Rio: Danas schon in den PlayoffsEin hart erarbeiteter 2:0-Erfolg über Korea bringt die DHB-Damen vorzeitig in die Play-offs

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Rio: Danas schon in den Playoffs

Ein hart erarbeiteter 2:0-Erfolg über Korea bringt die DHB-Damen vorzeitig in die Play-offs

Die deutschen Damen haben nach dem dritten Vorrundenmatch in Rio vorzeitig das Viertelfinale erreicht. Gegen Korea zeigte die Mannschaft viel Einsatz und Geduld, musste auch bis ins letzte Viertel warten, ehe Hannah Krüger per Ecke und Lisa Altenburg den letztlich absolut verdienten Sieg perfekt machten. Spanien und Korea können die Deutschen in den verbleibenden zwei Vorrundenspielen nun nicht mehr einholen. Dennoch will das Team auch nach dem Match am morgigen Freitag gegen Spanien (22.30 Uhr deutscher Zeit) weiter ungeschlagen bleiben.

Bundestrainer Jamilon Mülders: „Ich finde, das war ein verdienter Sieg, der uns extrem viel Leidenschaft und Opferbereitschaft abverlangt hat. Die Situation war vergleichbar mit dem Achtelfinale der Fußballherren bei der WM gegen Algerien. Aber egal wie, es war erfolgreich! Die Mädels sind im Spiel gewachsen und ruhig geblieben, haben sich am Ende belohnt. Jetzt stehen wir in der Tabelle so gut da, wie es wohl kaum einer vorher vermutet hätte. Das reicht für einen kurzen Moment der Zufriedenheit. Dann geht es morgen wieder mit Vollgas gegen Spanien, denn es gibt hier keinen Grund, irgendwas nicht zu tun! Wir wollen den nächsten Sieg, denn danach sind wir süchtig!“
Cécile Pieper: „Gegen Neuseeland haben wir die Platte gerockt, heute war es mehr ein Arbeitssieg. Aber wir wussten auch vorher, dass wir deren Konter verhindern mussten und hinten zu Null spielen, damit wir mit viel Geduld uns vorn unsere Chancen erarbeiten können. Und das Selbstbewusstsein haben wir inzwischen, dass wir wissen, wir schießen da noch unser Tor!“
Kristina Reynolds: „Wir haben lange in Überzahl gespielt und es war ein Spiel auf ein Tor, mit gelegentlichen Kontern von Korea, aber wir wissen eben auch, dass – und wenn noch so viele Chancen nicht reingehen – wir irgendwann unser Tor machen! Morgen gegen Spanien sind wir sicher wieder favorisiert, aber auch das wird kein leichtes Match!“
Hannah Krüger: „Unglaublich, dass wir unser Turnierziel Viertelfinale jetzt schon erreicht haben! Jetzt regenerieren wir! Und dann kommt Spanien morgen! Es gibt immer noch Sachen an denen wir arbeiten wollen! Es hat sich heute mal wieder ausgezahlt, dass wir ruhig bleiben und unser Ding durchziehen!“

