark und organisiert. Ich denke, das wird ein körperlicheres Spiel als noch gegen Blau-Weiss, wo wir leider nicht unser bestes Spiel abgeliefert hatten“, sagt Alster-Coach Russell Garcia, der dem MHC eine leichte Favoritenrolle einräumt. „Wir freuen uns über die Möglichkeit, im Halbfinale zu spielen, müssen aber in dieser Woche und auch im Halbfinale frei im Kopf sein, befreiter aufspielen. Wenn wir gegen den MHC erfolgreich sein wollen, müssen wir unser Spiel besser kontrollieren.“

Auch Mannheims Coach Aditya Pasarakonda lobt den Gegner: „Alster ist eine sehr erfahrene und auch schlaue Hallen-Truppe. Das wird sicher nicht einfach, aber das wäre es auch gegen eines der beiden anderen Teams nicht. Wir wollten diese Herausforderung, und wir haben auf jeden Fall die Lösungsmöglichkeiten, um auch gegen Alster bestehen zu können.“ Das Ziel vor der Saison sei es gewesen, besser als in der Vorsaison abzuschneiden. Dafür müsste man also mindestens ins Finale einziehen.

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