U19-Jungs: 3. Spiel, 3. SiegÜberraschender Anschluss fällt nach Eckenkonter / „Echtes Finale“ gegen NED möglich

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U19-EM: DHB-Auswahl schlägt Russland am Ende klar

Überraschender Anschluss fällt nach Eckenkonter / „Echtes Finale“ gegen NED möglich

23.07.2021 – Die U19-Jungs haben bei der Europameisterschaft im spanischen Valencia die Weichen gestellt für ein „richtiges Finale“. Das Team von Bundestrainer Rein van Eijk siegte gegen Russland 4:1 (2:1). Die deutschen Jungs waren über weite Strecken dominat, verpassten es aber, früher für die Vorentscheidung zu sorgen. Russland machte die Partie mit dem Anschluss kurz vor der Pause noch einmal spannend, die DHB-Auswahl konnte erst im Laufe des dritten Viertels wieder die Spielführung übernehmen und für die Entscheidung sorgen. Somit könnte die deutsche U19 am Samstag um 16.45 Uhr gegen Mitfavorit Niederlande (sofern dieser Freitagabend gegen Gastgeber Spanien gewinnt) auf ein „echtes Finale“ hoffen.

Bundestrainer Rein van Eijk: „Wir sind viel zu früh in Führung gegangen. Das erste Viertel war noch okay, da spielen wir auch dominant und schießen unsere zwei Tore – aber da ist noch Luft nach oben. Ab dem zweiten Viertel verlieren wir die Spannung und legen danach den Schalter auch nicht wieder um. Dann kann es eben passieren, dass man nach einer Ecke den Gegenkonter kassiert. An solchen Situationen müssen wor arbeiten. Insgesamt haben wir 4:1 gewonnen, das ist gut fürs Torverhältnis. Dementsprechend gehen wir mit viel Vertrauen und dem Wissen ins nächste Spiel, die Silbermedaille sicher zu haben und um den Titel zu spielen.“

Die deutsche U19 zeigte schnell, in welche Richtung das Spiel gehen sollte. Bereits nach wenigen Sekunden hatte Liam Holdermann die erste Möglichkeit, die russische Defensive konnte den Rückstand jedoch noch verhindern. Keine zwei Minuten später war es aber soweit: Nach einem äußerst sehenswerten Spielzug über Peer Hinrichs, Matteo Pojaric und Michel Strutthoff brauchte Florian Sperling die Kugel nur noch über die Linie zu drücken – 1:0 (3.). In der 6. Spielminute hätte Sperling gleich das 2:0 nachlegen können, seine argentinische Rückhand ging aber über den russischen Kasten. In der Folge verflachte die Partie etwas, bis Deutschland zu seinen ersten Strafecken kam: Bei der ersten konnte Russlands Torwart Viacheslav Kuznetsov Nikas Berendts‘ Schuss zwar vor die Füße von Herausgeber Sperling legen, der schob den Ball aber am langen Pfosten vorbei. Doch die Folgeecke brachte der deutschen U19 endlich das 2:0:  Die 90-Grad-Ablage verwandelte Berendts direkt halbhoch (13.).
Im zweiten Viertel verpassten es die deutschen Jungs, den Spielstand zu erhöhen. Nachdem Hugo von Montgelas eine aussichtsreiche Möglichkeit vergab (18.) und das Team von Bundestrainer Rein van Eijk zwei Strafecken liegenließ (21./27.), sollte sich dies bei der fünften kurzen Ecke rächen: Wieder war die russische Eckenverteidigung zur Stelle, ein langer Schlenzer landete bei Dmitry Bereza, der nach starker Einzelleistung am Ende auch Florian Simon, der im zweiten Viertel für Jean Danneberg gekommen war, umkurven und zum 1:2-Anschluss verkürzen konnte (29.).

Nach dem Seitenwechsel waren die Kräfteverhältnisse zunächst gleichmäßig verteilt, Stück für Stück erarbeitete sich das deutsche Team wieder mehr Spielanteile, die Frederik Nystroem in den dritten Treffer ummünzte, als er einen perfekten Pass von Holdermann per Direktabnahme aus kurzer Distanz im russischen Tor unterbrachte (39.).
Das Schlussviertel begann mit einem Pfostenkracher von Poljaric (47.). Nachdem die deutschen Jungs dann wieder zwei Strafecken ungenutzt ließen, verwandelte Berendts den achten Standard in einer Quasi-Neuauflage seines 2:0 zum 4:1 (51.). Die Vorentscheidung war gefallen und sorgte für Nachlässigkeiten in der deutschen Hintermannschaft: Simon konnte eine Minute vor dem Ende Marat Maniapov nur regelwidrig vom Ball trennen, der Gefoulte trat selbst zum Siebenmeter an und der deutsche Keeper machte seinen Fehler wieder gut, als er den halbhohen Schlenzer mit dem Handschuh parierte. Es blieb neben einer gelben Karte für Daniil Maleiko in der Schlussminute der letzte Höhepunkt in dieser Partie.

Tore:
0:1           Florian Sperling (3.)
0:2           Nikas Berendts (KE, 13.)
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1:2           Dmytry Bereza (29.)
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1:3           Frederik Nystroem (39.)
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1:4           Nikas Berendts (KE, 51.)

Strafecken:
RUS – / GER 8 (2 Tor)

Siebenmeter:
RUS 1 (kein Tor) / GER –

Grüne Karten:
RUS 2 (Dmitry Bereza, 38.; Anton Noshin, 47.) / GER 1 (Christian Franz, 21.)

Gelbe Karte:
RUS 1 (Daniil Maleiko, 60.) / GER ­–

Schiedsrichter:innen:
Daniël van der Nat (NED) / Thalia Bellemans (BEL)

Hinweis der Redaktion: In einer ersten Version titelten wir fälschlicherweise 4. Spiel, 4. Sieg, natürlich war das Spiel gegen Russland erst das dritte Spiel und damit der dritte Sieg. Zudem stand nach dem ersten Viertel bereits Florian Simon im Tor, sodass dieser den Siebenmeter hielt und nicht wie zuerst geschrieben Jean Danneberg. Wir bitten diese beiden Fehler zu entschuldigen.

(ao)

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