Das DHB-Team hätte den Start fast verschlafen, als Korea mit langem Schlenzer über rechts bis zur Grundlinie durchkam und erst Reynolds den Angriff mit klasse Parade beenden konnte. Korea mit viel Aggressivität, auf die sich die Deutschen erst einmal einstellen mussten. Doch dann war es auch das deutsche Team, das nach gutem Linksangriff zur ersten Top-Chance kam, als Altenburg durch die Beine zu Pia Oldhafer durchsteckte, deren Schuss Keeperin Sooji Jang gerade noch parieren konnte. Dann war Stapenhorst über rechts durch, legte zu Altenburg zurück, die den Schlenzer nicht ganz traf und deshalb aus drei Metern ebenfalls an Jang scheiterte.
Franzisca Hauke hatte die nächste Großchance, aber ihr nicht ganz platzierter Rückhandschuss wurde wieder von Jang pariert. Dann sah Lorenz wegen Wegspielens des Balles Grün (9.), eigentlich unberechtigt, denn das passierte mit dem Pfiff aus der Bewegung. Korea kam in Überzahl zu einer Schusschance von Park, die das Tor aber verfehlte. Und kurz darauf war es Cheung, die einen Schlenzer frei vor Tor rechts vorbeisetzte. Nach einem Foul von Oruz gab es dann Strafecke für Korea, doch die Variante wurde gut gelesen und abgewehrt. Doch in dieser Phase viel Druck von den Asiatinnen, die ja den Sieg brauchten, um noch im Turnier zu bleiben.
Es blieb aber beim Remis zur ersten Viertelpause. Das DHB-Team gleich mit einem guten Rechtsangriff, doch Stapenhorst lief der Ball über die Grundlinie. Vorn aber auch immer wieder Unzufriedenheit mit der Schiedsrichterin, die klare Fouls der Koreanerinnen an deren Kreis nicht ahndete. Dann wurde Mävers auf dem Weg zum Kreis mehrfach gefoult. Es gab Ecke und Gelb für Korea. Doch Hannah Krügers Eckenschlenzer ging deutlich über das Tor. In Überzahl hatte Mävers eine gute Stecherchance nach Flanke von Müller, traf die Kugel aber nicht voll. Kurz darauf erneut diese Situation, bei der Mävers knapp nicht an den Ball kam.
Als Anne Schröder dann ebenfalls hart gefoult wurde im Viertel Koreas gab es die zweite Ecke und wegen Körpers auch die dritte hinterher. Doch Stapenhorsts Schlenzer ging knapp links über das Tor (24.). Immer wieder versuchten es die Deutschen mit harten Bällen in den Kreis, was aber noch nicht von Erfolg gekrönt war. Das DHB-Team blieb am Drücker, aber Korea stand nun zum Teil mit elf Spielerinnen am Kreis und machte den Raum eng, tat gar nichts mehr für den Aufbau. Es blieb also, trotz deutlichen Übergewichts für das deutsche Team beim 0:0 zur Pause.
Das DHB-Team setzte sofort weiter offensive Akzente, kam zwei Mal gefährlich in den Kreis, allerdings ohne zum Abschluss zu kommen. Schütze hatte dann Pech, dass sie keinen Platz zum Ausholen fand, als Stapenhorst sie stark freigespielt hatte. Die Mülders-Schützlinge pressten gut, holten sich die Bälle stark im Aufbau der Koreanerinnen. Nur ein einziges Mal brannte es, als Müller einen Ball im Aufbau ablieferte, doch da war dann wieder Kristina Reynolds ganz stark zur Stelle.
Korea sah dann Grün wegen Foulspiels, so dass die Deutschen Überzahl hatten. Doch in dieser Phase war die gute Linie der Anfangsphase dieses Viertels etwas weg. Die kam aber wieder, und Jana Teschke hatte nach Solo rechts eine Schusschance, doch die Rückhand ging über das Tor. Korea aber jetzt immer mal wieder gefährlich mit Kontern. Doch das DHB-Team erhöhte den Druck, schnürte die Koreanerinnen ein, aber fand die Lücken aber nicht. Korea sah dann erneut Gelb, so dass das DHB-Team mit Überzahl ins letzte Viertel ging.
Und dann war es der erste Angriff der Koreanerinnen, der zu einem Siebenmeter führte. Die Koreanerinnen nahmen dagegen den Videobeweis. Und weil der Ball am Tor vorbeigegangen wäre, gab es „nur“ Strafecke (46.). Der Schlag von Müller wurde gehalten, auch die Nachschüsse, aber dann nahm Müller auch den Videobeweis, weil Mävers beim Nachschuss ein Stockfoul gegen sich bekam. Dem wurde aber nicht stattgegeben. Deutschland verlor das Anrufungsrecht.
Dann sah Seo nach einem Stockfoul an Müller-Wieland Gelb (47.). Wieder Überzahl fürs DHB-Team.
Dadurch wieder Powerplay, das allerdings noch nicht optimal zu Ende gespielt wurde. Mävers hatte dann mal eine gute Schusschance, die Yang aber entschärfte. Danach wurde ein Lauf von Stapenhorst über die Grundlinie rausgepfiffen wegen Behinderung. Korea kam dann bei Komplettierung wieder etwas auf, doch die Deutschen standen gut hinten. Im Konter fiel dann Oldhafer über die Torfrau. Wieder Siebenmeterentscheidung, wieder Videobeweis dagegen. Und wieder bekam Korea Recht und einen Freischlag für sich. Die Deutschen ließen sich nicht entmutigen, sondern machten weiter Druck, aber trafen nicht immer gute Entscheidungen beim Spiel in den Kreis.
Pieper bekam dann eine Ecke für sich, als sie beim Eindringen rechts in den Kreis gefoult wurde (55.). Und dann saß der Schlenzer von Hannah Krüger zum längst überfälligen 1:0 – etwas abgefälscht noch von einer Verteidigerin, aber egal, genau zum richtigen Zeitpunkt! Danach in Überzahl, konnte man weiter das Spiel kontrollieren. Auch in Gleichzahl gelang das gut! Und als Schütze und Hauke rechts einen Freischlag stark in den Kreis brachten, war es Lisa Altenburg, die aus dem Rückraum mit dem 2:0 für die endgültige Entscheidung sorgte.

Tore:
-
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1:0 Hannah Krüger (KE, 55.)
2:0 Lisa Altenburg (58.)

Strafecken:
GER 5 (1 Tor) / KOR 1 (kein Tor)

Grüne Karten:
GER 1 / KOR 2

Gelbe Karten:
- / KOR 3

Schiedsrichter:
Michelle Joubert (RSA) / Kylie Seymour (AUS)

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