Für immer in ErinnerungNachbericht der Special-Hockey-Europameisterschaft in Amsterdam / Vier Tage Gänsehaut

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Für immer in Erinnerung

Nachbericht der Special-Hockey-Europameisterschaft in Amsterdam / Vier Tage Gänsehaut

29.08.2017 - Was für ein Erlebnis!? Einkleidung, Grachtenfahrt, Treffen mit den Nationalmannschaften, Einlauf ins Stadion und und und. Die Eindrücke und Erlebnisse aus den letzten Tagen bei den Euro Specialhockey Championships in Amsterdam werden die Spieler nicht so schnell vergessen. Eher wird es noch einige Zeit brauchen, bis sie alle realisiert haben, was in den vier Tagen in Amsterdam passierte und was sie erleben durften.

Am ersten Tag regierte noch die Anspannung und die Aufregung auf das, was vor ihnen liegen wird. Die einen reisten von Essen mit dem Flixbus an, die anderen Spieler aus Mönchengladbach mit dem PKW (herzlichen Dank an dieser Stelle an den Viersener THC für die zur Verfügung Stellung des Busses!). Für einige war es das erste Mal in den Niederlanden, sodass es schon auf der Fahrt viel Neues zu sehen gab. Dann Ankunft, Begrüßung und das erste Kennenlernen der anderen Teams. Betten beziehen, Abendessen und dann fiel auch die Anspannung etwas ab.

Tag 1 begann mit einem frühen Frühstück um 7 Uhr. Der anschließenden Fahrt zu Pinoké HC und der offiziellen Begrüßung durch EHF-Präsidenten Marijke Fleuren. Alle Teams liefen mit ihrer Nationalhymne ein - das sorgte bereits am frühen Morgen für ordentlich Gänsehaut und Kribbeln im Bauch. Das tolle Gefühl verflog dann auch den ganzen Tag nicht. Das erste Spiel gegen Belgien lief spielerisch noch nicht ganz so gut, der Sieg stand aber auf dem deutschen Konto. Darauf folgten Gastegeber und Erzrivale Niederlande, denen sich das Team Germany geschlagen geben musste. Mit hängenden Köpfen startete das Team dann in sein drittes Spiel gegen England. Hier platzte plötzlich der Knoten, ein Tor fiel nach dem anderen und dazu kam auf einmal lauter Torjubel. Von Fans, von deutschen Fans? Von den DANAS! Der Besuch war eine super Überraschung und brachte viel Freude, große Augen, sprachlose Münder und wieder Gänsehaut. Neben Fotos blieb etwas Zeit zum Zocken und sich von den Danas ein paar Tricks zeigen zu lassen.

Nach weiteren drei Spielen gegen die gleichen Teams ging es auf zur Grachtenrundfahrt durch Amsterdam. Der lange Tag endete mit müden, aber sehr fröhlichen Gesichtern. „Der Tag hatte schon mehr Highlights als überhaupt von der ganzen Reise erwartet!“.

Überraschung Nummer zwei

Nach den Erlebnissen von Tag 1 fiel das frühe Aufstehen an Tag 2 gar nicht mehr so schwer. Wer weiß, was noch kommen sollte? Da in drei Pool-Kategorien gespielt wurde, ging es auch an Tag 2 wieder gegen die gleichen Gegner. Da wir gegen Holland verloren, aber gegen Belgien sehr hoch gewonnen haben, die wiederum gegen Holland gewonnen haben, war nun der Ehrgeiz geweckt, die Oranjes zu schlagen. Das Spiel gegen Belgien ging mit einem Sieg aus, gegen Holland gab es eine Klatsche und nach der Mittagspause folgten wieder NL und BEL. Dazwischen gab es noch ein kleines Intermezzo mit den HONAMAS. 

