Rio: Honamas sind GruppensiegerDie DHB-Herren haben zum Abschluss der Vorrunde die Niederländer 2:1 (1:0) bezwungen

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Rio: Honamas sind Gruppensieger

Die DHB-Herren haben zum Abschluss der Vorrunde die Niederländer 2:1 (1:0) bezwungen

Der deutschen Herren haben die Vorrunde des olympischen Hockeyturniers in Rio de Janeiro ungeschlagen als Gruppensieger beendet. In einem hochklassigen Match zeigte das DHB-Team gegen die Niederlande seine beste Turnierleistung und siegte knapp aber verdient mit 2:1 (1:0). Die Tore machten Florian Fuchs und Mats Grambusch. Gegner im Viertelfinale in der Nacht zu Montag um 1.30 Uhr deutscher Zeit ist Neuseeland, der Vierte der Gruppe A.

Valentin Altenburg: „Eine starke geschlossene mannschaftliche Leistung. Jetzt auch als Team sehr gut ins Turnier gekommen. In den ersten Spielen ging es mehr darum, dass die einzelnen Spieler ins Turnier kommen, heute stand die Teamleistung im Mittelpunkt. Und das hat heute sicher keinen Spaß gemacht gegen Deutschland zu spielen. Dafür war unsere Defensivleistung zu stark! Wir haben heute ein sehr gutes Spiel gesehen – und das übrigens von beiden Mannschaften! Für uns geht das Turnier jetzt richtig los!“
Nicolas Jacobi: „Gegen Holland zu gewinnen, macht immer besonders Spaß. Auch noch den Gruppensieg zu holen, ist super! Ich freue mich aber noch mehr darüber, dass wir heute unser bestes Turnierspiel gezeigt haben. Natürlich wird es in Unterzahl nachher noch einmal eng. Das ist normal gegen solch ein Top-Team. Und dann ist es besonders mitreißend, so einen Sieg dann mit Mann und Maus bis zum Schlusspfiff zu verteidigen!“
Tom Grambusch: „Wir haben es geschafft, eine richtig gute Stimmung im Team auf den Platz zu bringen und haben den Niederländern recht früh den Zahn gezogen. Wir wollten unbedingt gewinnen gegen eine solche Top-mannschaft, auch weil das die beste Einstimmung auf das Viertelfinale ist. Wer da jetzt kommt, ist uns völlig egal!“
Timur Oruz: „Das war ein großer Fight! Wir hätten uns früher belohnen können für die überragende erste Halbzeit. Dann wäre es auch nachher nicht mehr so eng geworden. Doch da hat Jaap Stockmann allerdings auch ein paar Mal sensationell gehalten. Letztlich haben wir es dann halt über eine gute kämpferische Einstellung und eine bärenstarke Eckenabwehr gewonnen. Der Sieg ist nicht unverdient!“

