CHTC: Hilfsaktion für MoriaKrefeld sammelt am Wochenende bei den Bundesligaspielen für die Flüchtlinge auf Lesbos

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CHTC: Hilfsaktion für Moria

Krefeld sammelt am Wochenende bei den Bundesligaspielen für die Flüchtlinge auf Lesbos

10.09.2020 - Schockierende Bilder erreichten uns in den letzten Tagen aus dem durch ein Feuer völlig zerstörten Flüchtlingscamp Moria auf der griechischen Insel Lesbos. Fast 13.000 Flüchtlinge verlieren durch die Brandkatastrophe den Rest ihres Hab und Gutes. Unter ihnen sind 400 Kinder- und Jugendliche ohne Begleitung. Sie alle campieren auf den Straßen der Insel Lesbos ohne ausreichende Versorgung.

Der Crefelder HTC reagiert im Rahmen der beiden Wochenend-Spiele (12./13. September) in der Bundesliga mit einer Solidaritätsaktion zur Unterstützung der Flüchtlinge und erfährt dabei die volle Unterstützung der gegenerischen Teams. „Wir spenden unter anderem die gesamten Eintrittsgelder der beiden Partien am Samstag gegen den UHC Hamburg und am Sonntag gegen den Club an der Alster“, berichtet CHTC-Projektkoordinator Hans Werner Sartory. Am Samstag gibt es für die Hockeyfans die seltene Gelegenheit, sich das Trikot eines Hockey-Olympiasiegers zu sichern. Der UHCer Jan-Philipp Rabente war verantwortlich für beide deutschen Treffer im Finale bei den Olympischen Spielen 2012 in London und sagt jetzt: „Ich hoffe, dass durch die Besucher und Besucherinnen beim CHTC eine ansehnliche Spendensumme zusammenkommt. Ich habe für diesen großartigen Zweck gerne ein Trikot zur Verfügung gestellt“.

Spielbeginn am Samstag ist um 15 Uhr. In der Halbzeitpause am Sonntag wird ein Trikot mit Unterschriften der Mannschaft vom Club an der Alster versteigert (Spielbeginn 14 Uhr).

Beim CHTC gibt es eine besondere Beziehung zum Flüchtlingscamp Moria auf Lesbos. Bis zur Brandkatastrophe arbeitete die angehende Medizinerin Verena Würz auf der dortigen Covid-19-Isolierstation. Verena Würz war bis zum vorigen Jahr die Goalgetterin der 1. Damenmannschaft (2. Bundesliga) des Clubs. Zum Glück konnten sie und ihre Kollegen*innen dem Feuer unverletzt entkommen. „Teile der Klinik sind abgebrannt. Wir behelfen uns nun mit dem Nötigsten, was noch an Restbeständen in unseren Häusern in der Stadt gelagert wurde“, erzählt Verena Würz. „Eure Hilfe wird mehr denn je gebraucht, sowohl was Spenden betrifft, als auch was den politischen und öffentlichen Druck angeht“. Die Covid- Isolationspatienten sind gemeinsam mit allen anderen vor dem Feuer geflohen. „Eine Eindämmung des Virus ist nun endgültig unmöglich geworden“, so Verena Würz weiter.

Das Hockey-Wochenende beim Crefelder HTC steht also ganz im Zeichen der Hilfe für die Flüchtlinge auf Lesbos - vor allen Dingen für deren medizinische Versorgung. Die gesamten Spenden kommen deshalb der privaten griechischen Hilfsorganisation „KITRINOS HEALTHCARE“ zugute. „Verena Würz war schon im Mittelmeer unterwegs und hat Flüchtlinge gerettet. Jetzt arbeitet sie für an Covid-19 erkrankte Flüchtlinge. Menschen wie Ihr kann man für ihre Arbeit nicht genug danken. Und deshalb lade ich alle fürs Wochenende auf die Gerd-Wellen-Hockeyanlage ein, um eifrig für die Gute Sache zu spenden“, appelliert Dirk Wellen, Vorsitzender des CHTC, an die Sport- und Hockeyfans.

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