U21-WM: DHB-Team holt Bronze!Spiel um Platz drei in Lucknow (Indien): Deutschland – Australien 3:0 (1:0)

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U21-WM: DHB-Team holt Bronze!

Spiel um Platz drei in Lucknow (Indien): Deutschland – Australien 3:0 (1:0)

18.12.2016 - Das deutsche Juniorenteam hat bei der 11. U21-Weltmeisterschaft zum zehnten Mal eine Medaille gewonnen. Die Mannschaft von Bundestrainer Valentin Altenburg besiegte im indischen Lucknow im kleinen Finale in überzeugender Manier Australien mit 3:0 (1:0) und holte sich die Bronzemedaille. Der überragende Timm Herzbruch (2) und Jan Schiffer trafen für das DHB-Team, das am Freitag ja nur mit viel Pech im Penaltyschießen das Halbfinale gegen Belgien verloren hatte. Für Altenburg und Herzbruch, der als einziger im Team Rio mitgespielt hatte, endete damit die Junioren-WM wie die Olympischen Spiele mit dem Gewinn von Bronze.

Bundestrainer Valentin Altenburg: „Ich bin heute ein unglaublich stolzer Bundestrainer, und das nicht nur, weil wir heute unser bestes Turnierspiel abgeliefert und Bronze gewonnen haben, sondern weil die Mannschaft ein überragendes Turnier gespielt hat. Und auch wenn wir den Titel nun nicht geholt haben – die Jungs haben sich von Spiel zu Spiel gesteigert, haben die entscheidenden letzten beiden Spiele zu Null gespielt. Gegen Australien 3:0 zu gewinnen, das geht nur mit einem überragenden Torwart und einer überragenden Defense. Manchmal hatte ich heute das Gefühl, das Spiel lautet ‚Australien gegen Lukas Windfeder‘. Was der da heute abgezogen hat auf dem Platz, war Weltklasse!“
Timm Herzbruch: „Es war eine sehr, sehr gute Teamleistung von uns, offensiv wie defensiv! Wir haben Australien gut wegverteidigt, haben vorn unsere Chancen genutzt. Trotz der Niederlage im Halbfinale haben wir unsere Motivation gefunden und auf den Platz gebracht. Nun sind wir sehr stolz, dass wir gegen Australien so glatt gewonnen haben. Wir haben den versöhnlichen Abschluss gefunden und das macht uns sehr froh!“
Ferdinand Weinke: „Nach dem total niederschmetternden Halbfinale war die Luft ziemlich raus. Wir haben uns dann zusammengesetzt und besprochen. Da ging es viel darum, was wir als Team zusammen erlebt haben. Wir wollten für uns als Team dieses Match gewinnen, weil wir als Team so gut funktioniert haben und uns zwischenmenschlich so gut verstehen, Das hat geklappt, und jetzt denkt keiner mehr an das unglückliche Halbfinale, Wir sind mega happy, und jetzt wird gefeiert!“