Die erste Chance der Partei hatte nach kontrollierter Anfangsphase Timur Oruz, der von Wesley stark freigespielt einen Schuss knapp neben das Tor von Jaap Stockmann setzte. Das DHB-Team hatte deutlich mehr von der Anfangsphase und so fiel das 1:0 auch folgerichtig. Tom Grambusch setzte sich rechts am Kreis durch, flankte auf den langen Pfosten, wo Fuchs den Ball nach einem Fehler von Sander de Wijn den Ball einblockte (6.). Danach versuchten die Oranjes, den Druck zu erhöhen, doch das DHB-Team stand gut. Erstmals in der 10. Minute kam ein Angreifer des Europameisters links durch, doch da war Tom Grambusch gut auf dem Posten und konnte den Block-in in der Mitte verhindern.
Als Fuchs nach starkem Angriff über Oruz wurde Florian Fuchs am langen Pfosten mit einem Stockschlag am Vollstrecken gehindert. Er nahm den Videobeweis, um einen Siebenmeter zu bekommen. Er bekam immerhin eine Ecke, weil der Keeper aus Sicht des Videoschiedsrichters noch hätte eingreifen können. Tom Grambuschs Schlenzer wurde stark gehalten. Aus der langen Ecke entwickelte sich eine riesen Chance, bei der nur Stockmann mit Glanzreflexen das Tor verhindern konnte. Danach hatte Wesley zwei Großchancen. Das DHB-Team haushoch überlegen. Nur Stockmann war es zu verdanken, dass es nicht schon 3:0 oder 4:0 stand. Noch mit dem Pfiff zum Viertelende hatte das DHB-Team eine weitere Großchance, die aber erneut gehalten wurde.
Die Deutschen dominierten auch danach weiter, ließen die Niederländer kaum mal ins eigene Viertel. Verga kam dann in der 20. Minute mal zum Abschluss im Kreis, scheiterte aber mit einem Drehschuss an Jacobi. Und der deutsche Keeper war auch bei einer Flanke des Ex-Kölners Robbert Kempermann zur Stelle. Der Druck der Niederländer nahm nun etwas zu, die Kontrolle der Deutschen nicht mehr so klar. Rogier Hofman setzte einen Rückhandschlag hoch über Jacobis Tor (24.).
Als Mo Fürste im Kreis bei einer Abwehraktion zu Fall kam und Pruijser das nutzte, um ihm an den Körper zu spielen, gab es die erste Ecke. Doch van Ass traf nur den Pfosten. Danach Deutschland mal wieder mit einer Powerplay-Phase. Als Mirco Pruijser kurz vor Halbzeit Moritz Fürste foulte, sah er Grün, so dass die Deutschen in Überzahl das dritte Viertel beginnen konnten. Kuriose Szene, als nach eoinem ersten Angriff der Deutschen Trompertz Schläger in der Maske von Stockmann stecken blieb. Es wurde aber keiner dabei verletzt.
Das 2:0 lag in der Luft, als Rühr aus spitzem Winkel abzog und Fuchs am langen Pfosten hauchdünn verpasste, Und es fiel direkt im Anschluss, als Rühr nach links am Kreis wegzog, flankte und Mats Grambusch die Flanke hoch unters Dach stach (33.). Fürste sah kurz danach Grün. Als Bakker sich dann am Kreis nach Berührung von Oruz fallen ließ, gab es Ecke für die Niederlande. Doch die wurde stark entschärft. Und auch die Unterzahl wurde stark überstanden.
Danach wieder gute Szene, als Rühr flankte und Fuchs den Stecher nur minimal verpasste. Zwicker dann aber wieder mit Grün draußen. Dann sah Wellen auch noch eine Gelbe Karte, als er aus Versehen einen Holländer mit dem Schläger am Bein traf. Und das war dann doch zuviel der Unterzahl. Nach einem schnellen Freischlag über links, kam Seve van Ass am langen Pfosten frei an den Ball und hatte kein Problem mit dem 1:2 (44.). So ging es dann auch ins letzte Viertel. Die Deutschen noch etwas länger in Unterzahl, weil Wellen noch draußen saß.
Clever spielten die Deutschen die Unterzahl mit viel Ballbesitz runter. Kurz bevor Wellen zurückkam, holten sich die Holländer jedoch eine Strafecke, als Jacobi gut aber zu gefährlich abwehrte. Die Ecke wurde aber schlecht rausgegeben, verpuffte dadurch. Kurz darauf aber, Glück, als ein Stecher von Bob de Voogd an den Pfosten ging. Grime gab in der 52. Minute Ecke nach Fuß von Wesley. Es gab erneut Ecke gegen das DHB-Team. Dieses Mal hielt Jacobi und Fürste klärte. Holland presste nun sehr stark, wollte unbedingt das Remis, was ihnen zum Gruppensieg reichte.
Doch die Deutschen wehrten sich gut! Weil sie die Bälle aber früh verloren im Aufbau, kam Oranje zu gutem Powerplayspiel. Jacobi hielt einen Schlag von Pruijser gut. Rühr sah dann auch nochmal Grün, so dass die Deutschen in der Endphase erneut in Unterzahl waren. Nach Fuß im Kreis gab es 70 Sekunden vor Ende die nächste Ecke für Oranje. Die wurde stark pariert, aber nur Sekunden später wieder Ecke für Holland. Dieses Mal nahmen die Deutschen den Videobeweis, aber wussten wohl auch schon, dass sie kein Recht bekommen würden. Und dann lief Häner die Ecke stark ab. Dieses Mal nahmen die Holländer den Videobeweis, um zu beweisen, dass Häner zu früh rausgelaufen war, bekamen aber auch kein Recht.
Im Konter rannte Herzbruch ganz stark an zwei Holländern vorbei, holte den Ball und sicherte damit, dass man die letzten Sekunden in Ballbesitz blieb und die Führung über die Zeit brachte.

Tore:
1:0 Florian Fuchs (6.)
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2:0 Mats Grambusch (33.)
2:1 Seve van Ass (44.)

Strafecken:
GER 2 (kein Tor) / NED 5 (kein Tor)

Grüne Karten:
GER 2 / NED 1

Gelbe Karten:
GER 2 / NED 2

Schiedsrichter:
Murray Grime (AUS) / Marcello Servetto (ESP)

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