EHL: Erstmals Damen und HerrenKO8: Zum Teil schwere Lose für deutsche Teams / Mülheim und Köln schon im Viertelfinale gegeneinander

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EHL: Erstmals Damen und Herren

KO8: Zum Teil schwere Lose für deutsche Teams / Mülheim und Köln schon im Viertelfinale gegeneinander

24.10.2019 - Die Auslosung für das erste gemeinsame KO8-Turnier der Damen und Herren in der Euro Hockey League Ostern 2020 hat zum Teil schwere Lose für die fünf deutschen Teilnehmer gebracht. Während bei den Herren alle drei DHB-Clubs in der oberen Hälfte der Setzliste stehen und sich damit gegenseitig aus dem Rennen werfen müssen, können der UHC und Alster bei den Damen frühestens im Finale aufeinandertreffen.

Damit dieser Fall eintreten kann, müsste der UHC in seinem Tableau allerdings erstmal beide niederländischen Spitzenclubs aus dem Weg räumen. Im Viertelfinale treffen die Schützlinge von Claas Henkel auf Serien-Europapokalsieger HC Den Bosch. Sollte man da gewinnen, wäre im Halbfinale vermutlich Titelverteidiger Amsterdam der Gegner, das in seinem Viertelfinale gegen Minsk haushoher Favorit ist. Alster bekommt es in der unteren Tableau-Hälfte im Viertelfinale erneut mit Englands Champion HC Surbiton zu tun, den man in der vergangenen Saison im gleichen Match 4:0 schlug. Im Erfolgsfall wäre der Sieger der Partie zwischen Irlands Meister Pegasus und Spaniens Champion Madrid der Halbfinalgegner.
UHC-Trainer Claas Henkel sieht es pragmatisch: „Für uns als ‚Deutschland zwei‘ ist die Situation in der Setzliste extrem sportiv. Aber wir müssen halt Deutschland eins werden, um es leichter zu haben. Trotzdem nehmen wir das Los an und freuen uns darauf. Gegen Amsterdam, die in den letzten Jahren das beste Clubteam Europas waren, haben wir in den letzten drei Jahren zweimal gewonnen, gegen Den Bosch zweimal 1:2 im Finale knapp verloren. Das ist, ohne Arroganz gesagt, unsere Kragenweite.“

Bei den Herren kommt es im Viertelfinale zum Aufeinandertreffen der deutschen Top-Clubs Uhlenhorst Mülheim und RW Köln. Der Sieger der Partie trifft im Halbfinale auf den Gewinner der Paarung Mannheimer HC gegen Club Egara. Die DHB-Clubs hatten in der ersten Runde ihre aktuelle Stärke bewiesen, so dass Deutschland als einzige Nation alle drei Teilnehmer noch im Wettbewerb hat. Die beiden verbliebenen niederländischen Clubs Bloemendaal und Kampong Utrecht bekommen es in der unteren Tableau-Hälfte mit Englands Meister HC Surbiton, beziehungsweise dem überraschender Weise einzigen noch verbliebenen belgischen Vertreter Royal Leopold zu tun.
André Henning sieht dem Aufeinandertreffen mit dem West-Lokalrivalen positiv entgegen: „Ich bin mit dem Los sehr zufrieden. Zum einen hatten wir Uhlenhorst jetzt knapp zwei Jahre nicht mehr in einem Entscheidungsspiel und es wird Zeit, dass wir sie endlich in den Ring kriegen. Zum anderen gehen die deutschen Teams mit einem krassen Wettbewerbsnachteil in die EHL 2020, weil unsere Nationalspieler Ende März, unmittelbar vor der EHL, sechs Pro-League-Spiele in zwölf Tagen abfackeln. Die anderen Nationen haben da noch deutlich dünne Pro-League-Blöcke und sind früher im Liga-Betrieb. Insofern ist es kein Nachteil gegen ein deutsches Team zu starten, weil das Match unter gleichen Voraussetzungen stattfindet.“
Das sieht auch Mülheims Coach Omar Schlingemann ähnlich: „Wir kennen uns gut und können uns optimal vorbereiten, um ein Topspiel abzuliefern. Es ist für die Jungs etwas schade, dass sie nicht die Erfahrung mitnehmen können, gegen ein belgisches oder holländisches Team zu spielen. Insgesamt ist natürlich ein riesiger Zufall und irgendwo auch schade, dass maximal ein deutsches Team ins Finale kommen kann, obwohl alle drei deutschen Teams zurzeit so stark sind, dass sie ins Finale kommen könnten.“

Mannheims Cheftrainer Michael McCann sagt: „Egara wäre vielleicht nicht unser Wunschgegner gewesen, denn sie sind sehr skilful in der Offense und Defense. Wir sind aber zufrieden mit dem Gegner. Was Ramon Sala und sein Coaching-Staff da in Egara bewegen, ausschließlich mit Spielern aus der eigenen Jugend, ist unfassbar. Ich habe da hohen Respekt. Wir kennen uns schon seit 20 Jahren. Das wird ein tolles Duell und ausgeglichenes Spiel, aber wenn wir das mehr wollen, dann können wir es auch gewinnen. Ich hoffe, dass bis dahin alle Spieler bis dahin fit sind. Es wäre ein tolles Zeichen fürs deutsche Hockey, wenn wir ein rein deutsches Halbfinale hätten und damit ein Team auch im Finale, was auch das allgemein gesteckte Ziel ist – und noch schöner wäre es natürlich, wenn wir das sind.“ (Fotos: Frank Uijlenbroek, worldsportpics.com)

So sehen die Tableaus aus (Der Spielplan wird von der EHL erst später veröffentlicht):

EHL Men FINAL8 draw
HTC Uhlenhorst Mülheim (GER) v Rot-Weiss Köln (GER)
Mannheimer HC (GER) v Club Egara (ESP)
HC Bloemendaal (NED) v Surbiton HC (ENG)
SV Kampong (NED) v Royal Leopold (BEL)

EHL Women FINAL8 draw
AH&BC Amsterdam (NED) v HC Minsk (BLR)
UHC Hamburg (GER) v HC ’s Hertogenbosch (NED)
Club an der Alster (GER) v Surbiton HC (ENG)
Pegasus (IRL) v Club de Campo de Madrid (ESP)

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