Das deutsche Team musste sich in der Anfangsphase erst einmal an das sehr aggressive Pressing der Australier gewöhnen, die dadurch die erste Großchance hatten (3.). Doch dann kamen die Deutschen immer mehr zu guter Spielkontrolle im Aufbau und kreierten erste sehr gute Kreisszenen, ohne jedoch gefährlich zum Abschluss zu kommen. Australien immer mal wieder mit dem gewohnten Powerhockey schnell auf dem Weg nach vorn, aber ohne durchschlagende Wirkung. Thies Ole Prinz dann mit erster guter Chance, die abgefangen wurde. Doch der geklärte Ball wurde schnell wieder an den Kreis gebracht, wo Prinz zu Jan Schiffer durchsteckte, der aus acht Metern flach zum 1:0 (11.) einschrubbte.
Australien mit viel Druck als Reaktion. Ein Stürmer traf nach gutem Kombinationsspiel nur das linke Außenbrett. Deutschland aber auch weiter mit gutem Aufbauspiel dagegen. Staib hatte nach starkem Rechtsangriff die Großchance mit der Rückhand, aber Matthew Finn mit Weltklassetat gegen den Schuss aufs obere rechte Eck. Kurz darauf Herzbruch mit einem Vorhandschuss aufs gleiche Eck, doch Finn parierte wieder sensationell. Dann sah es so aus, als habe Staib den Ball zum 2:0 eingestochen, aber die Berührung kam vom Verteidiger – das Tor zählte nicht.
Das DHB-Team nun überlegen, mit viel Drive und gutem Defense-Spiel, das die Australier immer wieder zu Ballverlusten im Aufbau zwang. Australien vor allem mit den Angriffen über rechts überfordert. Dort konnten die Deutschen einen gefährlichen Angriff nach dem nächsten aufziehen. Matthew Bird dann mal wieder mit einer Großchance, als er einen abgefälschten Flankenball mit dem Rücken zum Tor annehmen konnte, aber den Schuss über das Tor von Küppers setzte (19.). Es war klar, dass die Deutschen nicht alle Angriffe der Australier abblocken können, aber sie standen so gut, dass die Mehrzahl entschärft wurde.
Allerdings kamen sie in dieser Phase weniger zu eigenen guten Angriffen. Als Howard wegen Unsportlichkeit auf der Strafbank saß, verpasste Prinz eine Stecherchance direkt vor Tor ganz knapp (24.). Nach gutem Rechtsangriff hatte Herzbruch in der Mitte nicht genug Platz für einen ungestörten Schuss, als Anton Boeckel ihn gut eingesetzt hatte.
Kurz darauf erneut Herzbruch mit einem beeindruckenden Solo gegen fünf Australier, er konnte eine hohe Rückhand vom Kreisrand aber nicht drücken, so dass der Ball über das Tor ging. Dann wurde den Deutschen ein regulärer Treffer von Boeckel nicht anerkannt. Der Alsteraner hatte nach starkem Rückpass von der Grundlinie ins lange Eck getroffen. Der Schiedsrichter hatte ein Stockfoul des Deutschen gesehen, aber die Zeitlupe zeigte, dass Boeckel ganz regulär traf (29.). Das DHB-Team klar überlegen, vor allem im Mittelfeld, wo Australien überhaupt keinen Zugriff bekam, sondern vollkommen darauf angewiesen war, mit langen Bällen auf die Stürmer zum Erfolg zu kommen.
Das DHB-Team auch mit der ersten Chance in Hälfte zwei, als Boeckel einen harten Ball von Schmid vor Tor gerade nicht erreichte. Ein leichter Annahmefehler von Ferdinand Weinke bescherte Australien aber die erste Ecke der Partie (39.). Die wurde ganz stark abgewehrt, doch der Schiedsrichter gab eine zweite – unberechtigt, wie dann auch entschieden wurde. Beide Teams dann nur mit zehn Spielern, weil Herzbruch und Corey Weyer Grün sahen. Staib hatte die Riesenchance, als er frei auf Finn zulief, aber der Winkel zu spitz wurde.
Doch kurz darauf auch erste Ecke fürs DHB-Team. Herzbruch war da noch auf der Strafbank. Die Ecke wurde verstoppt, doch Schmid hatte eine gute Nachschusschance, wurde aber gestört. Hinten weiter ganz starke Abwehrarbeit – Australien verzweifelte bei der Suche nach einer Lücke. Johannes Große sah dann Grün, weil er den Ball nach einem Pfiff noch wegspielte (45.). Die Unterzahl wurde überstanden. Danach gleich wieder gute Ballkontrolle für Altenburgs Team, das vor allem an der eigenen Viertellinie ganz viele wichtige Tackles setzte und Bälle abfing. Und dann war es ein super Solo von Nils Grünenwald, das Timm Herzbruch in Szene setzte, der mit einem Schuss aus der Drehung ins lange Eck das 2:0 erzielte (52.).
Und die Deutschen blieben bestimmend, kontrollierten das Tempo und ließen den australischen Aufbau verzweifeln. Selbst wenn mal ein Fehler gemacht wurde, fanden sich Mitspieler, die das ausbügelten. Im Konter dann die Riesenchance für Boeckel, dessen Stecher Finn irgendwie noch von der Linie kratzte (59.). Herzbruch holte im nächsten Konter die nächste Ecke, als er nur mit einem Stockfoul zu stoppen war. Und der junge Mülheimer setzte diese Ecke selbst so platzierte zum 3:0 (60.) ins obere rechte Toreck, das da nichts mehr zwischengepasst hätte.
Australien nahm dann Keeper Finn für einen elften Feldspieler vom Platz. Doch das starke Verteidigungsspiel der Deutschen ging weiter. Australien kam einfach nicht vielversprechend in den Kreis. Doch als Henning Hüttermann am Kreisrand angeschlenzt wurde, gab es Ecke für Australien (64.). Die wurde aber verstoppt und dann geklärt. Ein Ballverlust von Große brachte dann aber nochmal Kiran Arunasalam in gute Schusschance, aber er traf nur das Außennetz. Anton Boeckel verfehlte auf der anderen Seite nach Konter das leere Tor (66.). Kurz darauf wieder der junge Hamburger, der einen springenden Ball nicht kontrollieren konnte, als er allein im Kreis gesucht wurde.
So gab es nach Foul von Scholten noch eine Ecke für Australien (69.). Die wurde wieder verstoppt, und als Weyer dann trotz Abpfiff durchzog, gab es noch einmal Hektik, bei der Weyer und Weinke Gelb sahen. Die Deutschen ließen aber nichts mehr zu, so sehr sich Australien auch mühte. Es blieb beim 3:0-Sieg und dem Gewinn der Bronzemedaille für das DHB-Team.

Tore:
1:0 Jan Schiffer (11.)
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2:0 Timm Herzbruch (51.)
3:0 Timm Herzbruch (KE, 60.)

Ecken:
Deutschland 3 (1 Tor) / Australien 3 (kein Tor)

Grüne Karten:
GER 2 / AUS 2

Gelbe Karten:
GER 1 / AUS 1

Schiedsrichter:
Federico Garcia (URU) / David Sweetman (SCO)

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