MU21: Penaltys bringen FinaleEin packender Shootout-Sieg im Halbfinale gegen Belgien bringt die U21-Junioren ins Finale von Valencia.

Herrenfinale knapp verpasstEuropameisterschaft in Antwerpen, Herren-Halbfinale: Belgien - Deutschland 4:2 (0:2)

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MU21: Penaltys bringen Finale

Ein packender Shootout-Sieg im Halbfinale gegen Belgien bringt die U21-Junioren ins Finale von Valencia.

Die deutschen U21-Junioren stehen im Finale des Vier-Nationen-Turniers im spanischen Valencia. Im Halbfinale setzte sich das Team von Bundestrainer Valentin Altenburg allerdings erst nach Penalty-Shootout mit 5:4 (2:2, 1:1) durch. Schon im Gruppenspiel hatte die DHB-Auswahl Belgien bezwingen können. Am morgigen Sonntag geht es ab 14 Uhr im Finale gegen Indien.

Bundestrainer Altenburg: „Das war ein Supersieg dank einer starken Teamleistung, aber auch ein schweres Stück Arbeit heute. Belgien stand sehr kompakt, und wir haben lange für die Führung gebraucht, die auch nicht lange Bestand hatte, und dann mussten wir wieder gegen das Bollwerk anrennen. Wir wollten unbedingt ins Finale. Am Ende verdanken wir es Niklas Garst und Constantin Staib, der heute ein starkes Ausrufezeichen gesetzt hat und am Ende auch der Matchwinner war.“

Die beiden Teams begannen die Partie diesmal mit einer längeren Abtastphase. Erst in der 7. Minute sorgte Julius Meyer mit einer argentinischen Rückhand erstmals für so etwas wie Torgefahr. Deutschland machte das Spiel, während Belgien sich auf eine dicht gestaffelte Defensive versetzte und auf Konter lauerte. So gab es deutlich weniger nennenswerte Kreisszenen und Torchancen als noch im Gruppenspiel am Donnerstag. Und so musste eine Strafecke her, um Deutschland in Führung zu bringen. Philip Schmid legte 90 Grad ab auf Alexander Inderthal, der den Ball rechts oben versenkte (24.). Doch das befreite Gefühl, endlich vorn zu liegen, währte nicht lange, denn nur drei Minuten später glich Belgien aus. Der Ball kam über rechts in den Kreis, wo sich Philippe Simar gut rausdrehte und abzog. Niklas Garst war auf der Schlägerseite noch dran, konnte den Treffer aber nicht verhindern. Bis zur Pause passierte nicht mehr viel, weil Belgien gut verteidigte und nur wenige klare Chancen zuließ. Kurz vor dem Pausenpfiff gab es noch mal Strafecke für Deutschland. Inderthal schoss, traf dabei aber einen Fuß, sodass auf Siebenmeter entschieden wurde. Constantin Staib, der schon am Donnerstag gegen Belgien einen Strafstoß verschossen hatte, trat erneut an – und verzog abermals links oben (35.).

Die DHB-Junioren starteten druckvoll in den zweiten Durchgang, und wieder hatte Julius Meyer die erste Chance, als Anton Boeckel über die Hundekurve lief und für Meyer auf den Siebenmeterpunkt zurücklegte. Der Schuss streifte aber knapp rechts vorbei (38.). Wenig später war erneut Staib der Pechvogel, als es nach seinem Schlägerfoul eine Ecke für Belgien gab. Die wurde zwar verstoppt, aber als die Belgier den Ball ausspielen wollten, foulte Staib erneut, sodass es erneut Ecke und zugleich die Gelbe Karte für den Hamburger gab. In der 47. Minute gab es auch für Deutschland Ecke – mit zwei Wiederholungen. Nachdem zuvor Leopold Harms am Schuss zwei Mal ohne Erfolg geblieben war, versuchte man es beim dritten Mal mit einer Variante auf den Rausgeber. Florian Scholten zielte allerdings um Zentimeter daneben. In der Folge blieb das deutsche Team Spiel bestimmend, zwang Belgien mit einem Powerplay phasenweise in die eigene Hälfte. Wirklich klare Chancen waren jedoch selten. Lediglich Henning Hüttermann versuchte sich von halbrechts einmal aussichtsreich mit einer argentinischen Rückhand (52.). Belgien, das sich oft nur mit langen Bällen zu befreien wusste, hatte in der 58. Minute jedoch mit einem Konter Erfolg. Niklas Garst konnte den ersten Schuss noch halten, gegen den nachsetzenden Augustin Meuremans war er im kurzen Eck aber machtlos. Deutschland erhöhte jetzt noch mal den Druck, kam aber nur zu wenig klaren Kreisszenen – bis wenige Sekunden vor Schluss. Die Schiedsrichter hatten zunächst Ecke gepfiffen, revidierten jedoch ihre Entscheidung und gaben Freischlag. Nur zwei Sekunden vor der Sirene brachte Ferdinand Weinke den Ball hart in den Kreis und traf einen belgischen Fuß, sodass es doch noch die Schlussecke gab. Die wurde von Niklas Bosserhoff auch noch verstoppt. Aber der Ball blieb noch im Spiel, und aus dem Gewühl heraus stocherte Constantin Staib den Ball ins Tor und brachte sein Team so gerade noch ins Penaltyschießen um den Finaleinzug.

Und auch hier war Staib der maßgebliche Akteur. Die beiden ersten deutschen Schützen wurden gefoult, sodass es jeweils Siebenmeter gab. „ich wollte, dass Constantin wieder antritt“, berichtete Valentin Altenburg. Und Staib enttäuschte seinen Bundestrainer nicht, verwandelte beide Siebenmeter und dann als dritter Schütze auch noch seinen Penalty sicher. Danach vereitelte Niklas Garst noch zwei belgische Versuche, sodass am Ende Deutschland ins Finale gegen Indien einzog.

Tore:
0:1 Alexander Inderthal (KE, 24.)
1:1 Philippe Simar (27.)
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2:1 Augustin Meuremans (58.)
2:2 Constantin Staib (KE, 70.)

Penaltyschießen:
2:3 Constantin Staib (7m nach Foul an Thies Prinz)
3:3 Victor Wengez
3:4 Constantin Staib (7m nach Foul an Johannes Große)
Philippe Simar (BEL) schießt vorbei
3:5 Constantin Staib
Henri Raes (BEL) scheitert an Niklas Garst
Philip Schmid (GER) scheitert an Loic van Doren
4:5 Robbert Rubens
Anton Boeckel (GER) scheitert an Loic van Doren
Arthur de Sloover (BEL) scheitert an Niklas Garst

Strafecken:
BEL 2 (kein Tor) / GER 7 (2 Tore)

Grüne Karten:
Thomas Verheijen (31.), Philippe Simar (38.) / Henning Hüttermann (30.), Julius Meyer (39.)

Gelbe Karten:
Victor Wegnez (68.) / Constantin Staib (43.)

Schiedsrichter:
Sherif Elamari (EGY) / Daniel Rodriguez Fernandez (ESP)

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