Da die Trainer und Betreuer nichts verraten hatten, gab es erstaunte Blicke, als plötzlich einige Männer das Feld betraten. „Das sind doch die Honamas?!“ Diese besuchten das Team für ein Meet & Greet, ein kleines Spielchen und sie blieben noch als Zuschauer und Anfeuerer für das folgende Spiel gegen Belgien. Die Aufregung und Anspannung war so groß, dass Belgien die Führung gelang. Mit lauteren Anfeuerungsrufen kam es kurz vor Ende noch zum Ausgleich, doch der entscheidende Penalty (anstatt Strafecke) konnte vom deutschen Stürmer leider nicht zum Führungstreffer umgewandelt werden.

Geknickte Gesichter, hängende Köpfe und  Ärger über sich selbst: „Wir haben die Honamas enttäuscht und nicht gezeigt, was wir können“. Die Trainer und Betreuer bereits etwas besorgt darüber wie man die Truppe wieder aufgemuntert bekommt, ging es rüber ins Wagener Stadion zum Spiel Niederlande gegen Tschechien. Es dauerte nicht lange, da konnten die Jungs den Stimmung machendem Stadionsprecher und der Musik nicht widerstehen, und so waren die Köpfe ganz schnell wieder oben, ein Lachen im Gesicht und die Hüfte zur Musik mitgeschwungen. Alles war wieder gut. Und wieder auch gab es den Gänsehautmoment als die beiden Nationalteams ins Stadion einliefen und die Laola durch die Besucherreihen ging.

„Was für ein Tag!“ / „Megaaa, einfach nur Klasse!“ / „Boar, es war so mega cool!“ / „Wir haben die Honamas getroffen, ich kann es immer noch nicht glauben!“ / „Wie cool da im Stadion zu sein!“ Noch erstaunt von den Erlebnissen, fielen sie der Reihe nach auf der Fahrt ins Hotel in ein Nickerchen.

Finale, Stadion und Müllabfuhr

„Gehen wir jetzt den Weg, den die Nationalmannschaften auch gehen?“ „Spielen wir auch auf dem Feld, wo die Teams spielen?“ Die Aufregung war zurück und das so krz vor dem entscheidenden Finale. Dann der Einzug ins Wagener Stadion unter der Nationalhymne –wieder Gänsehaut. Und noch mehr Aufregung. Da half nur noch der Griff zum Schlager „ Orange trägt nur die Müllabfuhr“. Es wirkte: motiviert und selbstbewusst trat das Team das  Finalspiel an. Torwart Louis hielt den wichtigen Penalty, doch der Nachschuss ging ins Tor, dann der Ausgleich durch uns, 1:1. Im Penalty hätten wir gute Chancen, doch in letzter Minute wurde noch einmal Penalty gepfiffen. Endstand 1:2.

Medaillen, Fotos und Geschenke

Der kleinen Siegerehrung folgte dann die große Siegerehrung bei Pinoké, jeder bekam eine Medaille ein Teamfoto und einen Wimpel. Da waren die Gesichter auch wieder strahlend. Spätestens beim Deutschlandspiel war die Enttäuschung dann aber auch verflogen und die Hüfte und Jubelgesänge kamen wieder zum Einsatz. Das beim Vorbereitungslehrgang aufgestellte Ziel „WIR werden das coolste Team sein“, ist eindeutig erfolgreich erlangt!

Am Ende des Tages kamen die Jungs aus der Schwärmerei nicht mehr raus. Zu viele Erlebnisse machten sie sprachlos und konnten das Lächeln im Gesicht nicht verdrängen.

Auf der Rückfahrt, etwas angeschlagen von den intensiven Tagen und kurzen Nächten dauerte es etwas, bis man bei der Einfahrt in die Straße verstand, was die ganzen Leute dort machen. Was für Empfang! Schlenzi war da, die Hymne lief, die Geschäftsstelle des DHB sowie Freunde und Familie schwenkten die Fahnen und gratulierten dem Specialhockey Team Germany zu seinem Erfolg.

Damit hatte keiner des Teams gerechnet, die Sprachlosigkeit war zurück - gemeinsam mit der Gänsehaut.

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