Herren: GER - FRA 2:5 (2:1)Olympia-Vorbereitung: Erste Niederlage zum Ende / Heute Nominierung

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Herren: GER - FRA 2:5 (2:1)

Olympia-Vorbereitung: Erste Niederlage zum Ende / Heute Nominierung

28.05.2021 - Der deutsche Herren-Olympiakader hat sein letztes EM- und Olympia-Vorbereitungsspiel am Freitag in Hamburg gegen Frankreich mit 2:5 (2:1) verloren. Die Partie stand lange auf Messers Schneide und es war Frankreichs Eckenspezialist Victor Charlet, der in der zweiten Hälfte den Ausschlag gab für einen Sieg der Gäste. Im Laufe des Nachmittags erfolgt nun bei den Honamas die Nominierung für die EM (4. bis 13. Juni) und auch schon Richtung Olympia.

Bundestrainer Kais al Saadi: „Wir haben heute gegen eine sehr motivierte, aggressive französische Mannschaft verloren, die sich vorgenommen hatte, nach dem 2:5 am Dienstag sich zu revanchieren. Das ist ihnen ja sogar mit dem gleichen Resultat gelungen. Ich denke nicht, dass es an der Fitness gelegen hat – die Jungs waren trotz des langen, harten Lehrgangs absolut im Saft. Es ist eher so, dass heute bei einigen Jungs der Druck einfach sehr hoch war, wofür ich aber auch absolut Verständnis habe. Heute ist Nominierungstag für die großen Events, die vor uns liegen, da gehört das dazu.“

Frankreichs Chefcoach Jeroen Delmee: „Das ist ein herausragendes Ergebnis für uns. Das deutsche Team hat in der ersten Hälfte einige Chancen liegen gelassen, aber auch deren Keeper hat zweimal mit dem Helm gerettet. Ich kenne aber auch die Situation, in der die deutschen Spieler heute mit der Nominierung stecken. Das ist schon eine ganz besondere Situation.“

Die Anfangsphase war sehr umkämpft, Frankreich mit etwas mehr Ballbesitz, aber die erste Großchance hatte Timm Herzbruch nach Linksangriff mit einem freien Schuss vom Kreisrand, der ihm aber etwas nach rechts abrutschte (4.). Jonas Gomoll hatte die nächste ähnliche Chance nach gutem Solo, aber auch ihm versprang die Kugel beim Abschluss noch (6.). Das 1:0 lag in der Luft. Marco Miltkaus Rückhandschuss wurde noch neben das Tor gelenkt (8.). Staib scheiterte aus spitzem Winkel an Keeper Arthur Thieffry (9.). Es blieb aber beim Unentschieden bis zur ersten Viertelpause.

Die Franzosen erarbeiteten sich in der 18. Minute die ersten zwei Ecken, die aber verteidigt wurden. Im Konter hatte Constantin Staib mit der Rückhand eine Großchance, die Thieffry aber stark parierte. Doch die DHB-Auswahl holte den Ball sofort wieder auf links zurück und Niklas Wellen vollendete am langen Pfosten zum 1:0 (19.). Kurz darauf hätte Wellen das 2:0 machen müssen, aber Thieffry holte den Ball mit einem Weltklasse-Reflex noch von der Linie (20.).

Mark Appel holte in der 25. Minute einen guten Schlenzer der Franzosen mit dem Helm aus dem bedrohten oberen Eck. Frankreich in dieser Phase stark – die Gäste holten ihre zweite Ecke (27.), die an den rechten Pfosten ging. Zwei Nachschüsse parierte Appel stark, aber nach langer Ecke kam der Ball an den linken Pfosten zu Pieter van Straaten, der aus kurzer Distanz das 1:1 beisteuerte. Die Honamas gleich wieder im Vorwärtsgang. Staib prüfte Thieffry mit einem halbhohen Rückhandschuss (29.). Dann gab es die erste Ecke fürs DHB-Team (29.), die Lukas Windfeder ganz sicher halbhoch rechts zum 2:1 versenkte.

Die Franzosen kamen etwas besser ins dritte Viertel. Alexander Stadler, der in der zweiten Hälfte für Appel kam, rettete einmal stark (32.). Charles Masson sah dann Gelb wegen Meckerns (35.), doch in Unterzahl holten die Gäste sich ihre dritte Ecke, die Spezialist Victor Charlet flach zum 2:2 (36.) nutzte. Schrecksekunde, als Timur Oruz einen Ball im Mittelfeld aus kurzer Distanz aufs Knie bekam (41.), er konnte aber bald weiterspielen. Kurz darauf prüfte Herzbruch Thieffry mit der Rückhand und Miltkau traf einen Rebound nicht. Auf der anderen Seite bekamen die Gäste wegen nicht eingehaltenen Abstands eine vierte Ecke (43.), die Niklas Wellen aber brillant ablief.

Doch kurz darauf bekam Roel Bovendeert einen Querpass an den linken Kreisrand und der Franzose überwand Stadler mit einem harten Ball ins lange Eck zum 2:3 (44.). Es wurde dann sehr emotional und zum Teil sehr hart. Die Schiedsrichter mussten die Gemüter beruhigen. Den Deutschen merkte man den zehntägigen harten Lehrgang nun sehr an.

Es fiel offensichtlich schwer, die Köpfe nochmal freizubekommen und darunter litt auch die Konzentration für den letzten Pass. Doch die DHB-Auswahl kämpfte stark und Windfeder erarbeitete die nächste Ecke (53.). Sein Schlenzer wurde aber noch von einem Verteidiger an den rechten Pfosten gelenkt. Im Konter verhinderte Stadler das 2:4 auf Kosten der nächsten Ecke für die Gäste, die Charlet dann aber hart und platziert ins lange Eck versenkte. Al Saadi nahm Stadler dann für einen elften Feldspieler vom Platz, was Frankreich aber schon im nächsten Konter nutzte, als erneut van Straaten zum 5:2 (54.) ins leere Tor abschloss. Die Deutschen zogen nochmal ein Powerplay auf, aber Frankreich stand hinten gut und verhinderte weitere Großchancen.

Tore:
-
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1:0    Niklas Wellen (19.)
1:1    Pieter van Straaten (27.)
2:1    Lukas Windfeder (KE, 29.)
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2:2    Victor Charlet (KE, 36.)
2:3    Roel Bovendeert (44.)
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2:4    Victor Charlet (KE, 53.)
2:5    Pieter van Straaten (54.)

Ecken:
GER 3 (1 Tor) / FRA 5 (2 Tore)

Schiedsrichter:
Xavier Fenaert (FRA) / Raphael Adrien (GER)

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